Trainer Alf Miener hinterlässt eine Mannschaft mit Perspektive

Zum Ende der Saison löst „Flocke“ Herold den Ramlinger Erfolgstrainer ab

RAMLINGEN (kd). Zu einem überraschenden Trainerwechsel wird es zum Saisonende beim Fußball-Bezirksligisten SV Ramlingen/Ehlershausen II kommen. „Ich muss den gestiegenen Anforderungen in meinem Beruf Rechnung tragen“, nannte Alf Miener als Grund für seinen Rückzug aus dem Trainergeschäft zum 30. Juni diesen Jahres. Als Vertriebsleiter eines Softwareunternehmens wurde dem 55-jährigen Ramlinger Coach neben seinem bisherigen Gebiet Norddeutschland auch noch der Raum Nordostdeutschland übertragen. „Allein von den Entfernungen her lässt sich meine neue berufliche Aufgabe beim besten Willen nicht mehr mit den Aufgaben eines Übungsleiters in Ramlingen vereinbaren“, musste Alf Miener eingestehen.
Bei der Suche nach einem Nachfolger musste Cheftrainer und RSE-Vorstandsmitglied Kurt Becker nicht lange suchen. Für Alf Miener wird in der kommenden Saison Ramlingens 30-jähriger Spieler Florian Herold in Zusammenarbeit mit dem bisherigen Kotrainer Peter Müller die Reservemannschaft trainieren. Derzeit nimmt „Flocke“ Herold noch die Aufgaben eines A-Juniorentrainers in Ramlingen wahr.
„Ich bleibe aber dem RSE als Freund und förderndes Mitglied weiterhin verbunden“, ließ Alf Miener bereits wissen, der seit nunmehr zwanzig Jahren als Trainer tätig ist. „Zehn Jahre davon in Ramlingen“, ließ der C-Lizenzinhaber seine Zeit als Coach in Ramlingen noch einmal Revue passieren. Drei Jahre trainierte Alf Miener die A-Junioren aus Ramlingen, bevor er vor sieben Jahren die in der Kreisliga spielende Reserve aus Ramlingen als Übungsleiter übernahm. Mit dem Fußballnachwuchs aus Ramlingen, den die RSE-Verantwortlichen gerne als U-23- Auswahl bezeichnen, glückte dem zum Saisonende scheidenden Coach in der Saison 2010/2011 als souveräner Kreisligameister der Aufstieg in die Bezirksliga, um im Jahre darauf gleich wieder abzusteigen.
Seine Qualitäten als Stehaufmännchen bewies Ramlingens Coach, als ihm im Jahr darauf mit seiner Mannschaft als Tabellenzweiter der Kreisliga in einer Relegationsrunde der sofortige Wiederaufstieg in die Bezirksliga glückte. „Dort haben wir uns jetzt im zweiten Jahr etabliert“, freute sich Ramlingens Trainer. So nimmt die RSE-Reserve nach 17 Spielen mit 29 Punkten und 43:41-Toren nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber den Sportfreunden Ricklingen einen ausgezeichneten 5. Tabellenplatz ein. „Das kann sich sehen lassen“, findet auch Alf Miener, für dessen Elf bereits am kommenden Sonnabend, 28. Februar, um 15 Uhr die Winterpause endet, wenn mit dem Mühlenberger SV der Tabellenführer in Ramlingen in einem Nachholspiel zu Gast ist.
„Ein Sieg würde uns den nötigen Schub für die Fortsetzung der Spiele in der Rückrunde verleihen“, ist Alf Miener überzeugt. Vor allem vor heimischem Publikum hätten die Ramlinger noch Luft nach oben. Vier Siegen stehen zwei Remis und zwei Niederlagen gegenüber, die gegen den FC Lehrte (0:5) und TSV Stelingen (1:4) besonders deftig ausfielen. Auf fremden Plätzen holten die Ramlinger als das viertbeste Auswärtsteam inmmerhin 15 Punkte. Fünf Siegen standen bei einem Torverhältnis von 23:21 vier Niederlagen gegenüber, wobei allerdings die 3:5- Niederlage beim Tabellenletzten SV Damla Genc Hannover negativ ins Gewicht fiel. Erfolgreichster Torschütze des SV Ramlingen/Ehlershausen II war bis zur Winterpause Torben Tepper mit 9 Toren vor Dennis Geisler, der bisher sechsmal traf. Auf jeweils 5 Tore brachten es bisher Torben Koschinsky und Tjark Miener.