Spiel gegen FC Augsburg ist für die „Roten“ richtungsweisend

Jonas Maack aus Bolzum gewinnt die beiden Sitzplatz-Tickets

HANNOVER/MÜNCHEN (jk). Ein gutes Spiel beim Triple-Sieger Bayern abgeliefert, aber trotzdem wieder einmal mit leeren Händen aus München zurück gekehrt. So lautet das Fazit der 0:2-Niederlage von Hannover 96 bei Bayern München.
Mit ihrer kompakten Defensive und schnellen Kontern kamen die „Roten“ sehr gut ins Spiel gegen die zunächst erstaunlich unsicheren Bayern. Die 96er hatten durchaus Chancen und hätten das Spiel auch schon frühzeitig für sich entscheiden können. Artur Sobiechs (24.) Kopfball am vorderen Fünfmeterraum-Eck strich nur ganz knapp am hinteren Pfosten vorbei. Gegen Edgar Prib musste Bayern-Torwart Manuel Neuer all sein Können aufbieten (38.), um bei einem Konter vor dem Hannoveraner an den Ball zu kommen. Und wäre der wuchtige Schuss von Didier Ya Konan (41.) nicht vom Innenpfosten wieder vor die Torlinie gesprungen, wer weiß, wie das Spiel dann noch ausgegangen wäre!? Doch von „wäre“ und „hätte“, gewinnt man leider kein Fußballspiel. Und wie das gerade in solchen Spielen immer so ist...., wenn man die eigenen Chancen nicht reinmacht, dann wird man schnell bestraft.
Und die Bestrafung erfolgte in der zweiten Halbzeit prompt. Nachdem Bayern-Trainer Pep Guardiola anscheinend in der Kabine deutliche Worte gefunden hatte, ging sein Team plötzlich mit mehr Feuer und Spielwitz in die Partie. Eine kurze sehenswerte Kombination über Robben und Kroos, die Mandzukic ins linke untere Toreck vollendete – schon war das Spiel ab der 51. Minute auf den Kopf gestellt. Als Ron Robert Zieler dann noch einen Schuss von Arjen Robbens aus spitzem Winkel nur abprallen lassen konnte, war Franck Ribéry kaltschnäuzig zum 2:0 zur Stelle. Bayern München: Nicht gut gespielt, aber trotzdem gewonnen. Hannover 96: Gut gespielt, aber ohne zählbaren Erfolg. Aber genau das ist es, was eine Spitzenmannschaft ausmacht - auch wenn es einmal nicht so gut läuft, dann kommt trotzdem etwas Zählbares bei heraus. Auch in schwierigen Situationen die mentale Stärke haben, ein schlechtes Spiel noch einmal zu drehen. Hannover 96 hatte diese mentale Stärke in vergangenen Spielzeiten ebenfalls einmal: In der Bundesliga, in der Qualifikation für die Europa League, in den Spielen in ganz Europa.... Diese mentale Stärke, die Spitzenmannschaften vom Rest unterscheidet, müssen sich die „Roten“ anscheinend aber noch erarbeiten.
Viel Zeit bleibt allerdings nicht, denn am Sonnabend, 21. September, ab 15.30 Uhr in der heimischen HDI-Arena kann sich gegen den FC Augsburg schon entscheiden, wo die Reise für Hannover 96 in dieser Spielzeit hingeht. Gegen den FC Augsburg? Ganz richtig. Die Augsburger haben mit neun Punkten genau so viele Punkte wie die Roten auf dem Konto. Lediglich das geringfügig bessere Torverhältnis sorgt dafür, dass Hannover 96 als Tabellenvierter zwei Plätze vor den Augsburgern liegt. Da die Mannschaften zurzeit noch sehr eng zusammen liegen, kann die Talfahrt auch schnell nach ganz unten durchgehen. Werder Bremen steht mit sechs Punkten auf dem 14. Platz. Gerade in dieser Situation ist jetzt mentale Stärke gefordert, um mit einem Sieg gegen den Verfolger FC Augsburg in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga zu bleiben.
Mit dabei ist Jonas Maack aus Bolzum, der bei unserem Ergebnis-Tipp-Gewinnspiel das richtige Ergebnis gegen die Bayern getippt hatte und zwei Sitzplatzkarten gewonnen hat. Karten für das Spiel gegen den FC Augsburg gibt es auch noch in den MARKTSPIEGEL-Geschäftsstellen in Burgdorf, Burgwedel und Lehrte.