RSE kann den Oberliga-Aufstieg aus eigener Kraft schaffen

Wenn der RSE am Sonntag beim TuS Sulingen auch das letzte Saisonspiel gewinnt, wird der Jubel keine Grenzen mehr kennen... (Foto: Kamm)

Mit einem Sieg beim TuS Sulingen ist der RSE aufgestiegen

RAMLINGEN (kd). Die Freude bei Trainer Kurt Becker und seinen Spielern vom SV Ramlingen/Ehlershausen nach dem schwer erkämpften 2:1 (2:1)-Sieg über den starken Aufsteiger SG Hameln 74 war riesengroß, da der RSE vor über 400 Zuschauern dadurch mit dem bis dato punktgleichen VfL Bückeburg auf Augenhöhe bleiben konnte, der eine halbe Stunde später den SC Uchte zu Gast hatte.
Die Entscheidung im Spiel gegen die Spielgemeinschaft aus Hameln war bereits zur Halbzeit gefallen. Die 1:0-Führung der Hausherren durch einen Kopfball von Önder Duyar glich bereits drei Minuten später Egcon Musliji (12.) mit einem von Christopher Weindl an Hamelns Marc-Robin Schumachers verursachten Foulelfmeter zum 1:1 aus, ehe Hüseyin Yüksel bereits in der 23. Minute mit einem Volleyschuss mit dem 2:1 für die erneute Führung der Ramlinger sorgte.
Daher bestand nach dem hart umkämpften 2:1-Sieg die einzige Sorge der Ramlinger darin, dass die Bückeburger gegen den Tabellenletzten SC Uchte nicht zu hoch gewinnen sollten, um den Ramlingern im anschließenden Saisonabschlussspiel am Sonntag beim TuS Sulingen noch die Chance einzuräumen, den vermeintlich punktgleichen Mitbewerber aus Bückeburg auch noch aufgrund des besseren Torverhältnisses abfangen zu können.
Doch es kam anders, als nahezu alle glaubten. Der SC Uchte, der noch vor vier Wochen am 26. April in Ramlingen ein Debakel erlebte, als er mit einer 1:14-Niederlage nach Hause geschickt wurde, wuchs in Bückeburg über sich hinaus und erreichte nach großem Kampf trotz eines 0:1-Rückstandes zu Halbzeit durch das Tor des Bückeburgers Tobias Versick (44.) noch ein 1:1 (1:0)-Unentschieden. Azad Agirman (65.) war der Uchter Torschütze zum 1:1-Ausgleich. Eine Punkteteilung, mit der vorher keiner gerechnet hatte und die nun den Aufstieg für den SV Ramlingen/Ehlershausen in die Oberliga bedeuten könnte, da die Mannschaft von Trainer Kurt Becker nun als Tabellenführer mit 62 Punkten über einen Vorsprung von zwei Zählern gegenüber dem VfL Bückeburg verfügt, der am Sonntag ebenfalls ein Auswärtsspiel bestreiten muss und beim Tabellendritten OSV Hannover antreten muss.
„Das Gute ist nun, dass wir am Sonntag mit einem Sieg beim Tabellenfünften TuS Sulingen den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen können und auf keine fremde Hilfe angewiesen sind", betonte noch einmal Ramlingens Coach, der wieder auf den Einsatz seines zuletzt wegen einer Zerrung pausierenden Sohnes Marc-Robin hofft. Möglicherweise reicht den Ramlingern bereits ein Unentschieden zum Titelgewinn, sofern der VfL Bückeburg beim OSV Hannover nicht höher als mit drei Toren Unterschied gewinnt. Gute Voraussetzungen also für den RSE, sich bereits mit der Oberliga anzufreunden. Immer vorausgesetzt, die Ramlinger bekommen kein Nervenflattern bei den Sulingern, die mit bisher 25 Punkten von möglichen 42 Zählern aus 14 Heimspielen nicht unbedingt zu den heimstärksten Mannschaften der Landesliga zählen.