RSE steht am Freitag in Wunstorf unter Zugzwang

Als Tabellenvorletzter haben Ramlinger erheblichen Nachholbedarf

RAMLINGEN (de). Offensichtlich haben die Spieler des SV Ramlingen/Ehlershausen den zu Silvester beliebten Fernsehsketch „Dinner for One“ so lieb gewonnen, dass sie sich auch in diesem Jahr an die Aussage von Butler James erinnerten, der Miss Sophie immer wieder die Frage stellt: „The same procedure as last year?“ Wie sonst ließe sich die Frage beantworten, weshalb der RSE in der Fußball-Landesliga nach fünf Spieltagen mit nur fünf Punkten als Vorletzter erneut einen der Abstiegsplätze belegt. Genau wie in der abgelaufenen Saison, wo die Ramlinger erst spät aufwachten und Dank einer erfolgreichen Rückrunde noch den 7. Tabellenplatz belegen konnten.
Zwar hat Trainer Kurt Becker Recht, als er nach der 0:3 (0:3)-Pleite bei Fortuna Sachsneroß Hannover sagte: „Die Landesliga ist in diesem Jahr so ausgeglichen wie noch nie. Bei einem Sieg wären wir Fünfter und nicht Vorletzter gewesen.“ Doch bleibt auch festzustellen, dass der Rückstand auf den Spitzenreiter OSV Hannover bereits sieben Punkte beträgt.
Die künftige Aufgabe, die auf die Mannschaft vom SV Ramlingen/Ehlershausen wartet, ist auch kein Selbstläufer. So muss der RSE bereits am Freitagabend (20 Uhr) beim 1. FC Wunstorf antreten, der mit neun Punkten Tabellenfünfter ist. Die Wunstorfer konnten am Sonnabend das schwere Auswärtsspiel beim amtierenden Vizemeister SV Bavenstedt mit 2:1 gewinnen. „Ich habe das Spiel gesehen und mir einen Eindruck von unserem künftigen Gegner gemacht“, sagte Kurt Becker, der sich von der Spielstärke der Wunstorfer beeindruckt zeigte.
„Am Freitag dürfen wir uns in Wunstorf aber nicht solche Schnitzer wie bei Fortuna erlauben“, weiß Ramlingens Trainer, dessen Elf an der Hebbelstraße durch Marc-Robin Becker, Cihan Kuru und Patrick Richter drei klare Chancen besaß, ehe Arnfried de Vries (10.) die erste Möglichkeit für die Fortunen Dank eines Fehlers von Cihan Kuru zur 1:0-Führung nutzen konnte. „Danach haben wir „vogelfrei“ gespielt, statt mit Augenmaß auf unsere Chancen zu lauern“, gestand Kurt Becker ein. Die Strafe folgte auf dem Fuße. Zwei weitere Tore durch Kirill Weber (20.) und ein zweifelhafter Foulelfmeter von Sergej Ginger (45.) bedeuteten nicht nur eine 3:0- Halbzeitführung, sondern bereits die Entscheidung, obwohl die Ramlinger die 2. Halbzeit überlegen gestalten konnten, ohne allerdings noch ein Tor zu erzielen.