Pascal Preuß übernimmt in Heeßel

Philippe Harms wird beim RSE neuer Kotrainer

BURGDORF/HEESSEL/RAMLINGEN (kd). Nahezu mit allen Mannschaften setzt die Fußball-Landesliga am Wochenende die Punktspielserie mit Nachholspielen fort. Lediglich vier von 16 Vereinen, darunter der FC Lehrte, können noch eine Woche lang die Winterpause genießen.

MTV Almstedt -
SV Ramlingen/E.

Seine gute Ausgangsposition als Tabellendritter mit 28 Punkten möchte der SV Ramlingen/Ehlershausen am Sonnabend von 14 Uhr an mit einem Sieg beim abstiegsgefährdeten MTV Almstedt festigen, den als Tabellenzwölften mit 17 Zählern nur ein Punkt von einem der Abstiegsplätze trennt. „Wir haben es mit einem kampfkräftigen Gegner zu tun, der mit Standards für große Gefahr sorgen kann, wie wir zu unserem Leidwesen im Hinspiel beim 2:2 gesehen haben“, sagte Trainer Kurt Becker, der in Almstedt neben Patrik Ehlert (beruflich in Südafrika) und Nico Solakis (Kreuzbandriss) auch auf Marvin Omelan aufgrund seiner 5. gelben Karte verzichten muss.
Der RSE bestätigte jetzt auf Anfrage des MARKTSPIEGEL eine wichtige Personalentscheidung. So wird in der kommenden Saison Philippe Harms von Peter Hayduk den Posten als Kotrainer beim RSE übernehmen. Der heute 35-jährige Spieler des MTV Ilten ging einst aus der Jugend des MTV Rethmar hervor, bevor er über die Stationen Arminia Hannover, SSG Halvestorf und des damaligen Oberligisten SC Langenhagen zu einem der torgefährlichsten Spieler in den höchsten Spielklassen wurde.
Da bei dem gelernten Physiotherapeuten schon immer der Gedanke verankert war, die Trainerlaufbahn einzuschlagen, nahm Philippe Harms anschließend das Angebot seines Heimatvereins MTV Rethmar ohne großes Zögern an und stieg freiwillig von der Oberliga in die 2. Kreisklasse ab, um mit dem Traditionsverein gleich drei Aufstiege in Folge bis hin zur Kreisliga zu schaffen. Vor einem Jahr beendete „Pippo" Harms aus freiwilligen Stücken seine Trainertätigkeit beim MTV Rethmar und übte beim MTV Ilten unter seinem Trajnerkollegen und Freund Florian Schierholz neben seiner Tätigkeit als Spieler auch noch das Amt als Physiotherapeut aus.
„Bei uns in Ramlingen wird sich Philippe Harms, der im Besitz der B-Lizenz ist, ganz auf die Aufgabe als Kotrainer konzentrieren“, ließ Kurt Becker wissen, der mit Peter „Feile“ Hayduk einen langjährigen Weggefährten verliert, der seit 2006 mit einer anderthalbjährigen Unterbrechung in Ramlingen als Assistenzcoach Kurt Becker unterstützte. Zuvor war Peter Hayduk als Cheftrainer beim ASC Nienburg, Hannover 96 Amateure sowie als Assistenzcoach unter Jürgen Rynio und Ulli Stein beim damaligen Regionalligisten TuS Celle FC tätig, bevor er nun mit bald 64 Jahren angesichts seiner bevorstehenden Pensionierung in seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Lehrer auch seine Tätigkeit als A-Lizenztrainer zum Saisonende für immer beendet.

SV Bavenstedt -
Heesseler SV

Die Nachricht, die Hendrik Großöhmichen als noch amtierender Trainer des Heesseler SV zu Hause erreichte, trug wenig zur Genesung des erkrankten Coaches bei, dem eine schwere Grippe zu schaffen macht. „Ein Testpiel gegen den Klassengefährten TSV Burgdorf mit 9:1 zu gewinnen, wie es am Wochenende dem SV Bavenstedt gelang, löst beim Gegner zwangsläufig Respekt ein“, gab Heeßels Coach zu, der angesichts seiner Krankheit alles daran setzen will, am Sonnabend ab 15 Uhr seine Mannschaft letztmalig beim SV Bavenstedt zu betreuen, bevor es Hendrik Großöhmichen beruflich nach Herzogenaurach verschlägt.
„Danach wird Pascal Preuß die Mannschaft übernehmen“, bestätigte noch einmal der scheidende Trainer, dessen Mannschaft das Hinspiel mit 3:0 gegen den derzeitigen Tabellenzweiten aus Bavenstedt für sich entscheiden konnte. „Uns fallen zwar einige Spieler wie Alexandar Gellert, der demnächst bei uns Kotrainer wird, und Hendrik Franke aus, doch wird der Kader groß genug sein, zumal nun auch Niklas Rohden nach seiner langen Verletzungspause wieder ins Spielgeschehen eingreifen kann“, freut sich Hendrik Großöhmichen, der sich zu seinem Abschied über ein Erfolgserlebnis mit einem Punktgewinn freuen würde.

TSV Burgdorf -
TuS Sulingen

Hohen Besuch hat die TSV Burgdorf am Sonntag ab 14 Uhr mit dem TuS Sulingen zu Gast, der als souverän führender Tabellenführer mit 37 Punkten anreist. Im Hinspiel überraschten die TSVer noch mit einem 0:0-Remis beim Primus. „Doch standen wir schon damals in Sulingen gewaltig unter Druck“, konnte Trainer Holger Kaiser in Erfahrung bringen, der am vergangenen Sonnabend noch einmal die Gelegenheit nutzte, um den Tabellenführer beim Testspiel gegen den Oberligisten TB Uphusen unter die Lupe zu nehmen, das der TuS Sulingen mit 1:0 gewann.
„Als ich dann das Ergebnis mit der 1:9-Klatsche gegen den SV Bavenstedt von meinem Kotrainer Halil Özden erfuhr, da war ich mehr als geschockt", gab Holger Kaiser zu, der sich unter diesem Umständen womöglich die weite Fahrt nach Sulingen erspart hätte, wenn er nur ansatzweise geahnt hätte, was in Engelbostel auf dem Kunstrasenplatz passieren würde. „Es hat bei uns nichts gepasst, die Bavenstedter waren drei Klassen besser“, musste Halil Özden seinem Chefcoach eingestehen.
„Ich kann nur hoffen, dass meine Mannschaft sich am Sonntag daran erinnert, dass wir auf einem Abstiegsplatz stehen und daher von der ersten bis zur letzten Minute den Kampf annehmen müssen, um zu bestehen“, fordert der TSV-Trainer, dem gegen den Tabellenführer mit Julius Moraitis und Okan Dogan zwei Spieler wegen Verletzung und Louis Mau aufgrund von Urlaub ausfallen.