Nachbarschaftsderby zwischen TSG und HSV

Auf ihm ruhen am Sonnabend gegen den HSV Hannover alle Hoffnungen – TSG-Rückraumspieler Bjarni Aron Thordarsson. (Foto: Holger Staab)

Wer ist in der Region Hannover das beste Handballteam?

BURGWEDEL (hs). Es ist kein Spiel, in dem um die Meisterschaft oder den Klassenerhalt gespielt wird. Es wäre ein Mittelfeldduell in der langsam beginnenden Endphase der Saison. Aber es ist ein Nachbarschaftsderby mit einer nicht zu unterschätzenden Prise Brisanz. Gemeint ist das Derby zwischen der Turnerschaft Großburgwedel und dem HSV Hannover am Sonnabend, 21. April, ab 19 Uhr in der Burgwedeler Sporthalle am Schulzentrum „Auf der Ramhorst“.
Trotz der für den Tabellenstand in der 3.Liga fast bedeutungslosen Partie, deren Ausgang völlig offen erscheint, wird das Spiel eine Menge Zuschauer anlocken und der Samstagabend könnte ein kleiner Festtag für jeden Handballfan sein. Es wird wohl kein Meter Boden freiwillig verschenkt und der Kampf überwiegt. Über den Kampf will die TSG zu ihrem Spiel finden und dem Team aus Anderten zeigen, welche Mannschaft aus der Region Hannover neben dem HF Springe das beste Handballteam ist.
Nach den guten Leistungen auch in der Rückrunde, trotz der 29:33-Niederlage zuletzt bei der HSG Tarp-Wanderup, macht sich die TSG noch Hoffnung auf den 5. Tabellenplatz. Dieses Ziel ist durchaus realisierbar, aber der nächste Gegner HSV und SC Magdeburg II stehen mit der TSG in Konkurrenz. Die Felixson-Schützlinge haben allerdings nur im letzten Spiel gegen SV Henstedt-Ulzburg noch ein Topteam als Gegner. Ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten Hannover würde das Ziel also schon in Reichweite kommen lassen.
Im Hinspiel in Hannover konnte sich der HSV knapp mit 24:23-Toren durchsetzen. In einem spannenden Spiel, das von beiden Abwehrreihen bestimmt wurde, ließ die TSG etliche Chancen ungenutzt und kam so auf die Verliererstraße. Letztlich gewann der HSV Hannover aber glücklich. Das soll am Sonnabend anders werden, Thomas Bergmann und seine Mitspieler wollen konzentriert zu Werke gehen, von Beginn an aggressiv in der Defensive stehen und einen regelrechten Angriffswirbel starten. Mit den eigenen Fans im Rücken ist ein doppelter Punktgewinn durchaus zu schaffen.
Coach Felixson wird sich wieder ein paar Minuten Einsätze gönnen, denn mittlerweile ist er nach der Schulterverletzung fast vollständig einsatzbereit und kann mit seiner Erfahrung im Offensivbereich für Ideen und in der Defensive für Stabilität sorgen. Das könnte der TSG den entscheidenden Vorteil in diesem Lokalderby bringen.
Einen möglichen Sieg müsste Burgwedel dann aber in den nächsten beiden Partien beim Stralsunder HV (28. April) und gegen VfL Fredenbeck (5. Mai) bestätigen, damit der 5. Platz in der Endabrechnung noch geschafft werden kann.