Ramlinger sind auf „Ernstfall“ vorbereitet

Nach langer Abwesenheit steht Abwehrspieler Joe Yankson dem RSE in der Rückrunde wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Foto: Klaus Depenau (Foto: Klaus Depenau)

RSE hält sich mit Rudern und Spinning fit

RAMLINGEN (mj). Sechs Begegnungen sind für den 22. Spieltag in der Fußball-Oberliga West am Wochenende vorgesehen. Doch ist davon auszugehen, dass zumindest einige Partien aufgrund der Witterungs- und Platzverhältnisse ausfallen werden. Zu den Mannschaften, die am Sonntag ein Punktspiel bestreiten sollen, gehört auch der SV Ramlingen/Ehlershausen. Von 14 Uhr an soll der RSE bei Eintracht Nordhorn antreten.
Jener Mannschaft, die als Tabellenfünfter zu den heimstärksten Mannschaften gehört. So gewann die Elf von Trainer Shefqet Lajci sechs ihrer sieben Heimpartien. Noch gut in Erinnerung dürfte der Ramlinger Mannschaft das Hinspiel sein, wo die Elf aus der Grafschaft Nordhorn in einer denkwürdigen Begegnung als 6:4-Sieger den Platz in Ramlingen verließ.
„Ich bin gespannt, ob das Spiel am Sonntag in Nordhorn angeht“, sagte Kurt Becker. „Ich persönlich glaube nicht so recht daran“, verriet Ramlingens Trainer und dachte dabei an die Absage vom vergangenen Sonnabend, wo der SC Langenhagen in Nordhorn antreten sollten. „Allerdings haben wir uns die Absage nicht leicht gemacht. Wir wollten unbedingt spielen“, ließ Nordhorns Manager Guido Buscher wissen, der guter Dinge ist, dass am Sonntag in Nordhorn gespielt werden kann, sofern kein Tauwetter einsetzt, was nach den Wetterprognosen für das kommende Wochenende auch nicht zu erwarten ist.
„Letztlich ist auch egal, was auf uns zukommt. Wir sind für den Ernstfall gewappnet“, behauptet Kurt Becker. Allerdings beschränkten sich die Übungseinheiten in letzter Zeit vornehmlich auf geschlossene Räumlichkeiten. Konnten die Ramlinger Spieler seit ihrer Trainingsaufnahme nach der Winterpause am 4. Januar noch einige Übungseinheiten im Freien absolvieren, so zog es die RSE-Kicker in letzter Zeit mehr ins Warme. Nicht, weil ihnen die Kälte zu schaffen machte, sondern weil die vereisten Trainingsflächen einfach keinen geordneten Trainingsbetrieb zuließen.
So lernten die Ramlinger Spieler neben dem Soccer Park in Hambühren auch ausgiebig die „Fitnesswelt Burgwedel“ kennen, wo sich die Spieler neben dem schweißtreibenden Einheiten im Spinning nun auch im Rudern versuchen. Und das 45 Minuten lang. „Ich hoffe nur, dass meine Spieler dabei nicht das Fußballspielen verlernen“, meinte mit einem Schmunzeln Ramlingens Trainer, dem alle Spieler zur Verfügung stehen.
Zum Aufgebot wird nach langer, familiär bedingter Pause auch Joe Yankson zählen, der erst acht der insgesamt 15 Spiele für die Ramlinger nach seinem Wechsel vom Regionalligaabsteiger BV Cloppenburg bestritt. Unterdessen zeichnet sich beim RSE zum Saisonende ein zweiter Wechsel nach Sergej Ginger (TSV Burgdorf) ab. So ist der Bezirksligist TSV Krähenwinkel/Kaltenweide nach Aussage seines Trainers Bernd Krajewski an Abwehrspieler Kevin Winter (31) interessiert, der zuletzt nicht mehr über ein Reservistendasein bei den Ramlingern hinauskam. Da nach Aussage des KK-Coaches auch Kevin Winter an dem Wechsel interessiert ist, dürfte der Transfer nur noch Formsache sein, zumal der zweifache Familienvater in Zukunft beruflich sehr angespannt ist und in unmittelbarer Nähe seines möglichen neuen Vereins wohnt.