Rubrik "Glaubenssache" im MARKTSPIEGEL:

Pastor Dr. Tibor Attila Anca nimmt zurzeit die Elternzeitvertretung in der Kirchengemeinde Dollbergen/ Schwüblingsen und die Vakanzvertretung in der Kirchengemeinde St. Paulus Burgdorf (Gemeindehaus am Berliner-Ring) wahr. (Foto: Kirchenkreis Burgdorf)

Alle Jahre wieder . . .

Von Pastor Dr. Tibor Attila Anca

Alle Jahre wieder. Heiligabend steht vor unseren Türen. Die geschlossenen Türen der Adventskalender der Kinder werden immer weniger. Der Stress hält noch an, er wächst sogar im Eiltempo, je näher dieser Abend kommt.
Es gibt noch unerledigte Dinge, manche Geschenke wurden noch nicht besorgt. Man ahnt vielleicht jetzt schon, was (auch?) dieses Jahr unerledigt bleibt. Wie schon letztes Jahr und alle Jahre wieder.
Was ist mit der Freude inmitten aller Vorbereitungen? Haben wir dafür den Blick und die Zeit? Morgen ist der vierte Advent. Dieser Sonntag steht mit seinen biblischen Texten und seinen Liedern ganz im Zeichen der Freude. Sie alle erzählen davon, dass Gott diese Welt und uns nicht alleine lässt.
Das ist natürlich eine starke Zusammenfassung dieser Texte und Lieder, die morgen gelesen und gesungen werden. Dennoch haben sie alle etwas Gemeinsames: sie sind voller Hoffnung und voller Freude. Inmitten dieser Freude steht der Satz: denn uns wird ein Kind geboren!
Es ist schwer, diese Freude der biblischen Texte über den Gottessohn nachzuvollziehen. Gerade dann, wenn wir sehen, was wir Menschenkinder alle Jahre wieder anrichten: Krieg, Hungersnöte und Unheil. Das sind sehr starke Widersprüche. Aber darum geht es doch gerade: Dass Gott dem Kriegstreiben und der Ungerechtigkeit der Menschen widerspricht und die Welt durch seine Liebe verwandelt. Dafür ist er in unsere Welt gekommen.
Wo beginnt diese Verwandlung? Denken Sie mal über diesen Satz nach: denn uns wird ein Kind geboren!