TSG hat im letzten Spiel ein Spitzenteam zu Gast

Manchmal geht es im Handball auch hart zur Sache. Justin Magnus Behr im Schwitzkasten, da kann auch Jan Krüger nur zuschauen. (Foto: Holger Staab)

TS Großburgwedel beendet die Saison mit einem Heimspiel

BURGWEDEL (hs). Für die Turnerschaft Großburgwedel geht am Sonnabend, 19. Mai, eine bewegende Saison in der 3.Liga mit dem Heimspiel gegen SV Henstedt-Ulzburg zu Ende. Eine Serie mit Höhen und Tiefen, mit vielen Verletzungen im Team und mit einem guten Abschneiden als Aufsteiger. Aber auch mit vielen Fragezeichen für die nächste Spielzeit, denn die personellen Entscheidungen für eine schlagkräftige Mannschaft sind noch nicht gefallen. Zunächst aber wollen der als Jugendkoordinator zur TSV Burgdorf wechselnde Coach Heidmar Felixson und sein Team noch einen Erfolg schaffen.
Ab 18.30 Uhr wird in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ in Burgwedel das letzte Punktspiel der Saison 2011/2012 angepfiffen. Für die TSG noch einmal eine besondere Begegnung. Nicht nur das einige Spieler den Club verlassen und verabschiedet werden, auch die Tatsache, dass ein Spitzenteam nach Burgwedel kommt, ist ein Besuch des Spiels wert. Sportlich ist die TSG krasser Außenseiter. Schon im Hinspiel kassierte das Team um Torwart Jörg-Uwe Lütt eine 30:40-Niederlage und dürfte damit der starken Mannschaft vom SV Henstedt-Ulzburg auch am Sonnabend unterlegen sein.
Aber gerade das könnte die TSG motivieren. Niko Blanke, der ebenfalls den Verein verlässt, und seine Mitspieler wollen noch einmal zeigen, das sie heimstark und mit dem Willen zum Sieg auch eine Spitzenmannschaft der 3.Liga bezwingen können. Es soll ein schöner Saisonabschluss werden und hinterher viel Grund zum Feiern geben, auch wenn es vielleicht mit dem doppelten Punktgewinn letztlich doch nicht klappt. „Ich bin traurig, so eine tolle Mannschaft verlassen zu müssen, aber der Blick geht bei mir nach vorn und es ist richtig nach Burgdorf zu wechseln“, meinte Felixson zu seinem Wechsel. So wird es auch anderen, wie Robertas Pauzuolis oder Blanke ergehen, denn der Aufstieg den alle drei Spieler mitmachten, war für die TSG ein großer Erfolg. Den zu konservieren ist aber schwer und auch mit finanziellen Aufwendungen verbunden. Ob eine weitere tolle Spielzeit in der 3.Liga folgen kann, ist noch offen. Bisher steht zwar mit Jürgen Bätje ein neuer Trainer fest, aber die personelle Zusammensetzung des Teams ist nicht geklärt. Handballchef Dr. Karsten Hoppenstedt versucht ein konkurrenzfähiges Team aufzubauen.
Gegen Henstedt-Ulzburg muss die Turnerschaft schon über sich hinauswachsen, denn mit Pauzuolis fehlt ein langzeitverletzter Akteur schmerzlich und die Gäste haben neben einer starken Defensive auch im Angriff eine Klassemannschaft. Alle Spieler sind torgefährlich und werden das TSG-Tor mit Würfen bombardieren. Ob Keeper Lütt und seine Abwehr da noch wirkungsvoll dagegen arbeiten können, wird der Spielverlauf zeigen.
Aber auch im Angriff muss schon alles stimmen, um Henstedt gefährlich werden zu können. Nicht nur die Chancenverwertung sollte effektiv sein, auch die schnellen Gegenstöße müssen konsequent abgeschlossen werden. Zudem würden technische Fehler den Gegner seinerseits zu Kontern einladen. Das beste Spiel der Saison ist nötig, damit ein überraschender Erfolg gelingt. Aber ob Sieg, Niederlage oder Unentschieden, die TSG kann sich mit gehobenem Haupt aus der Spielzeit verabschieden, denn als Aufsteiger hat die Mannschaft gezeigt, was in ihr steckt und welche Personalprobleme sie ausgleichen kann. Das Team hat die TSG wieder weit über die Grenzen der Region Hannover bekannt gemacht, das zählt und kann nicht hoch genug bewertet werden.