Spannender Endspurt in der 3. Handballliga Nord

Timo Seffer vom Lehrter SV kann auch gegen den MTV Braunschweig für wichtige Treffer sorgen. (Foto: st)

Lehrter SV will den Spitzenreiter MTV Braunschweig ärgern

ALTKREIS BURGDORF (st). Drei Spieltage vor dem Saisonende warten auf die TS Großburgwedel auswärts beim Oranienburger HC und die TSV Burgdorf daheim gegen SV Mecklenburg-Schwerin zwar schwere, aber durchaus lösbare Aufgaben in der 3. Liga.
Beide Teams wollen sich in der Tabelle bis zum Saisonschluss Ende April noch verbessern und werden deshalb konzentriert in die Partien gehen. Für den Lehrter SV wird die Saison erst im Juni beendet sein. Am kommenden Wochenende steht aber ein interessantes Duell auf dem Spielplan, denn der LSV trifft in eigener Halle auf den Spitzenreiter und Topfavoriten für den Aufstieg in die 3. Liga, den MTV Braunschweig.
Die TSV Burgdorf II ist gerade in Heimspielen eine Macht, denn hier konnten fast alle Begegnungen gewonnen werden. Nur gegen SC Magdeburg II (22:27) gab es eine Niederlage. Die restlichen 12 Spiele in der Halle der Gudrun-Pausewang-Schule wurden erfolgreich absolviert. Da die Mannschaft um Trainer Heidmar Felixson auch mental gut drauf ist und zumindest noch den 5. Platz erreichen möchte, wird sie auch gegen den SV Mecklenburg-Schwerin am Sonnabend, 16. April, ab 19.30 Uhr als Favorit ins Spiel gehen.
Allerdings wird die Partie kein Spiel sein, in dem Nachlässigkeiten oder unkonzentriertes Auftreten möglich sind. Bereits im Hinspiel überraschten die abstiegsbedrohten Schweriner die jungen TSV-Talente und sorgten für eine 22:25-Niederlage der Jungrecken. Eine Pleite, die Felixson nicht schmeckte und er sein Team kritisierte. Deshalb soll die Revanche am Sonnabend auch gelingen und wie schon angedeutet, in eigener Halle sind die TSVer eine Klasse besser und werden sich so schnell nicht überrumpeln lassen.
Für Trainer Jürgen Bätjer von der Turnerschaft Großburgwedel ist das drittletzte Spiel der Saison am Sonnabend, ab 18.30 Uhr, beim Oranienburger HC nochmal wichtig. Die TSG könnte noch aus den Top10 der Liga rausfallen und deshalb soll ein Sieg in der MBS-Arena in Oranienburg gelingen. Im Hinspiel hatten Kay Behnke und seine Mitspieler die Oranienburger sicher im Griff und konnten am Ende einen sicheren 29:24-Erfolg bejubeln.
Auswärts wird das nicht so einfach. Der Gastgeber kämpft als Tabellenneunter noch um einen einstelligen Tabellenplatz und könnte der TSG enteilen. Damit das nicht gelingt, sollten die Bätjer-Schützlinge von Beginn an in der Defensive kompromisslos agieren und in der Offensive keine Chancen auslassen. Bei einem doppelten Punktgewinn hätte die TSG die Chancen in den letzten beiden Begegnungen gegen TSV Altenholz und beim VfL Potsdam die Saison positiv ausklingen zu lassen.
Für den Lehrter SV geht es in der Oberliga nicht mehr um viel, da sie im Mittelfeld der Tabelle festhängen. Die Mannschaft um Trainer Lutz Ewert möchte aber im gesicherten Mittelfeld verbleiben und zumindest einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. In der Oberliga stehen noch sieben Spiele auf dem Programm und bis Anfang Juni ist der LSV noch aktiv. In vier Heim- und drei Auswärtsspielen sollen noch einige Erfolge herausspringen. Ob das am Sonnabend ab 18.30 Uhr gelingen wird, ist mehr als fraglich.
Gegner in der Halle an der Schlesischen Straße ist kein geringerer, als der Spitzenreiter und der erste Anwärter auf den Aufstieg in die 3. Liga, MTV Braunschweig. Die Gäste des LSV setzten sich bereits im Hinspiel mit 37:24-Toren durch und sind auch in Lehrte klarer Favorit. Aber Michael Thiede und seine Mitspieler wollen den Aufstiegskandidaten ein wenig ärgern, lange mithalten und vielleicht mit den eigenen Fans im Rücken, eine Überraschung schaffen.
Gelingt es, die eigenen Chancen zu nutzen und kaum technische Fehler zu produzieren, dann kann der LSV auch über sich hinauswachsen und dem Favoriten Paroli bieten.