SV Ramlingen/Ehlershausen ließ gegen Hannover 96 nicht viele Chancen zu

Charlison Benshop (links) versucht, sich an der Strafraumgrenze gegen den Ramlinger Timo Gieseking durchzusetzen. (Foto: Kamm)
 
Ein Highlight für alle Nachwuchsfußballer. Vor dem Spiel dürfen junge Kicker gemeinsam mit Hannover 96 und dem SV Ramlingen/Ehlershausen auflaufen. (Foto: Kamm)

0:3-Niederlage ist für den SV Ramlingen/Ehlershausen ein achtbares Ergebnis

RAMLINGEN (kd). Einmal mehr stand am Freitagabend Ramlingen Kopf. Bis weit aus dem Dorf hinaus parkten Reihe an Reihe die Fahrzeuge. Und das aus gutem Grund. Einmal mehr hatte sich Bundesligist Hannover 96 in der nur 550 Einwohner zählenden Ortschaft zu Besuch angesagt. Bereits zum 14. Mal trat Hannover 96 zum Gastspiel beim SV Ramlingen/Ehlershausen an. Diesmal mit Hilfe von Trikotsponsor Massivhäuser Heinz von Heiden, mit dessen Hilfe das Freundschaftsspiel erst zu Stande kam.
Und es wurde wurde wieder ein Event, wie es sich Ramlingens Vorsitzender Jürgen Stern und sein sportlicher Leiter Kurt Becker gewünscht hatten. Zahlreiche Prominenz aus der Geschäftswelt von Burgdorf oder Gäste aus der Landeshauptstadt, wie Promianwalt Götz von Fromberg, Professor Dr. Amir Samii, der Vorstandsvorsitzende Jürgen Wache von der Hannoverschen Volksbank oder auch 96-Präsident Martin Kind, ließen es sich trotz Temperaturen von über 30 Grad nicht nehmen, bei dem Ereignis mit dabei zu sein. Eine der weitesten Anreisen hatte der frühere Nationalspieler Jonny Otten von Werder Bremen, der auf Einladung seines Freundes Alf Miener gekommen war und es sich dann nicht nehmen ließ, auf der Tribüne ausgiebig mit 96-Urgestein Dieter Schatzschneider lange zu fachsimpeln und sich an alte Zeiten zu erinnern.
Müßig zu sagen, dass das Ramlinger Waldstadion mit 2.260 Zuschauern erneut restlos ausverkauft war, so dass viele von Beginn an das VIP-Zelt ansteuerten, um im Schatten oder unter den zahlreichen Sonnenschirmen einen Platz zu ergattern. Um so mehr verdient war daher die Leistung der Ramlinger Mannschaft erwähnt zu werden, die zwar erwartungsgemäß als Siebtligist die Profis von Hannover 96 nicht bezwingen konnte, doch mit der 0:3 (0:2)-Niederlage einen Achtungserfolg erzielte. „Das war bisher unsere mit Abstand niedrigste Niederlage“, stellte dann auch mit Genugtuung Trainer Kurt Becker fest, der wie sein Trainerkollege Michael Frontzeck kräftig durchwechselte, so dass jeder der Kontrahenten nahezu zwei Mannschaften aufs Spielfeld schickte.
Schade nur, dass bei den „Roten“ aufgrund von Trainingsrückständen oder Verletzungen die neuen Spieler Oliver Sorg, Uffe Bech, Felix Klaus und Philipp Tschauner fehlten, so dass nur Charlison Benschop zum Einsatz kam. Um so mehr freute es Martin Kind, dass er nach einem Telefonanruf seines Managers Dirk Dufner den Zuschauern in Ramlingen exklusiv durch Stadionsprecher Christoph Dannowski über Lautsprecher die Meldung verbreiten konnte, dass es mit der Verpflichtung von Mevlüt Erdinc geklappt hat und der türkische Nationalspieler nun in der kommenden Saison endgültig bei Hannover 96 spielen würde.
Ansonsten tat sich auf dem gepflegten Rasen angesichts der tropischen Temeperaturen nicht viel. Die Ramlinger Mannschaft wehrte sich tapfer und ließ nicht viele Chancen der 96er zu. Daher dauerte es bis zur 33. Minute, ehe Marcelo nach Flanke von Manuel Schmiedebach zur 1:0-Führung einköpfen konnte, die Tim Dierßen (42.) mit einem Aufsetzer aus 20 Metern unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff noch auf 2:0 ausbauen konnte. Wer gedacht hatte, dass die 96er in der 2. Halbzeit das Toreschießen nachholen könnten, wurde schon bald eines Besseren belehrt. Lediglich Kenan Karaman gelang in der 72. Minute noch der Treffer zum 3:0-Endstand gegen eine Ramlinger Mannschaft, die zu keiner Zeit aufsteckte und in der 2. Halbzeit mit Andre Wessoleck einen Torhüter zwischen den Pfosten hatte, der die wenigen Torchancen der Gäste mit Bravour parierte.
SV Ramlingen/Ehlershausen: Christian Schulz (46. Wessoleck) - Yüksel, Gieseking, Weindl (60. Jedrejczyk), Durduran (46. Kwarteng) - Ortega (60. Tepper), Ankour, Richter (46. Pickert), Omelan (46. Lübow) - Nnane (46. Gebreslasie), Holze (46. Reinhold).
Hannover 96, 1. Halbzeit: Radlinger - Anton, Marcelo, Felipe, Teichgräber - Gülselam, Schmiedebach - Sarenren-Bazee, Ernst, Dierßen - Benschop.
Hannover 96, 2. Halbzeit: Radlinger - Sakai, Hoffmann, Schulz, Prib - Hirsch, Andreasen - Sulejmani, Karaman, Dierßen - Sobiech.