RSE wartet auf einen Ausrutscher des VfL Bückeburg

Am Sonntag ist der TSV Pattensen zu Gast in Ramlingen

RAMLINGEN (kd). Pudelwohl fühlt sich Kurt Becker als stiller Beobachter des Meisterschaftskampfes in der Fußball-Landesliga. „Vor drei Wochen wurde der RSE in einer Umfrage nicht von einem einzigen der befragten Landesligatrainer als möglicher Aufsteiger in die Oberliga genannt. Vor dem Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den TSV Pattensen besitzen wir als momentaner Tabellenzweiter mit drei Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter VfL Bückeburg bei gleicher Tordifferenz aber noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft“, stellte der Trainer des SV Ramlingen/Ehlerhausen mit einiger Genugtuung fest. Wohl wissend, dass es das Restprogramm für seine Mannschaft in sich hat. So warten nach dem Heimspiel am Sonntag gegen den TSV Pattensen noch die SpVgg Bad Pyrmont (A), SG Hameln 74 (H) und TuS Sulingen (A) als Gegner auf die Ramlinger.
„Alles verdammt schwere Gegner“, weiß Ramlingens Trainer. „Doch zählt für uns ohnehin nur eines. Wenn wir noch aufsteigen wollen, müssen wir unsere vier noch anstehenden Spiele allesamt gewinnen und dabei noch auf einen Ausrutscher vom Heesseler SV und des Spitzenreiters VfL Bückeburg hoffen.“ Doch ist sich Kurt Becker darüber im Klaren, dass es gegenüber dem knappen 1:0 (0:0)-Sieg beim TuS Garbsen durch den Treffer von Marc-Robin Becker (49.) bereits gegen den TSV Pattensen einer erheblicher Leistungssteigerung der gesamten Mannschaft bedarf, um „heil“ über die Runden zu kommen. „An der 0:3-Heimniederlage des TSV Pattensen gegen die TSV Burgdorf messe ich die Mannschaft meines Trainerkollegen Hans-Joachim Kock nicht, zumal es sich bei den Burgdorfern um den Angstgegner der Pattenser handeln soll“, konnte Kurt Becker in Erfahrung bringen, der sich lieber an den Fakten orientiert. So sind die Pattenser trotz der jüngsten Niederlagen beim STK Eilvese (1:5) und gegen die TSV Burgdorf (0:3) mit 21 Zählern noch immer die dritterfolgreichste Mannschaft der Rückrunde, die in elf Rückrundenspielen nur einen Punkt weniger als die Ramlinger holte.
Am Sonntag geht der RSE allerdings mit einem Riesenhandicap ins Spiel. So wird Torhüter Marcel Maluck nicht zur Verfügung stehen, der sich gegen TuS Garbsen einen Muskelfaserriss zugezogen hat. „Ich überlege, aufgrund seiner Erfahrung, Martin Kunka ins Tor zu stellen“, gab Ramlingens Coach zu, um noch einmal auf das Spiel seiner Mannschaft in Garbsen zu kommen. „Ich habe meiner Mannschaft bereits in der Pause nach dem torlosen Verlauf gesagt. Wartet ab und nutzt dann eure Chance. Genau das haben wir getan und sind dafür am Ende mit einem dreckigen Sieg belohnt worden, was mir lieber ist, als Komplimente vom Gegner nach einem verlorenen Spiel zu hören.“