Schafft 96 in Ramlingen wieder ein halbes Dutzend Tore?

Am Freitag gastiert Hannover 96 im Ramlinger Waldstadion

RAMLINGEN (de). Nur noch zwei Tage lang müssen sich die Fußballfreunde gedulden. Am Freitag, 6. Juli, ist es wieder soweit. Nicht nur für den Landesligisten SV Ramlingen/Ehlershausen ist es trotz des PORTA-Cups das Spiel des Jahres. Bundesligist Hannover 96 ist nach einer einjährigen Pause von 19 Uhr an wieder in Ramlingen zu Gast.
Für die „Roten“ ist es der erste Auftritt in der Region, nachdem sie das Training bereits wieder am 26. Juni aufgenommen haben. Einen Tag später stieg der RSE ins Training ein, der am 1. Juli seine erste Trainingseinheit absolvierte. „Wir werden bis zum Spiel gegen die 96er dann noch dreimal trainieren, um halbwegs mit den Profis mithalten zu können“, kündigte bereits Ramlingens Trainer Kurt Becker an. „Wir werden uns nicht hinten reinstellen und mauern, sondern versuchen mitzuspielen. Wenn uns dann noch ein Tor gelingen sollte, wie vor zwei Jahren bei unserer 1:6- Niederlage, wäre es um so schöner.“
Für die Fußballfreunde ist das Spiel gegen Hannover 96 eine gute Gelegenheit, ihre Stars einmal aus der Nähe beobachten zu können. Bei dem hautnahen Kontakt, der sich auf dem Ramlinger Sportgelände ergibt, wird so mancher Fan auch in den Besitz eines Autogramms kommen. Da auch 96-Trainer Mirko Slomka Werbung in eigener Sache mit möglichst vielen Toren betreiben will, lohnt sich der Besuch allemal. Zumal noch Restkarten zum Preis von 14 Euro für Erwachsene und für 8 Euro für Rentner und Kinder an der Tageskasse erhältlich sind. Doch ist es angesichts einer Kapazität von maximal 2.600 Zuschauern ratsam, sich noch Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen zu sichern, da das Spiel mit Sicherheit wieder ausverkauft sein wird.
96 mit neuen Spielern
Besonders gespannt werden die Zuschauer natürlich auf das Debüt der Neuen sein. Nach den Erfolgen in den Spielen der Europa League war klar, dass die 96-Verantwortlichen in erster Linie weiterhin auf ihre erfolgreiche Mannschaft setzen werden. Zumal nahezu alle Spieler noch langfristige Verträge besaßen. So musste die Mannschaft nur punktuell verstärkt werden, was die 96er bisher auch mit erst drei Neuzugängen taten, zu denen auch noch der Rückkehrer Szabolcz Huzti von Zenit St. Petersburg hinzukommen könnte. In den Kader der 96-Profis wurden mit Sascha Schünemann, Nico Gießelmann und dem erst 17-jährigen Yannik Schulze auch drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs berufen.
Das war es dann auch mit den Neuverpflichtungen. Im Gegensatz zu den Vorjahren, wo die 96er das ein oder andere mal Neuverpflichtungen mit klangvollen Namen, wie zum Beispiel mit Jens Schlaudraff tätigten, nehmen sich die Namen der Neuen daher bescheiden aus, was den Bekanntheitsgrad betrifft. So sind die neuen wie Felipe von Standard Lüttich, Adrian Nikci (FC Zürich) und Hiroki Sakai (Japan) eher nur Insidern bekannt. Pech nur, dass Adrian Nikci sich am Sonnabend beim Testspiel in Göttingen eine Zerrung zuzog, die einen Einsatz unmöglich macht. Genau so wird mit Hiroki Sakai der zweite Neuzugang fehlen, der sich mit der japanischen Olympiaauswahl auf die Spiele in London vorbereitet. Die Nationalspieler Ron-Robert Zieler und Artur Sobiech sind nach der Europameisterschaft noch im Urlaub. Auch Steven Cherundolo wird erst am Freitag aus dem Urlaub zurückerwartet. Mame Diouf erholt sich nach seinem Syndesmosebandanriss noch im Senegal. Fraglich ist auch noch der Einsatz von Lars Stindl, der an Leistenbeschwerden laboriert. So werden vom aktuellen Kader voraussichtlich am Freitag sieben Spieler fehlen.