Recken wollen Überraschungsteam bezwingen

Ein Mann mit besonderen Fähigkeiten. Sowohl in der Defensive wie auch in der Offensive ist Mait Patrail für die TSV Hannover-Burgdorf ein wichtiger Spieler. (Foto: st)

Heimspiel gegen HSG Wetzlar mit Hoffnung auf zwei Punkte

BURGDORF (st). Mit vereinten Kräften und der Unterstützung einer gut gefüllten Swiss Life Hall will die TSV Hannover-Burgdorf am Sonnabend, 19. Dezember, ab 19 Uhr, einen Erfolg gegen die Überraschungsmannschaft der HSG Wetzlar schaffen. Nur eine wirklich starke Leistung und über 60 Minuten voller Einsatz wird dieses Vorhaben ermöglichen, denn die HSG hat nicht nur individuell hochklassige Akteure im Kader, bietet geschlossene Mannschaftsleistungen, sondern hat mit Kai Wandschneider auch einen Trainer, der sich immer wieder eine gute Taktik einfallen lässt und seine Spieler auf den Punkt motivieren kann.
Die Entwicklung, die der Recken-Gegner in dieser Saison durchmacht ist aber schon bemerkenswert. Vor der Serie beendete der kroatische Ex-Welthandballer Ivano Balic seine Karriere, der mazedonische Linksaußen Dejan Manaskov wechselte zu Vardar Skopje und den norwegische Halbrechte Kent Robin Tönnesen zog es zu den Füchsen Berlin. Damit verlor die HSG gleich drei Leistungsträger der vergangenen Jahre.
Aber mit dem Joao Ferraz (RR) von FC Porto, Jannik Kohlbacher (KM) von TV Großwallstadt, Nikolai Weber (TW) und Filip Mirkulovski (RM) von den RECKEN kamen auch starke Akteure in den Kader. Obwohl das Saisonziel nur frühzeitiger Klassenerhalt hieß, ging die Mannschaft ihren Weg und verbuchte, nach anfänglich 2:4-Punkten überraschende Ergebnisse. So konnte die SG Flensburg-Handewitt mit 24:21-Toren bezwungen werden und SC Magdeburg zog in Wetzlar mit 23:27 den Kürzeren. Auch auswärts sicherte sich das Wandschneider-Team viele Punktgewinne wie beim 29:28-Erfolg bei Frisch Auf Göppingen. Der jetzt erreichte 6. Platz mit 22:12-Punkten ist aller Ehren wert und zeigt, dass die HSG in dieser Serie noch an Qualität zugenommen hat
Spieler, wie Torwart Andreas Wolff oder Linksaußen Maximilian Holst und Rückraumspieler Steffen Fäth, der in eine Führungsrolle hineingewachsen ist, zeigen ihre Qualitäten und Holst und Fäth erzielen wichtige Tore am Fließband.
Kohlbacher und Ferraz sind für entscheidende Treffer gut und auch der Ex-Recke Filip Mirkulowski wächst in seine Rolle als Spielmacher hinein. Insgesamt besticht die HSG aber durch einen sehr ausgeglichenen Kader, der nur schwer auszurechnen ist.
Für die TSV ist das Spiel gegen Wetzlar die erste Rückrundenbegegnung und die Mannschaft um Kai Häfner möchte sich mit einer guten Leistung für die letzten Partien des Jahres bei der MT Melsungen und im Weihnachtsspiel in der TUI-Arena gegen HBW Balingen-Weilstetten empfehlen. Gegen die HSG wird aber nur eine Topleistung zu einem Punktgewinn führen. Sowohl die Rückraumspieler wie auch die Außen und der starke Kohlbacher müssen in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt und am Torwurf gehindert werden.
Gelingt es, von Beginn an treffsicher zu agieren und die Angriffe bis zu einer guten Chance auszuspielen, dann könnten sich die Recken mit zwei Pluspunkten belohnen und damit den bisher erreichten Tabellenplatz sichern oder noch verbessern. Mit Rechtsaußen Torge Johannsen, der voraussichtlich erst im Februar 2016 wieder ins Teamtraining einsteigt und Spielmacher Csaba Szücs, der auch in diesem Jahr wegen einer Fußverletzung nicht mehr auflaufen kann, werden die TSVer zwei Spieler ersetzen müssen. Hinter dem Einsatz von Morten Olsen steht noch ein Fragezeichen, da er sich beim 36:24-Kantersieg beim ThSV Eisenach am Rücken verletzte.
Die HSG wird wohl mit der Startformation mit Torwart Andreas Wolff, Linksaußen Maximilian Holst, im Rückraum mit Steffen Fäth, Vladan Lipovina und Joao Ferraz sowie Rechtaußen Guillaume Joli und Kreisläufer Jannik Kohlbacher beginnen.