RSE will in Bavenstedt letzte Chance nutzen

FC Lehrte ist in Wetschen zum Siegen verdammt

BURGDORFER LAND (kd). Ein volles Programm hatten die Landesligavereine über Ostern mit Nachholspielen zu absolvieren. Am Wochenende müssen der FC Lehrte beim TSV Wetschen und der SV Ramlingen/Ehlershausen beim SV Bavenstedt bereits am Sonnabend um 16 Uhr antreten. Heimrecht genießen am Sonntag um 15 Uhr der Heesseler SV gegen den FC Eldagsen und die TSV Burgdorf gegen den MTV Almstedt.

TSV Wetschen -
FC Lehrte

Es wurde nichts aus den erhoffen Festtagsspielen des FC Lehrte mit vier Spielen innerhalb von nur einer Woche mit einer zufriedenstellenden Punktausbeute. Nachdem die FCer am Sonntag vor einer Woche der SpVgg Bad Pyrmont mit 0:2 unterlagen, mussten sie bereits am Dienstag vergangener Woche erneut antreten und sich mit einem 1:1 (0:1) gegen den SV-BE Steimbke zufrieden geben, wobei Patrick Heldt in der 69.Minute mit einem Strafstoß die schnelle 1:0-Führung der Steimbker durch Christopher Marre aus der 15. Minute ausgleichen konnte.
Danach folgte am Ostersonnabend ein spektakulärer 3:0 (3:0)-Sieg über den favorisierten Tabellenfünften TSV Pattensen. Der Überraschungssieg durch die Tore von Tobias Schmitt (5. und 45.) sowie von Michael Fitzner (21.) stand bereits zur Pause fest. Am Ostermontag sollte mit einem Punktgewinn beim VfL Bückeburg der dritte Streich folgen, wonach es bis zur Pause nach einer 1:0-Führung der Lehrter durch das Tor von Pascal Bodmann (45.) auch noch aussah.
Doch wurde nichts daraus, obwohl die FC-Mannschaft bemüht war, ihrem Trainer zu seinem 50. Geburtstag ein entsprechendes Geschenk in Form eines Sieges zu überreichen. Dass es mit dem entsprechenden Geschenk nicht klappte, führte das Geburtstagskind auf den Kräfteverschleiß seiner Spieler zurück. „Vier Spiele innerhalb von acht Tagen sind für Amateurspieler einfach nicht zumutbar. Am Ende fehlte uns einfach die Kraft", sagte Willi Gramann.
Dabei war die Gelegenheit günstig zu punkten. „Doch hat uns der Hattrick von Tobias Versick mit seinen drei Toren in der 2. Halbzeit weh getan. Die Chance war jedoch vorhanden, auch ohne den kurzfristigen Ausfall von Mateusz Duraj (Oberschenkelprobleme) und Urlauber Patrick Heldt aus Bückeburg etwas Zählbares mitzunehmen“, betonte noch einmal der FC-Trainer, für dessen Mannschaft nun innerhalb von nur drei Tagen zwei entscheidende Spiele anstehen.
So muss der FC Lehrte am Sonnabend um 16 Uhr beim Tabellenletzten TSV Wetschen antreten, den mit nur zehn Punkten bereits 16 Punkte vom ersten Nichtabstiegsplatz trennen, den derzeit der FC Lehrte einnimmt. Mit einem Sieg könnten die Lehrter bereits den Abstieg des Diepholzer Kreisvereins womöglich besiegeln, der im Hinspiel ein überraschendes 1:1 erzielte. Am Dienstag empfangen die Lehrter in einem Nachholspiel den Tabellenvorletzten Koldinger SV.

SV Bavenstedt -
SV Ramlingen/E.

Trainer Kurt Becker vom SV Ramlingen/Ehlershausen versuchte nach dem enttäuschenden 0:0-Remis in einem Nachholspiel bei dem auf einem Abstiegsplatz stehenden MTV Almstedt erst gar nicht, um den heißen Brei herumzureden. „Wir haben durch das gleichzeitige 0:0-Unentschieden des TuS Sulingen in Pyrmont eine Riesengelegenheit verpasst, mit einem Sieg bis auf vier Punkte an den Tabellenführer heranzurücken. Nun sind wir am Sonnabend um 16 Uhr beim SV Bavenstedt noch mehr gefordert."
Im Gegensatz zum RSE nutzte der SV Bavenstedt den Patzer des Primus und konnte durch den 3:0-Sieg über den Heesseler SV mit jetzt 46 Punkten den Abstand bis zum Spitzenreiter bis auf vier Punkte verkürzen. Noch dazu gelang es dem Hildesheimer Vorortverein, den SV Ramlingen/Ehlershausen, der jetzt 44 Punkte aufweist, vom 2. Tabellenplatz zu verdrängen. „Wenn wir uns überhaupt noch eine Chance ausrechnen wollen, um oben mitzumischen, müssen wir am Sonnabend beim SV Bavenstedt gewinnen“, stellte auch unmissverständlich Ramlingens Trainer fest, der am Ostermontag zu den Beobachtern des Spiel der Bavenstedter gegen Heeßel zählte, die im Hinspiel in Ramlingen ein 2:2 erreichten.

Heesseler SV -
FC Eldagsen

Unter Zugzwang steht der Heesseler SV als Tabellenzehnter mit 28 Punkten am Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn FC Eldagsen, der 27 Punkte aufweist, nachdem die Heeßeler über Ostern in ihren beiden Nachholspielen bei der TSV Burgdorf (1:1) und am Ostermontag beim SV Bavenstedt (0:3) nur zu einem Punktgewinn kamen. „Das ist viel zu wenig“, erkannte auch HSV-Trainer Pascal Preuß, um sich selber die Frage zu stellen. „Doch was soll ich machen, nachdem mir jetzt auch noch die Spieler ausgehen?"
Nach dem leistungsgerechten 1:1 (0:1)-Unentschieden am Ostersonnabend in einem Nachholspiel bei der TSV Burgdorf, in dem Niklas Rohden in der 9. Minute für die 1:0- Führung sorgte, sah es zunächst hoffnungsvoll für die Heeßeler aus, nachdem auch Jannis Iwan nach langer Verletzungspause seine ersten Gehversuche erfolgreich überstand. Doch wurde spätestens am Ostermontag nach der 0:3-Niederlage beim SV Bavenstedt klar (Tore: Marcel Hartmann, Jan Laumann und Kevin Bodmann), dass die personelle Lage beim Heesseler SV langsam bedrohlich wird.
„Uns fielen jetzt in Bavenstedt bereits Jan-Henrik Matthes (Schambeinentzündung), Philipp Hellberg (Gehirnerschütterung) und Niklas Rohden (Zerrung) aus. Zu allem Überfluss hat sich jetzt auch noch Fabian Hellberg am Knöchel so schwer verletzt, dass ich Schlimmes befürchte", macht sich Heeßels Trainer berechtigte Sorgen, wie es für seine Mannschaft in den noch ausstehenden neun Spielen weiter gehen soll. „Wir gehen bereits jetzt auf dem Zahnfleisch.“
Zumal der Heesseler SV bei derzeit 28 Zählern noch um Punkte verlegen ist, um sich von der Gefahrenzone abzusetzen, die nur zehn Punkte entfernt ist. Da wäre ein Sieg gegen den Tabellennachbarn FC Eldagsen nicht nur ein probates Mittel, um sich mit einem Sieg vom Gegner aus Eldagsen abzusetzen, der nicht nur das Hinspiel mit 2:1 gewann, sondern der in Heeßel mit einem neuen Trainer antreten wird, nachdem Ende März Michael Wehmann von Heiko Thürnau kurzfristig abgelöst wurde.

TSV Burgdorf -
MTV Almstedt

Im Gegensatz zum Heesseler SV plagen die TSV Burgdorf keine personelle Sorgen. „Mir stehen ausreichend Spieler zur Verfügung, so dass ich sogar die Qual der Wahl habe, wen ich in den 18 Spieler umfassenden Kader berufen soll", gab TSV-Trainer Holger Kaiser zu, dem allerdings die Ergebnisse der beiden Derbyspiele nicht zusagten. Nachdem die TSV Burgdorf trotz zahlreicher Chancen mehr als unglücklich beim SV Ramlingen/Ehlershausen vor zehn Tagen mit 1:2 unterlag, reichte es am Ostersonnabend auch in einem Nachholspiel gegen den Heesseler SV nicht zum erhofften Sieg. 1:1 (0:1) lautete das Endergebnis in einem Spiel, das bei weitem nicht an die rassige Begegnung des Ramlinger Spiels heranragte.
„Das Ergebnis geht aber in Ordnung und entspricht dem Spielverlauf", fand Holger Kaiser, dessen Mannschaft durch einen Foulelfmeter von Nico Eccarius in der 64. Minute zum Ausgleich kam, dem ein Foulspiel von Fabian Hellberg an Eugen Klein vorausging. „Am Sonntag zählen im Heimspiel gegen den MTV Almstedt aber keine Ausreden. Das Spiel müssen wir gewinnen“, forderte unmissverständlich Burgdorfs Coach, der mit einer Wiederholung des Hinspielergebnisses zufrieden wäre, das seine Mannschaft mit 3:1 gewann.
Für die TSV Burgdorf, die mit 29 Punkten derzeit den 9. Tabellenplatz belegt, wäre ein Heimsieg die beste Gelegenheit, um nicht nur ihren gesicherten Mittelfeldrang zu festigen, sondern den Gegner als Tabellendreizehnten mit 18 Punkten mit einem Heimsieg weiterhin auf einem der vier Abstiegsplätze zu belassen. Doch sollten die TSVer spätestens nach dem torlosen Remis der Almstedter gegen den RSE gewarnt sein.