„Recken“ wollen sich mit einem Heimsieg verabschieden

Im Heimspiel gegen den Bergischen HC ging Michael Hegemann mit dem TSVer Jan Fiete Buschmann bei seinem Würgegriff nicht gerade zimperlich um. (Foto: st)

Gegen Gummersbach sollen zwei Punkte eingespielt werden

BURGDORF (st). Im letzten Heimspiel der Saison trifft die TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag, 18.Mai, ab 17.15 Uhr in der DKB Handball-Bundesliga auf den Traditionsclub VfL Gummersbach und will sich mit einem Sieg von ihren treuen Fans in der Swiss Life Hall verabschieden. In einer Woche wird die erste Europapokalsaison der Recken mit der Partie beim MT Melsungen beendet sein und damit geht eine geschichtsträchtige aber auch sehr anstrengende und von viel Verletzungspech geprägte Serie zu Ende. Der VfL könnte für die Spieler um Coach Christopher Nordmeyer noch mal ein echter Aufbaugegner sein, denn ein Sieg würde für das letzte Saisonspiel noch mal ein paar Kräfte freisetzen.
Zunächst muss aber alle Kraft in das Heimspiel gelegt werden, denn der VfL wird nicht so einfach zu bezwingen sein. Die von Emir Kurtagic trainierten Gäste stehen zwar in der Tabelle unter der TSV, werden aber nicht ohne Gegenwehr in Hannover auftreten. Mit dem erfahrenen Nationaltorwart Carsten Lichtlein an der Spitze darf Gummersbach nicht unterschätzt werden, denn der VfL macht in diesem Jahr einen Umbruch durch und konnte sich bisher erfolgreich gegen einen vielleicht zu Saisonstart drohenden Abstieg erwehren.
Mit dem 12. Platz hat das Team den Klassenerhalt bereits sicher und will in den beiden verbliebenen Saisonspielen noch ein wenig Werbung in eigener Sache machen. Mit ihren beiden Haupttorschützen Raul Santos auf Linksaußen und aus dem linken Rückraum, Barna Putics stehen Kurtagic zwei sehr torgefährliche Spieler zur Verfügung, die von der TSV-Abwehr gut bewacht werden müssen. Auch Rechtsaußen Florian von Gruchalla sollte genauso wenig ohne Beachtung bleiben, wie Andreas Schröder aus dem Rückraum und Spielmacher Christoph Schindler.
Star des Teams ist aber zweifellos Nationalkeeper Carsten Lichtlein, der mit seinen Paraden immer wieder für die notwendige Unterstützung seiner Vorderleute sorgt. Lichtlein ist zudem einer der besten 7m-Killer. In der laufenden Serie hat er bereits mehr als 20 Strafwürfe gehalten und steht auch im vorderen Drittel der Statistik bei den Torhüter-Paraden mit über 300 gehaltenen Bällen.
Im Hinspiel konnten sich die Recken in einem torarmen Begegnung mit 25:21-Toren durchsetzen. Die Defensive der Hannoveraner stand sicher, obwohl die Offensive nicht treffsicher war. Geht es nach Trainer Christopher Nordmeyer dann sollen am Sonntag, wie in der vergangenen Woche beim bemerkenswerten 25:25-Remis beim HSV Hamburg, beide Varianten gefestigt auftreten. Die Chancenverwertung war in dieser Spielzeit zwar bisher weit hinter den Erwartungen, auch die Ausbeute bei den 7m-Würfen unterdurchschnittlich, aber gegen den VfL soll dieser Eindruck, wie auch in Hamburg, verbessert werden.
Gelingt den Spielern um Keeper Nicolai Weber eine weitere Leistungssteigerung gegenüber den letzten Partien und können aus einer gesicherten Abwehr wieder erfolgversprechende Gegenstöße gelaufen werden, dann ist ein doppelter Punktgewinn wahrscheinlich. Immerhin ist die Chance, den bisher erreichten 8. Platz, auch in der Endabrechnung zu belegen noch gegeben und den wollen die Recken unbedingt erreichen.