Ramlingens Aufstiegshoffnungen sind beendet

RSE zieht gegen den HSC mit 3:5 den Kürzeren

RAMLINGEN (kd). Es bleibt dabei. Immer wenn es darauf ankommt, kann der SV Ramlingen/Ehlershausen dem Druck nicht standhalten. So auch am Sonntag im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga, als es der Tabellenzweite aus Ramlingen mit dem Spitzenreiter HSC Hannover zu tun hatte. Doch anstatt mit einem Heimsieg vor 250 Zuschauern den Punkteabstand zum Primus von der hannoverschen Constantinstraße zu verkürzen, der 57 Punkte aufweist, unterlagen die Ramlinger in einer torreichen und jederzeit spannenden Begegnung mit 3:5 (2:1)-Toren, so dass sie nun mit 48 Punkten nicht nur auf den 4. Tabellenplatz zurückfielen, sondern auch ihre Aufstiegsambitionen in die Oberliga um ein weiteres Jahr verschieben müssen.
Kein Wunder, dass Trainer Kurt Becker nach der Niederlage sehr enttäuscht war. „Unser mangelhaftes Defensivverhalten hat uns wieder einmal um einen möglichen Sieg gebracht. Wir führen zweimal und öffnen trotz des Vorteils ohne Not die Räume, die der Gegner gerne annimmt und sie auch mit Gegentoren bestraft“, ärgerte sich Ramlingens Trainer, dem nach dem Heimdebakel nur ein schwacher Trost blieb. „Die Zuschauer haben ein jederzeit spannendes Spiel mit insgesamt acht Toren gesehen. Leider falsch verteilt.", ärgerte sich Kurt Becker über die Chronologie der Torfolge, die die Spannung verrät: 1:0 Patrick Richter (4.), 1:1 Carin Husohl (8.), 2:1 Aron Gebreslasie (41.), 2:2 Mitchell Jordan (49.), 2:3 Mitchell Jordan (53.), 3:3 Patrick Richter (58.), 3:4 Ertan Ametovski (70.) und 3:5 Foulelfmeter Ertan Ametovski (87.).
„Wer so viele Fehler macht, wie sie uns unterlaufen sind, darf sich nicht über eine Niederlage wundern", gestand dann auch Ramlingens Trainer ein, dem sehr wohl bewusst ist, dass der Aufstiegszug nun ohne seine Mannschaft abgefahren ist, die am Sonntag beim STK Eilvese antreten muss.
Das Hinspiel konnten die Ramlinger noch mit 2:0 gewinnen, doch hat es der Tabellenvierte am Sonntag mit einer ganz anderen Eilveser Mannschaft zu tun, als es noch in der Hinrunde der Fall war, wo die Eilveser mit nur drei Punkten abgeschlagen das Schlusslicht bildeten. Doch hat sich das Blatt in der Rückrunde gewandelt, in der der STK Eilvese mit 18 Punkten aus neun Spielen zu den erfolgreichsten Mannschaften der Rückserie gehört. Der SV Ramlingen/Ehlershausen brachte es in seinen bisherigen zehn Rückrundenspielen nur auf 13 Zähler, was genügend über die momentane Stärke der Mannschaft von Eilveses Spielertrainer Thassilo Jürgens besagt, die mit Tobias Alker (19 Treffer) nicht nur über den besten Torschützen der Landesliga verfügt, sondern auch mit Allesandro Busse (8 Treffer) und Rückkehrer Hussein Saade (6 Treffer) noch über zwei weitere Torjäger, auf die der RSE aufpassen muss, um nicht als Verlierer den Platz zu verlassen.