Recken wollen hohe Hürde in Magdeburg meistern

Mit Kai Häfner hat die TSV Hannover-Burgdorf einen immens torgefährlichen Rückraumwerfer, der mit seinen überraschenden Würfen für wichtige Treffer sorgen kann. (Foto: st)

Nach drei Heimspielen sind die Recken wieder auswärts am Ball

BURGDORF (st). Es ist immer wieder eine Reise, die zwar einen doppelten Punktgewinn verspricht, aber selten zwei Punkte auf der Heimreise im Bus mitgebracht werden können. Gemeint ist die Partie der TSV Hannover-Burgdorf in der DKB Handball-Bundesliga beim SC Magdeburg. Auch am heutigen Mittwoch, 16.November, müssten die Recken schon eine Topleistung abliefern, damit etwas Zählbares mitgebracht werden kann. Aufgrund der Nähe der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt werden die TSVer von zahlreichen Anhängern unterstützt und hoffen diesmal auf einen Erfolg.
Der SCM ist sehr traditionell aufgestellt und hat viel Erfahrung im Handballoberhaus. Allerdings ist die Erwartung der Fans auf Erfolge riesengroß und daran muss sich die Mannschaft um den jungen Trainer und ehemaligen SCM-Spieler Bennet Wiegand messen. Die Erfolgsliste der Magdeburger ist lang und wird vom DHB-Pokalsieg in diesem Jahr überstrahlt. Der Saisonstart mit 3:7-Punkten war allerdings nicht nach dem Geschmack der SCM-Anhänger. Mittlerweile hat sich die Mannschaft aber stabilisiert und ist in der Tabelle in die unmittelbare Nähe der TSV geklettert.
Mit den beiden Schweden Daniel Pettersson (Rechtsaußen) und Christian O’Sullivan und dem Dänen Mads Christiansen (Rückraumspieler) haben sich die Magdeburger gezielt verstärkt und Akteure wie die Torwarte Dario Quenstedt und Jannick Green, sowie Michael Damgaard, Finn Lemke, Fabian van Olphen, Robert Weber, Yves Grafenhorst oder Jacob Bagersted zeugen von starker Offensivqualität. Wenn das Magdeburger Spiel erstmal in Schwung kommt, dann kann das Team jede Mannschaft aus der GETEC-Arena werfen. Das bekam auch der THW Kiel spüren, der im DHB-Pokal-Achtelfinale in Magdeburg nur glücklich mit 22:21-Toren gewann.
In Magdeburg gab es für die TSV Hannover-Burgdorf bisher noch keinen Punktgewinn. In sieben Spielen, verließen die TSV siebenmal die Halle als Verlierer. In der Saison 2011/2012 wurde sie sogar mit 26:41-Toren auf die Rückreise geschickt. Das knappste Ergebnis gab es in der vergangenen Serie, als die Spieler um ihren Coach Jens Bürkle mit 28:30-Toren verloren. Dort und an der insgesamt besseren Gesamtbilanz von neun Niederlagen zwei Unentschieden und drei Siegen sollten sich Lars Lehnhoff und seine Mitspieler zum Gegenschlag orientieren.
Sie fahren heute nicht nach Magdeburg, um schon wieder beide Punkte abzugeben. Mit einer stabilen Abwehrleistung und ein wenig Wut im Bauch wollen Ziemer und Co die Magdeburger Festung stürmen. Das gelingt aber nur, wenn im Angriff, wie beim 30:25-Sieg zuletzt gegen HC Erlangen eine solide Leistung gelingt. Die Außenspieler müssen ihre Chancen sicher einnetzen und aus dem Rückraum sollte Gefahr ausstrahlen, damit die SCM-Defensive ins Schwanken gerät.
Nach drei Heimspielen in Folge sind die Recken mal wieder auswärts gefordert und wollen den Kampf annehmen. Sie fahren als Außenseiter nach Sachsen-Anhalt und wollen als Gewinner die Rückreise antreten, um weiter auf dem 6.Tabellenplatz zu bleiben.