Torfabrik TSV Kleinburgwedel: 150 Tore in der dritten Kreisklasse

Die erste Herrenmannschaft des TSV Kleinburgwedel ist in der vergangenen Saison in die 3. Kreisklasse aufgestiegen. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Bei der Neuverpflichtung der Spieler setzen die Verantwortlichen vom TSV Kleinburgwedel auf junge Spieler. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Fußballer wollen ihre alten Fans zurück gewinnen

KLEINBURGWEDEL (hhs). Das Sportgelände des TSV Kleinburgwedel ist beim diesjährigen MARKTSPIEGEL-Pokal Spielort der Gruppe C, die aus den Mannschaften des gastgebenden TSV Kleinburgwedel, des TSV Wettmar, des SV Fuhrberg und des TSV Engensen I besteht. Zwei Spiele finden dort jeweils am Montag, 21. Juli, Mittwoch 23. Juli und Donnerstag 24 Juli jeweils um 18.00 und um 19.30 Uhr statt.
Der TSV Kleinburgwedel hat im Bereich Fußball schon bessere Zeiten gesehen. Aber das ist eine Weile her. Im Moment spielen die Herren der ersten Mannschaft in der 3. Kreisklasse. Das hat seine Ursache darin, dass die Abteilung Fußball des TSV vor zwei Jahren den Entschluss gefällt hatte, einen harten Schnitt zu ziehen zur eigenen Vergangenheit. Neuanfang war angesagt in der 4. Kreisklasse, mit fundamentalistisch anmutenden Grundsätzen: keine finanziellen Zuwendungen an die Spieler. Das hatten die Verantwortlichen als die Wurzel allen Übels ausgemacht und sie halten sich daran.
Los ging es in der vierten Kreisklasse, in der vergangenen Saison galt der TSV Kleinburgwedel in dieser Klasse gewissermaßen als Alleinunterhalter. Bis auf ein Spiel haben die Kleinburgwedeler alle anderen gewonnen. 150 Tore haben sie in der Saison geschossen, also alles Spiele mit hohem Spaßfaktor. Sogar der SC Langenhagen, der aus der Oberliga abgestiegen war, konnte da nicht mithalten.
Tore gab es auch im ersten Testspiel gegen Inter Celle: 6:0 siegten die Spieler des gastgebenden TSV, das konnte sich sehen lassen und galt gewissermaßen als Anbindung an die vergangene Saison. Für die Tore gegen Inter Celle zeichneten Frederik Ammann, zweimal Dietmar Arnold, Kai Oppermann, Marvin Lampe und gegen Ende setzte Axel Arnold mit dem sechsten Treffer den Gästen aus Celle den Fangschuss.
Hans-Jürgen Klarhöfer bekleidet beim TSV Kleinburgwedel das Amt des Managers der Fußball-Abteilung. „Wir haben damit begonnen, aus unserer eigenen Jugend, das ist die Spielgemeinschaft mit Wettmar und Fuhrberg, und aus dem Burgwedeler Umland Spieler für die Herren zu requirieren. Und wir versuchen das auch bei unseren Bemühungen, Sponsoren zu finden. Die regionale Einbindung des Spielerkaders und der Sponsoren ist uns sehr wichtig.“ Klarhöfer ist ein Freund der klaren Ziele: „Wir spielen um den ersten Platz nun in der Kreisklasse 3. Der SC Langenhagen kann Zweiter werden“, schmunzelt er.
Schon in der vergangenen Saison habe es sich als richtig erwiesen, auf „Eigengewächse“ zurückzugreifen. Diese Spieler haben sich inzwischen etabliert“, freut er sich. „Das Durchschnittsalter liegt bei 23 Jahren, und was immer auch geschieht, die Zielsetzung ist die 2. Kreisklasse.“ Der Verein hoffe nun beim Marsch durch die Kreisklasse auf regionale Derbys wie in alten Zeiten, als die Fußballfans in Scharen zum TSV am Hornweg in Kleinburgwedel, kamen. „Und wir werden unsere alten Fans wieder motivieren“, so Klarhöfen. Das werde nicht so einfach sein und bestimmt etwas dauern, befürchtet er. Aber er weiß natürlich auch, wie man das schaffen kann: „Ordentlichen Fußball spielen, jede Menge Tore schießen und ein sehr gutes Bild in der Öffentlichkeit abgeben.“
Trainer der ersten Herren des TSV Kleinburgwedels ist Dietmar Knaak. Sein Vater Dieter Knaak wird von den Spielern geradezu liebevoll „Opi“ genannt. Er ist seit 28 Jahren Mannschaftsbetreuer beim TSV Kleinburgwedel und hat alle Höhen und Tiefen miterlebt. Zweiter Betreuer ist Klaus Stobinski.
Das Team des TSV Kleinburgwedel: Im Tor steht Lars Jurisch, in der Abwehr spielen Steffen Arnold, Kevin Brunner, Christoph Rabe und Philip Walter. Das Mittelfeld besteht aus Sönke Müller, Jan Bunte, Frederik Ammann, Nils Stobinski, Leon Pobuda, Christian Sterzik und Erik Sonnefeld.
Für die Tore im Sturm sollen die Brüder Dietmar und Axel Arnold und Kay Oppermann sorgen.
Neuzugänge sind Gerrit Wunram und Marvin Lampe, beide aus der A-Jugend vom TSV Krähenwinkel, dann Joern Behnsen aus der eigenen A-Jugend, Lukas Hampe vom SV Lehrte 06, Rene Steigenberger von BV Werder Hannover und Clark Elias von Tuspo Lamspringe.