Recken treffen zum zweiten Mal im Februar auf HSV Hamburg

Weltmeisterschaftsteilnehmer Tamás Mocsai auf dem Weg zum erfolgreichen Torwurf. (Foto: Holger Staab)

TSV Hannover-Burgdorf reist am Mittwoch wieder nach Hamburg

BURGDORF (hs). Die TSV Hannover-Burgdorf reist im Monat Februar bereits zum zweiten Mal in die Hansestadt Hamburg. Diesmal aber nicht zu einer Partie im Pokalwettbewerb, sondern zum Punktspiel der DKB Handball-Bundesliga. Und diesmal nicht in die Sporthalle Hamburg, auch bekannt unter der Alsterdorfer Sporthalle, sondern am Mittwoch, 27. Februar, in die O²-World. Ab 20.15 Uhr erwarten die Recken wohl knapp 10000 Zuschauer, die ihre Mannschaft, den HSV Hamburg, frenetisch anfeuern werden. Es wird sich zeigen, wie weit die TSVer bereits sind und ob sie auch auswärts gegen die Weltklassemannschaft eine Chance hat, einen Punktgewinn zu schaffen.
Im Pokalspiel am 4. Februar leistete die Mannschaft um Christopher Nordmeyer dem HSV erbitterten Widerstand, musste erst in der 2. Hälfte die Übermacht der Hamburger anerkennen und verpasste beim 31:33-Endergebnis, wieder einmal unglücklich den Einzug in das Final-Four des DHB-Pokals.
Die Hamburger haben eine Klassemannschaft, auch wenn es in der Hinrunde nicht immer optimal lief und auch jetzt der HSV noch hinter den Recken nur auf dem sechsten Tabellenplatz steht. Trainer Martin Schwalb hat ein Team aus vielen Weltklassespielern. Schon allein die Namen Dan Beutler als Torwart, Pascal Hens, Domagoj Duvnjak, Marcin Lijewski, Hans Lindberg oder Kreisläufer Igor Vori sprechen für sich. Von dem vorhandenen Kader fordern die Hamburger Fans aber, in der Spitze der Liga mitzumischen.
Das Ziel vor der Saison war, besser als in der vergangenen Spielzeit dazustehen. Schwalb: „Wir wollen das Bestmögliche rausholen. Mitspielen ist kein Ziel.“ Das wird schwierig, denn augenblicklich steht der 6. Platz und das ist für die Qualifikation zur Champions-League zu wenig. Dieses Minimalziel soll unbedingt noch geschafft werden und deshalb stehen die Hansestädter unter Druck.
Das der deutsche Meister von 2011 zu einer Top-Leistung findet, wollen und können Jan-Fiete Buschmann und seine Mitspieler unterbinden. Sie werden am Mittwoch mit viel Kampfkraft und Mut ins Spiel gehen. In eigener Halle trauten die begeisterten hannoverschen Zuschauer ihren Augen nicht, denn die TSV hielt gegen den HSV lange mit und versteckte sich nicht. Erst im Schlussspurt hatten die Hamburger den stärkeren Kader und auch das glückliche Händchen, sowie im Pokalspiel auch. Beim 22:22-Zwischenstand in der 42. Spielminute war die TSV noch auf Kurs Punktgewinn und auch in der 55. Minute (26:28) durchaus mit Chancen im Spiel. Letztlich verloren die Recken aber doch mit 26:30-Toren und beugten sich dem HSV mit einem starken Keeper Dan Beutler und den besten Torschützen Hans Lindberg (9 Treffer), Frederik Petersen (6) und Domagoj Duvnjak (6).
Ob die in der Spielpause der WM im Januar einstudierten taktischen Varianten am Mittwoch zum Zuge kommen können und die Burgdorfer eine Chance haben, bleibt abzuwarten. In jedem Fall wird Trainer Nordmeyer alles daransetzen, um in Hamburg erfolgreich zu sein. Seine Truppe machte bisher auch nach der tollen Hinrunde eine noch nicht so gute Figur, schaffte am letzten Spieltag einen 33:29-Arbeitssieg und will weiter im Vorderfeld der Liga bleiben.
Entscheidend wird sein, mit welcher Formation die Burgdorfer auflaufen können und wie sie ins Spiel kommen. Das Pokalspiel und auch die Begegnung der Hinrunde haben gezeigt, dass die Recken näher an die Spitzenclubs herangerückt sind und auch Teams, wie Hamburg gefährlich werden können. Dazu gehört aber nicht nur 100prozentige Leistungsstärke, sondern auch ein wenig Glück. Das Glück lässt sich nicht beeinflussen, die Leistung schon und daran arbeiten die Nordmeyer-Schützlinge akribisch.
Gelingt ihnen eine gute Chancenverwertung, die vermeidet das der Hamburger Außenspieler Hans Lindberg zu schnellen Kontern kommt, eine stabile Abwehrleistung und wenig technische Fehler, dann ist es möglich, dass der Favorit ins Straucheln gerät. Aber auch eine knappe Niederlage könnten Joakim Hykkerud und Co für die nächsten Spiele gegen den MT Melsungen am 2. März und beim TV Großwallstadt am 17. März Mut machen.