SuS Sehnde wird mit Punktabzug bestraft

Heimspiel gegen SV Iraklis Hellas neu angesetzt

SEHNDE (kd). Der Blick auf die Tabelle der Fußball-Bezirksliga lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Aufsteiger SuS Sehnde, der sich als Tabellenzehnter mit 34 Punkten im Kampf um den Klassenerhalt bereits als halbwegs gesichert sah, wurde vom Spielausschuss des Bezirks Hannover mit einem Punktabzug von drei Punkten und einer Geldstrafe von 200 Euro bestraft, was für die Mannschaft aus dem Großen Freien in der Tabelle fatale Folgen hat. So nimmt SuS Sehnde trotz eines positiven Torverhältnisses von plus sechs Toren mit 31 Punkten jetzt, statt des zehnten nun den 14. Tabellenplatz ein, was zum Saisonende den direkten Abstieg bedeuten würde.
Vorausgegangen war ein Verwaltungsbescheid des Spielausschusses mit dem Vorwurf, das am 5. Mai (Himmelfahrtstag) von den Sehndern abgesagte Nachholspiel wegen Unbespielbarkeit des Platzes gegen den SV Iraklis Hellas missbräuchlich abgesagt zu haben. „Gegen diesen Vorwurf wehren wir uns energisch und werden gegen den Bescheid Einspruch vor dem Sportgericht einlegen", kündigte Sehndes sportlicher Leiter Andreas Janizki an, der sich trotz des für seinen Verein negativen Bescheids mit der Nachricht trösten durfte, dass die gegen den SV Iraklis Hellas ausgefallene Begegnung aufgrund einer teilweisen Flutung des Sehnder Stadions durch einen über Nacht einsetzenden Rasensprenger nun am Donnerstag, 26. Mai, von 19 Uhr an in Sehnde nachgeholt wird.
„Damit sind wir nicht nur am heutigen Sonnabend beim Tabellenzweiten TSV Godshorn im Einsatz, sondern auch in der kommenden Woche am Donnerstag zu Hause gegen den SV Iraklis Hellas und am Sonntag ebenfalls in Sehnde gegen Germania Grasdorf", nahm Andreas Janizki die übermittelten Nachricht des Bezirks mit Ironie zur Kenntnis. Wie es in dieser leidigen Angelegenheit weitergeht, bleibt abzuwarten. „Ich bin noch immer schockiert über den Punktabzug. Wir wehren uns mit aller Kraft gegen den Vorwurf, dass wir mit dazu beigetragen hätten, dass die Nachholbegegnung nicht zustande gekommen ist. Deshalb haben wir uns jetzt juristischen Beistand genommen und werden alle verfügbaren Rechtsmittel einlegen, um die getroffene Entscheidung des Bezirksspielausschusses mit dem Punktabzug und der Geldstrafe rückgängig zu machen", kündigte bereits ein erzürnter sportlicher Leiter Andreas Janizki an. Daher ist anzunehmen, dass nun die Sportgerichte das Sagen haben werden, wobei der Ausgang völlig offen ist.