Schwankungen des LSV forderten Tribut

Lars Eichelmann vom Lehrter SV setzt zu einem erfolgreichen 7-Meter-Wurf an. (Foto: st)

Oberligisten Lehrter SV und TSV Burgdorf III landeten im Mittelfeld

ALTKREIS (st). In der kürzlich beendeten Saison 2016/2017 der Oberliga Niedersachsen konnten die beiden Mannschaft aus dem Altkreis Burgdorf keine großen Lorbeeren ernten, hatten aber zu keiner Phase der Serie Berührungspunkte mit dem Abstiegskampf und sicherten sich letztlich Mittelfeldplätze. Der Lehrter SV kann mit dem erreichten Platz dabei nicht zufrieden sein, das Team um Trainer Lutz Ewert hatte sich schon mehr erhofft. Für die TSV Burgdorf III dagegen ist ein Nichtabstiegsplatz ein Erfolg und so herrscht bei Coach Andrius Stelmokas ein positiver Eindruck vor.
Nach dem 9.Platz in der Saison 2015/2016 wollte sich der Lehrter SV in dieser Spielzeit in der höchsten Spielklasse in Niedersachsen im oberen Tabellendrittel positionieren. Platz 5 bis 6 war das angestrebte Ziel des Teams um Rechtsaußen Thomas Bergmann. Das Ergebnis sagt etwas anderes aus. Mit Platz 11 und 27:33-Punkten haben die Ewert-Schützlinge das Ziel klar verfehlt. In vielen Begegnungen konnte nicht das Potenzial abgerufen werden, das in der Mannschaft steckt und individuell bei den Spieler vorhanden ist.
Nach einem tollen Start mit 7:1-Punkten nach vier Partien kassierte der LSV drei doch recht deutliche Niederlagen in Folge. Besonders die hohe 26:35-Pleite bei HSG Schaumburg-Nord war doch recht bedenklich. Die Leistungen der Mannschaft schwankten in der Folgezeit sehr. Dabei spielten zwar zunehmend Verletzungen von Akteuren eine Rolle, aber Konstanz sieht anders aus. Dennoch rappelten sich die Lehrter und schafften mit 14:8-Punkten ein gutes Zwischenklassement nach elf Begegnungen.
Bis zum Ende der Hinrunde konnte der 6.Platz verteidigt werden. In der Rückrunde kamen Till Dreißigacker und seine Mitspieler selten zu einer Klasseform und rutschten in der Tabelle kontinuierlich ab. Sogar gegen die TSV Burgdorf III kassierten die LSVer nach einem 30:23-Erfolg im Hinspiel in der Rückrunde eine 24:26-Niederlage. Im Schlussdrittel der Serie gab es sogar Niederlagen gegen Abstiegskandidaten wie beim 22:26 beim MTV Soltau. In den letzten sechs Partien gab es fünf Niederlagen und so war letztlich der 11. Platz zum Saisonende keine Überraschung.
Am letzten Spieltag wurden mit Torwart Stefan Domizlaff, Patrick Kassner, Till Dreißigacker, Thomas Bergmann und Timo Seffer fünf Akteure verabschiedet. Als Neuzugänge stehen mit Timo Wegner und Johannes Narten zwei Spieler vom HV Barsinghausen fest. Auch Kevin Preissner (VfL Wittingen), Christopher Czens (TSV Anderten) und Joris Machate (TSV Burgdorf werden zum LSV wechseln. Der Kader wird sich zur neuen Saison also stark verändern. In der Saison 2017/2018 soll es wieder besser werden und wenn es noch den einen oder anderen guten Neuzugang mit Perspektive gibt, dann sollte sich der LSV wieder in die richtige Richtung, dem oberen Tabellendrittel der Oberliga entwickeln können.
Als Aufsteiger ist die dritte Vertretung der TSV Burgdorf mit dem Ziel angetreten, die Klasse zu halten und ihre jungen Spieler weiterentwickeln zu können. Das ist ihnen eindrucksvoll gelungen. Bereits nach 24 Spieltagen war der Klassenerhalt eigentlich gesichert und Trainer Stelmokas ließ bei seinen Spielern die Zügel etwas länger. Das Team musste in der Folgezeit einige Partien ohne die A-Junioren absolvieren und war nicht mehr so stabil.
Bei der TSV III muss aber die gesamte Saison betrachtet werden und von Beginn an positionierten sich Malte Schröter und seine Mitspieler im Mittelfeld der Tabelle. Nach neun Partien war ein ausgeglichenes Punktekonto von 9:9 erreicht und zum Ende der Hinrunde war Platz 10 erreicht. Die TSV hatte ein gutes Polster auf die Abstiegsplätze und den Abstand hielt die Mannschaft bis zum Saisonende. Nach dem Erfolg im Derby gegen den Lehrter SV hatten die Stelmokas-Schützlinge 23:23-Punkte und nach einem Remis am letzten Spieltag gegen den Absteiger HV Barsinghausen mit 28:32-Punkten den 10. Rang noch vor dem Lehrter SV sicher.
Für die neue Saison 2017/2018 wird sich das Team aufgrund der Rotation in den Herrenmannschaften der TSV sicherlich verändern und wieder durch A-Jugendliche aufgefüllt. Die jungen Talente sollen sich an die raue Luft im Herrenbereich gewöhnen und in ihrer Entwicklung weiterkommen. Wenn dann die Liga wieder gehalten wird, kann auch in der neuen Spielzeit das Ziel Nichtabstieg der TSV III erreicht werden.