Recken wollen die Füchse aus Hannover vertreiben

Hoffentlich können die Recken auf Runar Karason setzen, der am Sonnabend beim VfL Gummersbach angeschlagen das Feld verlassen musste. (Foto: st)

Vorletztes Heimspiel gegen Berlin vor stattlicher Kulisse

BURGDORF (st). Am heutigen Mittwoch, 11. Mai, ab 19 Uhr wird es in der DKB Handball-Bundesliga für die TSV Hannover-Burgdorf noch ein Spiel mit richtungsweisenden Charakter geben. Im Heimspiel in der Swiss Life Hall gegen die Füchse Berlin kann sich die Mannschaft um ihren jungen Trainer Jens Bürkle eine gute Ausgangsposition für die letzten Begegnungen in der Saison 2015/2016 verschaffen und vielleicht noch eine kleine Chance auf den sechsten Tabellenplatz erarbeiten.
Gegen das Klasseteam aus der Hauptstadt ist dazu eine optimale Leistung notwendig, aber die Spieler um Keeper Martin Ziemer haben in eigener Halle in dieser Saison schon einige Überraschungen in die Tat umgesetzt und so ist auch gegen die Füchse ein Sieg möglich. Die Recken werden heute auch wieder von einer stattlichen Kulisse unterstützt, die hannoversche Halle ist fast ausverkauft und so könnte eine Überraschung in der Luft liegen und die TSV sich in der Tabelle verbessern.
Die Berliner sind erster Anwärter auf den 5. Platz und damit auf den Rang, der die Qualifikation für den Europapokal sichert. Den Platz wollen sie nicht verspielen und deshalb in Hannover einen doppelten Punktgewinn verbuchen. Die Realisation dieses Zieles wird ihnen aber nicht einfach gemacht. Zwar konnte Hannover-Burgdorf gegen Silvio Heinevetter und Co in den letzten sechs Bundesligajahren noch keinen Heimsieg verbuchen, aber in Berlin schafften sie bereits zwei knappe Erfolge und zuletzt Mitte Oktober 2015 ein 28:28-Unentschieden. Insgesamt haben die Füchse mit 10 Siegen und nur zwei Niederlagen bei einem Remis aber die bessere Bilanz auf ihrer Seite und auch die sechs Heimniederlagen sprechen nicht für die TSV.
Diese Serie wollen Timo Kastening und seine Mitspieler aber heute unbedingt durchbrechen und sich kämpferisch und spielerisch stark präsentieren. Wenn sie gut vorbereitet ins Match gehen und die Fehlerquote minimieren, ist sicherlich viel möglich. Dazu muss aber der starke Füchse-Angriff gut abgeschirmt werden. Die Gäste haben mit Petar Nenadic, Drago Vukovic, dem Europameister Fabian Wiede, Kent Robin Tönnesen und dem jungen Paul Drux einen durchschlagkräftigen Rückraum im Kader und auch die Kreisläufer Jesper Nielsen und Bartlomiej Jaszka sind immer gefährlich. Mit dem Einkauf von Hans Lindberg aus der Konkursmasse des HSV Hamburg verstärkten sie sich auch auf den Außenpositionen zusätzlich nochmal Anfang des Jahres. Zudem ist das Torwartgespann Heinevetter und Petr Stochl ein wichtiger Faktor, um wenig Gegentreffer zu kassieren.
Die Recken werden sich zwar die starken Berliner Spieler genau anschauen, aber mehr auf ihre Leistung achten. Bei den überraschenden Punkteteilungen gegen den THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt, sowie dem deutlichen 37:27-Erfolg gegen ThSV Eisenach haben sie gezeigt, wie sie in heimischer Halle auftreten können, auch wenn die vermeidbare 30:31-Niederlage beim VfL Gummersbach am vergangenen Sonnabend noch im Kopf steckt. Gelingt gegen die Hauptstädter ein konzentrierter Auftritt, dann kann die Serie mit Heimniederlagen gegen die Füchse auch durchbrochen werden.