Trainer Jürgen Bätjer verlangt von seinem Team einen Sieg

Maurice Herbold wird von seinem Gegenspieler gestoppt. (Foto: Holger Staab)

TS Großburgwedel erwartet HSV Insel Usedom in eigener Halle

BURGWEDEL (hs). Nicht nur die rund 450 Kilometer lange Anreise soll den Gästen der Turnerschaft Großburgwedel in den Knochen stecken. Bei der Heimfahrt auf die Insel soll auch eine Niederlage dem HSV Insel Usedom zu schaffen machen. Die TSG will das Heimspiel gegen die Ostseehandballer überzeugend gestalten und nach der 28:32-Niederlage gegen HSG Handball Lemgo II wieder zwei Pluspunkte verbuchen können. Trainer Jürgen Bätjer erwartet dazu von seinen Akteuren am Sonnabend, 13. Oktober, ab 19 Uhr in der Halle des Burgwedeler Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ eine konzentrierte Leistung.
Es wird keine leichte Aufgabe, denn der HSV ist die langen Fahrten nach Niedersachsen gewohnt und möchte verständlicherweise nicht mit einer Niederlage die Heimreise antreten. Deshalb ist das Team von Trainer Michal Kaniowski immer besonders motiviert und will auch in Burgwedel etwas Zählbares mitnehmen. In der vergangenen Serie schafften die Insulaner das nicht und unterlagen in Burgwedel mit 31:38-Treffern. Die Höhe des Erfolges kam aber erst in der zweiten Spielhälfte zustande.
Eigentlich ist der HSV in eigener Halle erheblich stärker, das zeigten die Spieler aus Usedom auch beim 25:25-Unentschieden gegen die TSG im Februar diesen Jahres. Zudem haben sie den Saisonanfang komplett verschlafen und liegen nur auf dem vorletzten Tabellenplatz. Und das, obwohl die Mannschaft eingespielt sein sollte. Vor dem Saisonstart mussten sie mit Roman Bernhardt nur einen Spieler abgeben. Der wurde durch Christoph Dübner vom Stralsunder HV ersetzt.
Der Gegner der TSG hat aber eine eingeschworene Truppe und kämpft bis zur letzten Minute, wenn sich die Chance auf einen Erfolg bietet. Das sollten die TSGer verhindern und ihre Stärken frühzeitig ins Feld führen. Zunächst müssen sie aber die Rückraumspieler des HSV in den Griff bekommen. Mit Gordon Wicht, Kevin Wendtland und Todor Ruskov stehen den Gästen wurfstarke Spieler zur Verfügung, auf die Maurice Herbold und seine Mitspieler besonders achten müssen. Aggressives Heraustreten und frühes Stören könnte hier das richtige Mittel sein. Wenn Bätjer wiederum eine offensive 6:0-Deckungsvariante wählt, um den Rückraum zu stören und die Bewegungsfreiheit des Kreisläufers Felix Babatz eingeschränkt wird, dann kommt viel Arbeit auf die TSG zu. Mit Jörg-Uwe Lütt steht aber noch ein erfahrener Keeper im Hintergrund, der vor der Partie die Wurfbilder der Gästeakteure studieren wird. Lütt ist mit seinen 48 Jahren immer noch reaktionsschnell und kann den Burgwedelern noch so manchen Punkt in der 3. Liga retten.
Allerdings muss neben der Defensive auch die Offensive einen guten Tag erwischen und nicht nur spielerisch überzeugen, sondern vor den Gästetorwarten um Maik Hintze keinen Respekt zeigen. Die Chancenverwertung wird ein wichtiges Kriterium sein, wenn es um die Vergabe der zwei Punkte geht.