Schlusslicht Lübbecke darf nicht unterschätzt werden

Recken-Spielmacher Morten Olsen kommt nach seinen Verletzungen langsam wieder in Schwung. (Foto: st)

Erfahrener TuS Nettelstedt-Lübbecke will in Hannover punkten

BURGDORF (st). Bisher kommt die TSV Hannover-Burgdorf in der DKB Handball-Bundesliga auf 9:5-Punkte in Heimspielen. Neben zwei Niederlagen wurden vier Erfolge und ein Unentschieden verbucht. Am Freitag, 4. Dezember, ab 19.45 Uhr steht erneut ein Heimspiel auf dem Programm. In der Swiss Life Hall erwarten die Recken das Schlusslicht der Tabelle, den TuS Nettelstedt-Lübbecke.
Nach den beiden Auswärtsspielen bei der SG Flensburg-Handewitt (21:37) und beim SC Magdeburg (28:30) freuen sich Kai Häfner und seine Mitspieler auf das Heimspiel vor der tollen hannoverschen Kulisse und auf ihre Fans, die sie sicher auch heute wieder vorbildlich unterstützen. Im Dezember hat die TSV nochmal ein volles Programm zu bewältigen und in eigener Halle sollen Siege den augenblicklichen Mittelfeldplatz in einen einstelligen Tabellenplatz verwandeln. Insgesamt sind die Recken bis zum Jahresende noch fünfmal aktiv und der Traum der TSV wären 8:2-Punkte. Die letzte Partie des Jahres wird am 27. Dezember gegen HBW Balingen-Weilstetten im zweiten „Zuhause“ der TSV, in der TUI-Arena, ausgetragen. Für die Begegnungen in der Swiss Life Hall, wie auch in der TUI-Arena, gibt es Karten im Vorverkauf beim MARKTSPIEGEL-Verlag und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Das Spiel am Freitag wird kein Selbstläufer, auch wenn Lübbecke in dieser Spielzeit noch nicht überzeugen konnte und folgerichtig auf einem Abstiegsplatz steht. Aber Vorsicht ist geboten, denn nach dem 33:33-Remis beim Aufsteiger TVB 1898 Stuttgart und damit 12 Spielen ohne Sieg sahen die Verantwortlichen des TuS N-Lübbecke den Kampf um den Klassenerhalt in der DKB Handball-Bundesliga in akuter Gefahr und sich damit zum Handeln gezwungen. Trainer Goran Suton gelang es nach Meinung des TuS nicht, die Mannschaft auf die erhoffte Erfolgsspur zu führen und musste deshalb seinen Trainerposten zur Verfügung stellen. Zlatko Feric und Co-Trainer Hans-Georg Borgmann haben seitdem die anstehenden Aufgaben mit dem Team übernommen.
Dass die laufende Serie nicht einfach werden wird, das war nach einem Umbruch im Sommer klar, aber bisher läuft es einfach nicht gut und das Team steht auf dem letzten Tabellenplatz. Die Abgänge von Jannik Gartmann, Frank Loke, Richard Wöss, Maximilian Schubert, Drago Vukovic, Ales Pajovic, Christian Dissinger und Malte Semisch wiegen schwer und konnten auch durch sechs Neuzugänge, darunter bekannte Namen wie Tim Suton, Jens Bechtloff oder Benjamin Herth, nicht ausgeglichen werden.
Dennoch wird sich die TSV über 60 Minuten von einer guten und eingespielten Seite zeigen müssen, um die Gäste bezwingen zu können. Die Abwehr hat sich im Laufe der Saison oft als guter Mannschaftsteil bewährt, aber der Gegner wird nichts unversucht lassen, um gegen die Torwarte Malte semisch und Martin Ziemer Treffer zu erzielen.
Besonders auf die Spielmacher Benjamin Herth und Tim Suton oder die Rückraumspieler Jens Schöngarth (der in Stuttgart elf Treffer erzielte) und Gabor Langhans, sowie die Außenspieler Bobby Schagen und Jens Bechtloff oder Kreisläufer Christian Klimek wird die TSV-Defensive achten müssen. Kommt der TuS erstmal ins Spiel und erkennt seine Chance in Hannover, dann wird die Mannschaft schwer aufzuhalten sein, denn sie will den Klassenerhalt schaffen und das Feld der Liga von hinten aufrollen.
Bei den Recken hoffen die Fans, nach seiner langen Verletzung, auf die Rückkehr von Lars Lehnhoff ins Team. Fraglich ist noch der Einsatz von Csaba Szücs, der sich in Magdeburg am Fuß verletzte.
Nur mit einer engagierten Vorstellung und den eigenen Fans im Rücken können Morten Olsen und seine Nebenleute nach den zwei Niederlagen gegen Klassemannschaften wieder in die Erfolgsspur zurückkehren und einen doppelten Punktgewinn erreichen. Das wäre dann die Grundlage für einen erfolgreichen Dezember, denn auch im Auswärtsspiel am 12. Dezember beim ThSV Eisenach sind die Burgdorfer keinesfalls chancenlos.