„Tag des offenen Tores“ beim FC Lehrte

3:6-Heimniederlage gegen SV Damla Genc

LEHRTE (kd). Für eines kann der FC Lehrte garantieren. Wer zu den Spielen des Tabellenfünften der Fußball-Bezirksliga 2 erscheint, wird garantiert mit Toren verwöhnt. Nur muss er mit der Gewissheit leben, dass sie nicht immer zu Gunsten des FC Lehrte fallen. Im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn SV Damla Genc Hannover reichte der Mannschaft von Trainer Willi Gramann selbst ein 3:1- Vorsprung nicht aus, um wenigsten einen Punkt mitzunehmen. 3:6 (3:3) hieß es nach 90 Minuten, bei dem die FCer wieder einmal zum „Tag des offenen Tores" einluden, wie auch das Torverhältnis von nun 56:55 Toren eindeutig belegt.
„Einmal mehr haben uns Standardsituationen, die zu drei Gegentoren führten, das Genick gebrochen und damit unsere Niederlage besiegelt“, ärgerte sich Willi Gramann. Bereits der Auftakt lief mit dem 1:0-Führungstreffer der Gäste durch Ayhan Yeldan nicht nach Wunsch des FC Lehrte. Doch erholten sich die Lehrter schon bald von dem Schock. Zwei Tore von Patrick Heldt (18. und 21.) sowie von Sebastian Ernst (37.) ließen die Lehrter auf 3:1 davon ziehen, ehe Damla Genc noch vor der Pause durch zwei Tore von Niyazi Sarier (44. per Strafstoß und 45.) zum 3:3-Pausenstand ausglich. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gäste eine starke Schlussviertelstunde, um noch durch Tore von Oktay Bozkurt (72. und 88.) sowie Kader Yenisen (90.) zu einem 6:3-Sieg zu kommen.
„Für mich ist nach der grandiosen Leistung bei unserem 2:1-Sieg vor einer Woche beim Tabellenführer STK Eilvese so ein Leistungsabfall wie heute unerklärlich", zeigte sich auch Lehrtes Trainer fassungslos, der bei seiner Mannschaft eine Blockade vermutet, sobald sie trotz einer Führung ein Gegentor kassiert.
Nun wartet auf den FC Lehrte am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellendritten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide erneut eine schwere Aufgabe. Doch mussten die „Krähen“ beim Kampf um den Aufstieg durch die 3:4-Niederlage gegen den Spitzenreiter STK Eilvese ebenfalls einen Rückschlag hinnehmen. „Für uns wird es in Krähenwinkel nicht einfach werden, um das 2:2 vom Hinspiel zu wiederholen", glaubt Willi Gramann angesichts des Fehlens seiner Nachwuchsspieler Patrick Neumärker und Daniel Müller sowie des verletzungsbedingten Ausfall von Antonio Marotta.