TSG hofft auf Befreiungsschlag gegen GWD II

Andrius Stelmokas kann als Kreisläufer auf die rechte Außenposition ausweichen und hat freie Bahn zum Torwurf. (Foto: Holger Staab)

Burgwedeler könnten mit Erfolg ein ausgeglichenes Punktekonto erreichen

BURGWEDEL (hs). Nach einer dreiwöchigen Pause starten die Handballer der TS Großburgwedel in der 3. Liga in die letzte Phase der Saison. Noch bis Mitte Mai werden die letzten Entscheidungen im spannenden Meisterschaftskampf, aber auch in der Abstiegszone, fallen. Die Spieler um Trainer Jürgen Bätjer werden mit diesen Entscheidungen voraussichtlich nichts zu tun haben. Die Meisterschaft war von vornherein nicht das Ziel und die Abstiegszone wäre mit einem Erfolg am kommenden Wochenende gegen TSV GWD Minden II endgültig Geschichte.
Mit drei Siegen in Folge spielte sich die Turnerschaft Großburgwedel Ende Februar und Anfang März aus den negativen Schlagzeilen und in eine gesicherte Zone. Das änderte sich auch durch die Ergebnisse gegen HF Springe (26:30) und bei der SG Flensburg-Handewitt (33:29) nicht, im Gegenteil. Jetzt könnte sich das Team um Thomas Bergmann wohl nachhaltig ins Mittelfeld spielen. Voraussetzung dafür ist am Sonnabend, 6. April, ab 19 Uhr ein doppelter Punktgewinn im Heimspiel gegen GWD Minden II.
Danach sind nur noch fünf Begegnungen in der 3. Liga zu bestreiten und die TSG-Verantwortlichen können die nächste Spielzeit planen. Aber es wird keine leichte Aufgabe sein, die Mindener in die Schranken zu weisen und sie mit einer Niederlage auf den Heimweg zu schicken. Die Gastgeber müssen in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ konzentriert agieren, sich von den jungen Talenten der Gäste nicht überlaufen lassen und in der Abwehr konsequent zufassen.
Das fordert auch Bätjer, der im Videostudium die Mindener Schwächen ausgemacht und sie im Verlauf dieser Woche beim Training an sein Team weitergegeben hat. Die Mindener stehen, nach dem 8. Platz in der vergangenen Serie, wieder im gesicherten Mittelfeld und die Weiterentwicklung der jungen Spieler steht im Vordergrund. Der Kader um Trainer Aaron Ziercke wurde in dieser Spielzeit breiter aufgestellt, aber mit knapp 22 Jahren Altersdurchschnitt und auch einigen Spielern aus der A-Jugend sind sie doch schwankend in den Leistungen.
Im Hinspiel zeigten sie gegen die TSG beim 29:22-Sieg eine tolle Vorstellung - und die Burgwedeler das Gegenteil. Zu viele technische Fehler und Fehlwürfe sorgten für eine katastrophale Wurfausbeute. Das soll sich am Sonnabend ändern. Vor eigenem Publikum will die TSG Volldampf gehen, sich von den jungen GWD-Akteuren nicht vorführen lassen und bissig in die Zweikämpfe gehen.
Gelingt dem Gastgeber eine niedrige Fehlerquote, dem Torwartgespann Jörg-Uwe Lütt und Istvan Kallai einige wichtige Paraden und der Offensive entscheidende Treffer, dann sollten die Punkte in Burgwedel bleiben. Danach steht zunächst am 13. April das Derby bei der TSV Burgdorf II auf dem Spielplan, ehe sich am 20. April die HSG Tarp/Wanderup in Burgwedel vorstellen wird.