SuS Sehnde krönte makellose Saison mit dem verdienten Aufstieg in die Bezirksliga

Auch im Spitzenspiel gegen die „Torfabrik“ TSV Engensen ließen Tobias Politze (Mitte am Boden) und der SuS Sehnde kaum etwas zu. Mit nur 26 Gegentreffern hatten die Sehnder in der abgelaufenen Kreisliga-Saison die beste Abwehr aller Mannschaften. (Foto: Kamm)

Meisterelf von Trainer Mirko Feuerhahn gab in der Kreisliga-Saison nur neun Punkte ab

SEHNDE (kd). Die Zahlen belegen es in recht eindeutiger Weise. SuS Sehnde war in der abgelaufenen Saison in der Fußball-Kreisliga eine Klasse für sich. Daher spricht die Internetseite des Bezirksligaaufsteigers dann auch von einer „Happy- Family des SuS Sehnde.“ Einzigartig war die Erfolgsbilanz des Meisters der Fußball-Kreisliga, der in 30 Spielen nur am 12. Oktober beim SV Uetze 08 durch eine 0:1-Niederlage das Nachsehen hatte, die noch dazu durch ein umstrittenenes Strafstoßtor von Nils Luther zu Stande kam. Lediglich drei Unentschieden ließ die Mannschaft von Trainer Mirko Feuerhahn zu. Ein Remis davon auswärts am 1. Spieltag beim 3:3 gegen den FC Lehrte II und zwei zu Hause am 5. Oktober beim 1:1 gegen den TSV Engensen und am 30. November beim 2:2 gegen den SV Yurdumspor Lehrte.
Überaus deutlich war dann auch der Vorsprung in der Tabelle der Kreisliga, Staffel 1, in der die Sehnder als Meister mit 81 von möglichen 90 Zählern sage und schreibe 21 Punkte von dem nichtaufstiegsberechtigten 3. Tabellenplatz trennt, den der TSV Engensen einnimmt. Mit nur 26 Gegentreffern verfügt der Bezirksligaaufsteiger über die beste Abwehr aller Mannschaften. Lediglich als torgefährlichste Mannschaft mussten sich die Sehnder mit Platz 2 begnügen, obwohl sie 106 Tore erzielten. Nur der TSV Engensen mit 116 Treffern war dem Meister um zehn Tore voraus. Eine Ursache, dass die Sehnder in dieser Rubrik nicht die erste Geige spielen, könnte darin liegen, dass der Aufsteiger über keinen ausgesprochenen Torjäger verfügt, was aber auch seine Vorteile hat. Zwar kommen die Sehnder auf 106 Treffer, doch erzielten nur Marius Steinke (16 Tore), Patrick Glage (13 Treffer) und Julian Kaffka (12 Treffer) über zehn Saisontore.
Drei Neue kommen
Mit 41 Heim- und 40 Auswärtspunkten ist der SuS Sehnde sowohl zu Hause als auch in der Fremde das erfolgreichste Team. Auch in der Hinrunde war der SuS Sehnde mit 38 Punkten die erfolgreichste Mannschaft. Dicht gefolgt allerdings vom SV 06 Lehrte, der 33 Zähler aufweist. Während in der Rückserie die Mannschaft von Trainer Mirko Feuerhahn mit 43 Punkten nur ein Remis zuließ, ging den Kontrahenten auf der Zielgeraden die Luft aus, wie elf Punkte Vorsprung auf das zweitbeste Team SV 06 Lehrte (32 Punkte) belegen. Selbst in der Fairnesstabelle räumte der Meister aus dem „Großen Freien“ ab und war mit nur 59 gelben Karten und einer gelb-roten Karte das mit Abstand fairste Team aller Kreisligamannschaften.
„Ich bin sehr froh, dass alle Spieler geblieben sind“, zeigte sich Mirko Feuerhan sehr zufrieden darüber, dass alle seine Spieler den Abwerbungsversuchen anderer Vereine widerstanden haben.
Obwohl das Sehnder Team zusammenbleibt, konnte Trainer Mirko Feuerhahn dennoch drei Neuzugänge vermelden. Mit Heimkehrer Nils Pinkernell vom FSC Bolzum/Wehmingen und Bruce Pitschmann vom SC Hemmingen/Westerfeld konnten zusätzlich zum Stammkeeper Maximilian Steinke noch zwei Torhüter verpflichtet werden. Einen großen Coup landete Sehndes Trainer mit der Verpflichtung von Ruslan Mechonzew vom bisherigen Ligarivalen Yurdumspor Lehrte, der in der abgelaufenen Saison mit 11 Treffern der erfolgreichste Torschütze seiner Mannschaft war. „Von ihm erwarte ich mir einiges“, sagte Trainer Mirko Feuerhahn gegenüber dem MARKTSPIEGEL über den in Sehnde wohnhaften Angreifer.