Recken gegen die Füchse in der Außenseiterrolle

Im Heimspiel gegen die HSG Wetzlar konnten Fabian Böhm und Kreisläufer Erik Schmidt einen wichtigen Sieg sicherstellen. (Foto: st)

Heimspiel gegen Füchse Berlin wird in der TUI-Arena ausgetragen

BURGDORF (st). Erstmals in dieser Saison weicht die TSV Hannover-Burgdorf in die größere TUI-Arena aus. Am Montag, 3. Oktober, ab 15 Uhr gastieren die Füchse Berlin in Hannover und die Recken hoffen wieder auf eine große Anzahl von eigenen Fans, die die Mannschaft gegen den Favoriten unterstützen und zu einem Erfolg pushen sollen. Eine schwierige Aufgabe, denn die Berliner haben in dieser Serie hohe Ambitionen und wollen in die Reihe der Topteams der DKB Handball-Bundesliga vorstoßen.
Nach den beiden Heimspielen gegen die SG Flensburg-Handewitt (20:35) und HSG Wetzlar (26:23) wagt die TSV Hannover-Burgdorf bereits Anfang Oktober den Weg von der 4100 Besucher fassenden Swiss Life Hall in die knapp 10.000 Zuschauer fassende Multifunktionsarena. In dieser Saison sollen fünf Spiele in der TUI-Arena stattfinden und gegen die Füchse Berlin ist das erste Topspiel. Bisher gab es in den Begegnungen in der TUI-Arena noch keine Niederlage. Ein gutes Omen für die Partie am Montag.
Ob aber ein Sieg oder zumindest ein Punktgewinn gelingen kann, das wird wohl die Tagesform entscheiden. Die Berliner haben sich vor der Spielzeit mit Rückraumspieler Steffen Fäth von der HSG Wetzlar und Kreisläufer Kresimir Kozina von der SG Flensburg-Handewitt gezielt verstärkt. Dazu setzen die Füchse mit Fynn Ole Fritz und Mark Ferjan die Integration mit Spielern aus der eigenen Jugend fort. Mit Willy Weihrauch, Angelo Grunz, Moritz Schade, Jesper Nielsen, Faruk Vrazalic, Colja Löffler und Denis Spoljaric verließen sieben Akteure die Hauptstädter.
Den Umbruch im Kader hat die Mannschaft von Trainer Erlingur Richardsson, der seit 2015 auf der Bank der Berliner sitzt, gut überstanden und ist bestens in die Saison gestartet. Gleich beim 27:22-Auswärtssieg bei der HSG Wetzlar bestätigten die Füchse ihren 5.Platz aus der vergangenen Saison. Das Saisonziel „Internationalität“ lässt zudem den Schluss zu, dass die Verantwortlichen und die Spieler sich viel vorgenommen haben. Die Füchse wollen ein ernstes Wörtchen im oberen Tabellenbild mitsprechen.
Neben den mittlerweile etablierten jungen Spieler Fabian Wiede und Paul Drux, sowie Drago Vuckovic und Steffen Fäth gibt es mit Spielmacher Petar Nenadic einen Angreifer, der unter besonderer Beobachtung der Recken-Defensive stehen sollte. Nenadic erzielte in der vergangenen Serie 229 Treffer und avancierte damit zum besten Torschützen der Spielzeit 2015/2016. Auswärts waren die Füchse Berlin in der letzten Serie mit 18:14-Punkten fünftbeste Mannschaft, das soll jetzt wieder so sein. Bei der TSV mussten sie allerdings mit 22:25-Toren eine Niederlage quittieren.
Ob das am Tag der deutschen Einheit auch so passieren kann, bleibt abzuwarten und wird vermutlich die bessere Tagesform entscheiden. Die Recken müssen auf die verletzten Spieler Sven-Sören Christophersen, Lars Lehnhoff und Csaba Szücs verzichten. Das ist eine erhebliche Schwächung. In eigener Halle und mit einer ansonsten hochmotivierten Mannschaft, ist aber mit dem unterstützenden Heimpublikum alles möglich. Olympiasieger Morten Olsen und seine Mitspieler wollen weiter im oberen Mittelfeld mitspielen und da wäre ein vielleicht etwas überraschender Sieg gegen die Berliner ein gutes Zeichen zum richtigen Zeitpunkt.