Nach schwacher Rückrunde bleibt nur der 13. Platz

Mit 118 Treffern war Sören Kress der erfolgreichste Torschütze in der Saison 2015/2016 bei der TS Großburgwedel. (Foto: st)

TSG geht auf neuen Wege in die Zukunft

BURGWEDEL (st). Mit einer jungen Mannschaft, neuen Spielern, aber mit vollem Elan ging die Turnerschaft Großburgwedel am Anfang der Handballsaison in die Spielzeit der 3.Liga und wollte nach Aussagen von Trainer Jürgen Bätjer Sicherheit finden und sich langsam an die Aufgaben herantasten. Auch aufgrund des geringen Durchschnittsalters von unter 21 Jahren gab Bätjer keine Prognose auf die Endplatzierung ab und das Ergebnis nach Ablauf der Serie gab ihm Recht.
Mit sechs Neuzugängen und fünf Abgängen war die Entwicklung der TSG schwierig vorherzusagen, zumal wichtige Stammspieler den Verein verließen. Aber der Umbruch war wichtig und wird für die nähere Zukunft sicherlich noch entscheidend sein. Die Saison startete äußerst positiv, denn obwohl das Auftaktmatch beim SV Mecklenburg-Schwerin deutlich mit 17:26-Toren verloren ging, konnte sich das junge TSG-Team stetig verbessern und schaffte gleich im zweiten Spiel gegen den Nachbarn TSV Burgdorf II einen beachtenswerten 27:25-Sieg und anschließend ein tolles 29:29-Unentschieden beim Favoriten Eintracht Hildesheim.
Nach sechs Begegnungen konnte die Mannschaft mit 7:5-Punkten einen gelungen Start vermelden. Aber schon zu diesem Zeitpunkt und bis zum Saisonende zeigte sich sowohl gegen DHK Flensborg (27:28) wie auch gegen den HSV Hannover (18:19), das die Spieler um Chris Meiser bei einem ausgeglichenen Spielverlauf am Ende oft nicht die Erfahrung hatten, um den Sack zuzumachen. Viele Spiele im Verlauf der Saison wurden deshalb erst in der Endphase leichtfertig verspielt und die Punkte landeten beim Gegner. Das zog sich die gesamte Spielzeit hindurch.
Insgesamt spielte die TSG aber ein klasse Vorrunde und konnte sich mit 17:13-Punkten, bei 8 Siegen, 6 Niederlagen und einem Remis den 5.Platz erobern.
Dann jedoch fiel die Mannschaft zurück. Bis zum 23. Spieltag konnten sich die Bätjer-Schützlinge mit 24:22-Punkten noch auf dem 7. Platz halten. Der 36:20-Erfolg gegen SV Insel Usedom sollte aber der letzte doppelte Punktgewinn der Saison sein. Bätjer hatte nun erhebliche Probleme, einen durchschlagkräftigen Kader zusammen zu bekommen. Verletzungen warfen Spieler und Team zurück, aber gerade zum Ende der Serie machte sich auch viel Pech und mangelnde Erfahrung der Akteure bemerkbar. Allein in den letzten sechs Partien verließen die Spieler um Erik Gülzow viermal die Hallen nach einer Niederlage mit einem Tor Differenz. Alle sechs Spiele gingen dabei verloren und die Burgwedeler rutschten in der Tabelle weit nach hinten. Der letzte Punktgewinn gelang auswärts beim 25:25 beim SV Anhalt Bernburg.
Die Folge war am Ende der Serie als Ergebnis nur der 13. Platz mit 25:35-Punkten und 780:786-Toren. In der Rückrunde konnte die TSG nur drei Spiele für sich entscheiden, musste 10 Niederlagen einstecken und in zwei Partien wurden die Punkte geteilt. Die schwache Rückrunde sorgte letztlich für die schlechte Platzierung. Allerdings machen die Hinrunde und auch die knappen Niederlagen Mut, denn sie zeigen, dass die Mannschaft in der Liga voll mithalten kann, nur noch ein wenig mehr Glück und in den entscheidenden Phasen der Begegnungen die nötige Kaltschnäuzigkeit benötigt.
Die Zukunft ist bereits eingeläutet, denn es wird entscheidende Veränderungen im Verein geben. Nicht nur, das mit Markus Hammerschmidt, Lennart Koch und Christian Hoff drei Spieler den Verein verlassen werden, es wird auch eine Namensänderung geben. Für die Spielzeit 2016/2017 hat die neu gegründete HSG Burgwedel gemeldet. Die Spielgemeinschaft besteht aus der Turnerschaft Großburgwedel und dem Verein Handball Hannover-Burgwedel (HHB). Aufgrund der neuen Konstellation wird das finanzielle Risiko, das mit einem Team in der 3.Liga besteht, aus dem eigentlichen überwiegend auf Breitensport konzentrierten Verein herausgefiltert. Später soll der HHB die gesamte Verantwortung übernehmen und in der 3. Liga spielen. Handballchef Dr. Karsten Hoppenstedt, der durch seine Verdienste über lange Jahre untrennbar mit der Entwicklung im Handball verbunden ist, wird im neuen Verein Vorsitzender sein.
Eine neue formelle Entwicklung ist also gefunden, jetzt gilt es, das Aushängeschild der Burgwedeler für die nächste Spielzeit auf gesunde Beine zu stellen und eine Mannschaft zu formen, die wieder im oberen Drittel der Liga mitspielen kann. Mit Trainer Jürgen Bätjer soll dieser Aufbau in den kommenden Monaten gelingen und zum Saisonstart Ende August ein Team stehen, das mit erfrischendem Handball wieder mehr Fans in die Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ zieht und zudem noch erfolgreich ist.