RSE ist im Prestigeduell gegen TSV Burgdorf

Ein Beitrag von Klaus Depenau - Ramlinger müssen siegen, wollen sie oben dran bleiben

RAMLINGEN/BURGDORF (kd). Ein fußballerischer Leckerbissen wartet am Ostermontag, 6. April, auf die Fußballfans. In einem Nachholspiel der Fußball-Landesliga treffen von 15.00 Uhr an in Ramlingen der SV Ramlingen/Ehlershausen und die TSV Burgdorf aufeinander.
Zwar gehörten beide Mannschaften am vergangenen Wochenende nicht zur den Siegern, doch ändert dies nichts an der Brisanz dieses Prestigeduell. Zumal es zumindestens für den RSE um viel mehr als nur ums Prestige geht.
Da geht es zum einen nach dem überraschenden 1:1 (1:0)-Remis beim abstiegsgefährdeten HSC BW Tündern, wieder in die Erfolgsspur zu kommen.
Zum anderen haben die Ramlinger nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel durch die Tore von Nico Eccarius und Hassan Jaber noch eine Rechnung mit der TSV Burgdorf offen, bei denen am Freitagabend beim Spiel in Bückeburg Diego de Marco seine Premiere als Trainer bei der TSV Burgdorf feierte, nachdem (wie bereits in unserer Sonnabend-Ausgabe berichtet) der bisherige Coach Patrick Werner aus familiären Gründen seine Tätigkeit als Trainer vorzeitig beendet hatte.
Es hätte nicht viel gefehlt und dem neuen Coach wäre beim Tabellenführer mit einem Punktgewinn ein gelungener Einstand gelungen. "Dagegen hatte leider Schiedsrichter Maik Albrecht etwas", ärgerte sich nach dem Abpfiff Burgdorfs neuer Trainer. So verweigerte der Unparteiische beim Stande von 2:1 für den VFL Bückeburg den TSVer in der Nachspielzeit einen klaren Handelfmeter, als Nils Rinne der Ball im Strafraum an die Hand sprang.
"Doch leider ließ der Schiedsrichter weiterspielen", ärgerte sich Diego de Marco, dessen Mannschaft leider die 1. Halbzeit verschlief. So konnten die Bückeburger bereits in der 7. Minute nach einer Ecke durch einen Kopfball von Tobias Versick mit 1:0 in Führung gehen.
"Richtig geschlafen hat meine Mannschaft in der 40. Minute, als ein Ball durch Freund und Feind hindurch den freistehenden Alexander Bremer erreichte, der keine Mühe hatte, das 2:0 zu erzielen", ärgerte sich Burgdorfs Coach, dessen Mannschaft in der 2. Halbzeit die klar tonangebende Mannschaft beim Tabellenführer war. Doch hatte der Spitzenreiter das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite und ließ nur noch den Anschlusstreffer durch Tobias Redemann mit einem Sonntagsschuss in der 65. Minute zum 1:2 (0:2)-Endstand aus Sicht der TSV Burgdorf zu.
"Aufgrund der 2. Halbzeit bin ich zuversichtlich, dass wir auch am Ostermontag beim SV Ramlingen/Ehlershausen bestehen können", gibt sich der 44-jährige Coach zuversichtlich, der bereits kräftig an der neuen Mannschaft für die neue Saison bastelt. Mit Torben Koschinsky (SV Ramlingen/Ehlershausen II), Johannes Kaminsky (Koldinger SV) und den drei Heeßeler A-Junioren Timo Kuhlgatz, Julian Rapp und Yannick Wiese stehen bereits fünf Neuzugänge fest.
Dagegen stehen mit Fabian Hoheisel, der mit dem TSV Pattensen in Verbindung gebracht wird, Alexander Homann (FC Lehrte), Danijel Majstorovic (?) und Emilio Ortega (SV Ramlingen/Ehlershausen) auch bereits vier Abgänge fest.
"Emilio wird bei uns nicht nur als Spieler tätig sein, sondern auch als Kotrainer von Jörg Jacob unsere B-Junioren trainieren", ließ Ramlingens Trainer Kurt Becker bereits wissen. Der RSE-Coach ließ nach dem enttäuschend 1:1 (1:0)-Remis beim HSC BW Tündern erst gar keine Zweifel aufkommen, dass für seine Mannschaft am Montag nur ein Sieg zählt.
"Wir sind durch den Punktverlust in Tündern gegenüber unseren Rivalen um die Meisterschaft wie dem Vfl Bückeburg und dem Heeßeler SV leider ins Hintertreffen geraten. Deshalb sind wir zum Siegen verdammt", sagte Kurt Becker, der das Fehlen von gleich fünf Stammspielern wie Björn Gassmann, Timo Gieseking, Patrick Ehlert, Marc-Robin Becker und Sufjan Ankour als einer der Gründe für den Punktverlust ausmachte.
Die überraschende 1:0 Führung des Tabellenvierzehnten aus Tündern glich Hans-Martin Schneider in der 75. Minute zum 1:1 für die Ramlinger aus, die
ein deutliches Chancenplus, wie einem Lattentreffer durch Aron Gebreslasie (66.) zu verzeichnen hatte. "Vom Ergebnis her bin ich enttäuscht. Allerdings mussten wir das fünfte Spiel innerhalb von 14 Tagen absolvieren. Uns das ohne fünf Stammspieler", rief der RSE-Coach noch einmal in Erinnerung.