Recken planen Punktspielsieg und Einzug in das Final4

Mit Runar Karason hoffen alle Burgdorfer auf das Erreichen des Final4 in Hamburg und einen Sieg im Heimspiel gegen Melsungen. (Foto: st)

Für TSV Hannover-Burgdorf steht eine wichtige Woche auf dem Plan

BURGDORF (st). Innerhalb von nur vier Tagen kann sich für die TSV Hannover-Burgdorf entscheiden, ob die Saison 2016/2017 ein Erfolg wird, oder ob die Recken sowohl im DHB-Pokal, wie auch in der DKB Handball-Bundesliga nur im geschlagenen Mittelfeld verharren. Den Partien gegen MT Melsungen in der Swiss Life Hall und dem Viertelfinale bei SC DHfK Leipzig könnte eine erneute Handballbegeisterung in Hannover und Umgebung folgen. Die Mannschaft um Trainer Jens Bürkle will sich nachhaltig in Erinnerung bringen und mit zwei Erfolgen weiter für Euphorie in der Handballszene sorgen.
Am Sonnabend, 10.Dezember, ab 19 Uhr wird zunächst das Pflichtspiel gegen MT Melsungen angepfiffen. Die Partie könnte nach den zuletzt gezeigten Leistungen ein wichtiger Schritt in Richtung oberes Tabellendrittel sein. Sogar der fünfte Tabellenplatz, der die Chance auf die Teilnahme an dem europäischen Wettbewerb offen hält, ist machbar. Die Möglichkeit wollen sich die Recken um Kreisläufer Erik Schmidt nicht nehmen lassen.
Aber das Heimspiel ist noch nicht gewonnen, denn mit Melsungen kommt ein Team nach Hannover, das zwar in der Startphase der Serie schwache Vorstellungen anbot, aber in den vergangenen Wochen teilweise zu alter Stärke zurückgefunden hat. Die Gäste starteten mit 2:8-Punkten in die Spielzeit und hatten sich das ganz anders vorgestellt. Nach der starken Saison 2015/2016 mit dem 4.Platz und der Teilnahmeberechtigung am Europapokal sollte auch in der laufenden Serie der Angriff auf die vorderen Tabellenplätze gelingen.
Aber schon die beiden ersten Spiele gegen die Aufsteiger HSC 2000 Coburg (20:25) und den HC Erlangen (25:29) ließen die Hessen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren. In der Folgezeit zeigte sich das Team um Michael Roth verbessert, konnte aber nicht immer überzeugen. Bei der 25:29-Niederlage bei HBW Balingen-Weilstetten zeigte sich wieder, dass die Mannschaft um Spielmacher Nenad Vuckovic anfällig gegen kampfbereite Gegner ist.
Dabei hatte sich Melsungen vor der Saison durch Gabor Langhans vom TuS Nettelstedt-Lübbecke, Arjan Haenen von TBV Lemgo und zuletzt Dener Jaanimaa vom THW Kiel doch gezielt verstärkt und der Stamm des erfolgreichen Kaders war gehalten worden.
Die Gäste der Recken waren wieder auf dem Weg in die oberen Tabellenregionen, mussten dann aber wieder Rückschläge verkraften. Die TSV muss dennoch alles geben, um einen weiteren Heimsieg in ihrer Festung Swiss Life Hall erreichen zu können. Nur eine im Angriff und in der Abwehr überdurchschnittliche Leistung kann zu einem Erfolg führen. Wenn die Zuschauer in Hannover ihr Team wieder so unterstützen, wie in den letzten Partien, dann ist ein doppelter Punktgewinn durchaus realisierbar.
Einen Pokalsieg wollen Lars Lehnhoff und seine Mitspieler dann vier Tage später schaffen und der könnte eine historische Bedeutung haben. Am Dienstag, 13.Dezember, kämpfen die Recken ab 19 Uhr bei der SC DHfK Leipzig um den Einzug in das Final4 in Hamburg. Bevor das Halbfinale des DHB-Pokals erstmals in der Vereinsgeschichte erreicht werden kann, steht aber eine schwere Aufgabe bevor, denn in der Arena Leipzig wird die Luft angespannt sein. Beide Mannschaften brennen darauf, das „Alles oder Nichts“-Spiel für sich zu entscheiden und wollen mit aller Macht nach Hamburg.
Voraussichtlich 200 Fans werden die TSV begleiten und für Stimmung in Leipzig sorgen, aber auf dem Platz werden Trainer Jens Bürkle und seine Spieler ein Feuerwerk zünden müssen. Im dritten Saisonspiel konnten Mait Patrail und seine Mitspieler in Sachsen bereits mit 25:23-Toren gewinnen, aber die Mannschaft um den in Hannover gut bekannten und hoch gehandelten Kandidaten auf den Nationaltrainerposten, Christian Prokop hat viel Potenzial und steht nicht ohne Grund auf einem vorderen Platz der DKB Handball-Bundesliga. Gelingt es der TSV die starken Rückraumspieler des SC um Andreas Rojewski auszuschalten und die reaktionsschnellen Keeper Milos Putera und Jens Vortmann zu überwinden, dann könnte der Traum vom Final4 in dieser Saison Wirklichkeit werden.