Recken wollen das Jahr mit einem Lächeln abschließen

Im Spiel gegen die Füchse Berlin musste die TSV Hannover-Burgdorf in der TUI-Arena im Oktober trotz kraftvollem Einsatz von Fabian Böhm die erste Niederlage in der Multifunktionsarena hinnehmen. (Foto: st)

Letztes Spiel des Jahres gegen FrischAuf! Göppingen traditionell in der TUI-Arena

BURGDORF (st). Es ist das schon traditionelle Weihnachtsspiel der TSV Hannover-Burgdorf, es ist gleichzeitig die letzte Begegnung im Jahr 2016 und die letzte Partie vor einer gut sechswöchigen Pause. Gemeint ist das DKB Handball-Bundesligaspiel der Recken gegen FrischAuf! Göppingen am Dienstag, 27. Dezember, ab 19 Uhr, in der TUI-Arena in Hannover. Die Spieler um ihren Trainer Jens Bürkle wollen unbedingt ein letztes Erfolgserlebnis in diesem Jahr, um mit einem Lächeln in die WM-Pause gehen zu können und sich Selbstvertrauen für die Aufgaben im nächsten Jahr zu holen.
Nach den Spielen gegen die Füchse Berlin und den VfL Gummersbach weicht die TSV in dieser Saison bereits das dritte Mal in die Multifunktionsarena aus. Und es wird nicht die letzte Partie in dieser Saison in der TUI-Arena sein. Auch gegen den THW Kiel und Ostern gegen den SC Magdeburg ist die Arena das zweite Wohnzimmer der Recken. Besonders zu den Weihnachtsspielen ist die zweite Heimspielhalle der TSV immer besonders gut besucht und oft an die 10000 Besucher haben bisher gute Handballkost erlebt. Ob die Halle auch am Dienstag ausverkauft sein wird, ist noch nicht ganz sicher, voraussichtlich wird es an der Abendkasse noch Tickets für das spannende Spiel geben.
Bis zur Partie gegen Berlin waren die Recken in der TUI-Arena ungeschlagen, dann mussten sie gegen die Topmannschaft eine knappe 29:30-Niederlage einstecken. Ein weiterer Punktverlust gegen Göppingen soll aber verhindert werden und dazu brauchen Fabian Böhm und seine Mitspieler neben den eigenen Fans und einer guten Stimmung auch eine konzentrierte Leistung. Die letzten Wochen mit den vielen Spielen im Dezember, dem kräftezehrenden DHB-Pokal-Viertelfinale in Leipzig und der fortschreitenden Saison haben viel Kraft gekostet. Jetzt gilt es die letzten Reserven zu mobilisieren. Im Januar kann dann bei den meisten TSVern, außer den Nationalspielern, die an der Weltmeisterschaft in Frankreich teilnehmen, eine Erholungspause eingelegt werden, ehe dann die Vorbereitung auf den zweiten Abschnitt der Saison beginnt.
Der Gast aus Göppingen muss aber erstmal bezwungen werden und wird sich mit aller Macht wehren. Die Recken haben in dieser Saison bereits zweimal gegen den amtierenden EHF-Cupsieger gespielt. Der Auftakt in die Saison fiel mit einem 34:23-Auswärtserfolg in der EWS-Arena in Göppingen deutlich aus. Auch im Achtelfinale des DHB-Pokals konnte sich die TSV Hannover-Burgdorf, diesmal in der Swiss Life Hall, klar mit 30:20-Toren durchsetzen und in das Viertelfinale einziehen. Beide Spiele dürfen aber nicht der Maßstab für die nächste Begegnung sein. Die Göppinger spielen bisher eine unterdurchschnittliche Serie und wollen in der Rückrunde, die mit diesem Spiel startet, nochmal richtig Gas geben.
Die Qualität und den Kader dazu haben sie allemal. Trainer Magnus Andersson kann auf bewährte Kräfte wie die Rückraumspieler Zarko Sesum, Lars Kaufmann, Andrian Pfahl oder Jens Schöngarth setzen. Als Kreisläufer steht Manuel Späth seinen Mann und die Außen Marcel Schiller und Anton Halén sind jederzeit gefährlich und für Treffer gut.
Beim Pokalspiel Ende Oktober hielt der Gast lange mit und musste sich erst nach einem 14:12-Halbzeit- und 19:17-Zwischenstand in der Endphase der Partie geschlagen geben. Eine leichte Partie wird es deshalb auf keinen Fall. Trainer Bürkle wird seine Spieler warnen, den Gegner ernst zu nehmen. Nach den deutlichen Siegen wird das schwierig sein, aber Torge Johannsen und Co sind Profi genug, um zu wissen, wie solche Situationen zu meistern sind. Nur wenn alle Kraftreserven ausgepackt werden, das TSV-Team von Beginn an zeigt, das auch die dritte Begegnung gegen Göppingen siegreich abgeschlossen werden kann, die Defensive jederzeit aufmerksam und aggressiv ist, können Keeper Martin Ziemer und seine Mitspieler mit einem Lächeln und unter dem Jubel der hannoverschen Fans den Hallenboden als Sieger verlassen.