Nächstes Heimspiel - nächstes Spitzenteam für die TSV Hannover-Burgdorf

Im Heimspiel gegen TV Großwallstadt erzielte Aivis Jurdsz aus dem Rückraum drei Treffer, das soll auch am Sonnabend gelingen. (Foto: Holger Staab)

Mit der SG Flensburg/Handewitt kommt die nächste Topmannschaft

BURGDORF (hs). Nach einer zweiwöchigen Punktspielpause greift die TSV Hannover-Burgdorf am kommenden Sonnabend, 10. November, wieder ins Geschehen der DKB Handball-Bundesliga ein. Mit der SG Flensburg/Handewitt kommt dann im sechsten Heimspiel die vierte Topmannschaft in die AWD-Hall nach Hannover. Ab 19 Uhr wollen die Spieler um Christopher Nordmeyer das Team aus der Fördestadt ein wenig ärgern, klarer Favorit sind allerdings die Gäste.
Die Erwartungen in Flensburg sind nach dem Europapokaltriumph und dem Vizemeistertitel in der vergangenen Saison hoch. Trainer Ljubomir Vranjes, der seit 2006 erst als aktiver Spieler, dann als Teammanager und seit 2010 auch als Trainer bei der SG angestellt ist, vermeidet es aber, von Platzierungen und konkreten Zielen zu sprechen: „Wir wollen uns weiterentwickeln. Das ist das Ziel aller Spieler, jeder hat noch Potenzial.“ Er selbst sieht die Teilnahme an der Champions-League für seine Mannschaft durchaus kritisch, da mehr Spiele zwar auch eine weitere Belastung darstellen, aber gleichzeitig auch eine große Herausforderung sind. In Richtung Titel blickend, meinte er vor der Saison in der Handballwoche: „Ich habe eine Vision. Wir gehen hier aber Schritt für Schritt vor. Das hat bisher ganz gut geklappt.“
Dass die Doppelbelastung und auch der Weggang der drei Stammkräfte Viktor Szilagyi (zum Bergischen HC), Lars Bastian (SV Henstedt-Ulzburg) und Tamás Mocsai (TSV Hannover-Burgdorf) nicht spurlos am Team vorbeigegangen sind, zeigte der Saisonstart. Zwar sind mit
Steffen Weinhold, der von TV Großwallstadt an die Nordseeküste kam, Maik Machulla vom ASV Hamm-Westfalen, Morten Dibbert aus dem SG Junior Team und als Ergänzungsspieler steht aus der eigenen A-Jugend der 19-jährige Malte Voigt im SG-Kader, vier Neuzugänge dabei, aber es gab auch schon den einen oder anderen Punktverlust.
In der Liga mussten die Flensburger bereits eine Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen (27:30) und zwei Unentschieden bei der HSG Wetzlar (31:31) und beim HSV Hamburg (25:25) quittieren und gastieren heute beim THW Kiel, stehen aber dennoch in der Verfolgergruppe der Topteams Kiel, Berlin, Hamburg und den Löwen. Für die RECKEN der TSV Hannover-Burgdorf kein Grund, in Ehrfurcht zu erstarren, denn in den bisherigen Begegnungen gegen die Topteams haben sie gute Leistungen abrufen können. Gelingt das am Sonnabend in einer hoffentlich gut gefüllten AWD-Hall, dann ist ein Punktgewinn trotz des klaren Außenseiterstatus nicht ausgeschlossen.
Die Nordmeyer-Schützlinge haben sich prächtig entwickelt, stehen in der Liga im gesicherten Mittelfeld und können spielerische und kämpferische Vorteile ins Feld führen. Die Neuzugänge um Joakim Hykkerud sind voll integriert und Tamás Mocsai will gegen seine alte Mannschaft und seinen ehemaligen Coach zeigen, was in ihm steckt. Zudem kann er Nordmeyer vielleicht wichtige Tipps geben, um erfolgreich zu sein.
SG-Trainer Vranjes hat eine Weltklassemannschaft, denn mit den Torwarten Mattias Andersson und Sören Rasmussen, den Rückraumassen Lars Kaufmann, Arnor Atlason, Holger Glandorf und Thomas Mogensen, den Außenspielern Anders Eggert und Lasse Svan Hansen und den Kreisläufern Jacob Heinl und Michael Knudsen gastiert eine eingespielte Mannschaft in Hannover, die sich hinter dem Topsteams der Liga nicht zu verstecken braucht. Um eine Chance haben zu können, braucht Hannover-Burgdorf deshalb nicht nur eine Topleistung, sondern auch die heimischen Zuschauer und eine tolle Atmosphäre, für die die AWD-Hall aber mittlerweile bekannt ist.