Recken droht 10. Niederlage in Folge

Nationalspieler Erik Schmidt hat es schwer, einen Block für Morten Olsen zu stellen. (Foto: st)

TSV Hannover-Burgdorf ist heute wieder nur Außenseiter

BURGDORF (st). Wie kann die TSV Hannover-Burgdorf in der DKB Handball-Bundesliga wieder in die Erfolgsspur kommen? Das Fragen sich nicht nur Trainer Jens Bürkle und seine Spieler sondern auch viele Fans der Recken. In diesem Jahr gab es noch keinen Punkt auf der Habenseite und am heutigen Mittwoch, 26. April, folgt das nächste Auswärtsspiel. Youngster Timo Kastening und seine Mitspieler treten bei den Füchsen Berlin an und sind alles andere als Favorit.
In Berlin hingen die Trauben schon immer sehr hoch und ein Erfolg bei den starken Hauptstädtern scheint eher unwahrscheinlich. Dennoch will die TSV heute eine starke Leistung zeigen und endlich wieder einen Befreiungsschlag landen. Dabei hatte die Saison bis zum letzten Spiel des vergangenen Jahres gegen Frisch!Auf Göppingen einen wirklich erfreulichen Verlauf genommen. Mit Platz 5 konnten die Recken sogar einen Europapokalplatz anstreben. Die bittere Niederlagenserie ließ die Mannschaft aber bis auf den 10. Platz abrutschen und aus diesem Sog in die Tiefe müssen sich Martin Ziemer und Co jetzt selbst befreien. An einen bedrohten Klassenerhalt denkt niemand, denn dazu ist der erste Abstiegsplatz noch weit entfernt, aber das ist nicht die Anforderung. Die TSV möchte sich unter den zehn besten Teams der Liga etablieren und das nachhaltig. Dieses Ziel ist aber in Gefahr und deshalb will sich das Bürkle-Team heute verbessert präsentieren.
Das Spiel ab 19 Uhr in der Max-Schmeling-Halle in Berlin-Prenzlauer Berg wird vielleicht die Wende und die TSV kann wieder nach vorn schauen. Noch sind nach der Partie beim bisher stark spielenden Berliner Verein sechs Begegnungen zu absolvieren, in denen zwölf Punkte zu vergeben sind. Ein einstelliger Tabellenplatz ist allemal noch möglich.
Der Blick heute ist aber auf die Füchse fokussiert. Im Hinspiel musste sich die TSV nur knapp mit 29:30-Toren geschlagen geben. Eine unglückliche Niederlage in der TUI-Arena, denn Joakim Hykkerud und Co lagen in der 52. Spielminute noch mit 26:25-Treffern vorn. Die Recken boten dem starken Konkurrenten einen erbitterten Fight, der letztlich aber durch Tore von Christoph Reißky und Petar Nenadic in den Schlussminuten zugunsten der Berliner entschieden wurde.
Nenadic ist wohl einer der Akteure, die für die TSV-Defensive heute in das Blickfeld rücken muss. Der Rückraumspieler erzielte in Hannover zehn Tore und ist einer der besten Werfer des Gastgebers. Mattias Zachrisson, Steffen Fäth, Jungstar Paul Drux, Bjarki Elisson und Hans Lindberg sind noch weitere Klassespieler in den Reihen um Trainer Elingur Richardsson. Mit Silvio Heinevetter und Petr Stochl haben sie zudem reaktionsschnelle Keeper, die mit ihren Paraden die Burgdorfer Angreifer zur Verzweiflung bringen können.
Die TSV will sich nicht einschüchtern lassen und der kaum gefährdete 4.Platz der Füchse darf nicht beeindrucken. Das Bürkle-Team will zu seinem Spiel finden, die vergangenen Partien hinter sich lassen und schnellstmöglich wieder zu einer guten Form gelangen. Da ist es egal, gegen welchen Gegner es geht. Die eigene Leistung soll ohne Schwächephase im Spiel über 60 Minuten stimmen. Gelingt das, dann können Mait Patrail und seine Kollegen jeden Gegner der Bundesliga bezwingen, sowohl auswärts, als auch in Heimspielen.