Recken sind gegen Coburg klarer Favorit

Mit Dominik Kalafut hat die TSV Hannover-Burgdorf einen starken Kreisläufer, der sich als Nachwuchsspieler immer besser entwickelt. (Foto: st)

Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf will Leistung krönen

BURGDORF (st). Mit Volldampf will die TSV Hannover-Burgdorf in die nächsten Spiele der DKB Handball-Bundesliga gehen. Die Mannschaft von Trainer Jens Bürkle musste sich immer wieder neu finden und Rückschläge durch Verletzungen oder schwache Leistungen verkraften. Vier Erfolge übergreifend in den Wettbewerben und eine starke Leistung beim THW Kiel seit Mitte Oktober machen aber Hoffnung. Der grandiose Auftritt mit dem 37:22-Sieg zuletzt beim SC Magdeburg lässt die Recken-Fans aber von mehr träumen. Jetzt kommt am Sonntag, 27.November, der Aufsteiger HSC 2000 Coburg und da soll ein weiterer doppelter Punktgewinn gesichert werden.
Es ging bisher in der Eliteliga Auf und Ab bei den Recken, bittere Niederlagen in Stuttgart oder in Balingen wechselten sich mit guten Leistungen ab. Da war die Situation mit den Langzeitverletzten Csaba Szücs und Sven-Sören Christophersen keine Entschuldigung. Das Team hat genug Potenzial für einen einstelligen Tabellenplatz und der soll in den nächsten Partien auch verteidigt werden. Bürkle konnte sein Team gezielt auf die nächste Aufgabe gegen Coburg vorbereiten, denn das letzte Spiel in Magdeburg war am 16. November. Ein Erfolg soll deshalb in jedem Fall gelingen.
Dazu müssen Kapitän Torge Johannsen und seine Mitspieler aber hellwach sein und den HSC von Beginn an in die Defensive drängen. Der Neuling in der Liga kommt nicht nach Hannover, um beide Punkte zu verschenken. Die Coburger haben sich vor der Saison gezielt verstärkt und mit Tom Wetzel von Bundesligaabsteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke, Sebastian Weber von HSG Wetzlar, sowie Nico Büdel und Stefan Lex von TSG Ludwigshafen-Friesenheim vier Spieler ins Team geholt. Beste Torschützen der Gäste sind Rückraumspieler Romas Kirveliavicius und Rechtsaußen Florian Billek. Der Österreicher Kirveliavicius hat mit seiner Körpergröße von zwei Metern und seinen 115 kg viel Durchschlagskraft und sollte von der Recken-Defensive eng markiert werden. Mit einer starken Quote von 84% ist zudem Steffen Coßbau ein verlässlicher Siebenmeterschütze.
Trainer ist der junge Jan Gorr, der Coburg erstmals in die Bundesliga geführt hat und von seinen Spielern den Teamgedanken lebt: „Unser Spiel ist ausgelegt auf ein Zusammenspiel. Deswegen ist es natürlich wichtig, dass man Spieler findet, die das weiter begleiten, die mithelfen, dies weiter zu entwickeln“, meint er zu seinen Neuzugängen und der Entwicklung des HSC.
Das gemeinsame Auftreten hat die Mannschaft schon bei den Erfolgen gegen HBW Balingen-Weilstetten (24:19) und zum Saisonstart bei der MT Melsungen (25:20) ausgezeichnet. Darüber hinaus konnten allerdings keine weiteren Punktgewinne erarbeitet werden. Die Coburger stehen auf dem letzten Tabellenplatz, was aber die TSV nicht beeinflussen sollte. Die Gäste dürfen keinesfalls unterschätzt werden. MT Melsungen unterschätzte den HSC zum Serienauftakt und bekam prompt eine Niederlage verpasst. Da Recken-Coach Jens Bürkle seine Spieler vor einer Überraschung warnen wird, werden sich Kai Häfner und seine Mitspieler hoffentlich auf ihre zuletzt ansprechenden Leistungen stützen. Einsatzwillen über 60 Minuten und eine sichere Chancenverwertung können der TSV einen doppelten Punktgewinn bescheren – nicht mehr und nicht weniger.
Das nächste Spiel am 3.Dezember bei den Rhein-Neckar Löwen wird sicherlich unbequemer und für die Reise nach Mannheim sollte sich die Mannschaft der Burgdorfer dazu Rückenwind in Form eines Erfolges sichern.