Nach der EM-Pause soll TSV Hannover-Burgdorf gleich ein Sieg gelingen . . .

In Bedrängnis sieht Asgeir Örn Hallgrimsson den besser postierten Mitspieler Hannes Jon Jonsson und passt den Ball. (Foto: Holger Staab)

Ein Beitrag von Holger Staab

BURGDORF (hs). In dieser Woche ist die Handballpause der TOYOTA Handball-Bundesliga beendet. Nach dem Jahreswechsel und der Europameisterschaft in Serbien geht die Eliteliga des deutschen Handballs wieder in die Vollen. Für die TSV Hannover-Burgdorf stehen gleich im Februar wichtige Spiele auf dem Spielplan und Trainer Christopher Nordmeyer hat seine Mannschaft deshalb intensiv und akribisch auf die kommenden Wochen vorbereitet. Mit mindestens zwei Erfolgen soll der Durchbruch in Richtung Mittelfeld gelingen.
Am Sonnabend, 11. Februar, ist es wieder soweit. Die TSV startet in das Punktspieljahr 2012 mit einem Heimspiel gegen den Bergischen HC (BHC). Ab 15 Uhr will das Nordmeyer-Team in der AWD-Hall in Hannover zwei Pluspunkte einspielen und gleich einen gelungenen Start feiern.
Das wird aber keine leichte Aufgabe, denn die ehrgeizigen Gäste sind keinesfalls im Vorbeigehen zu bezwingen. Der Aufsteiger hat sich in den bisherigen 18 Punktspielen als äußerst hartnäckig erwiesen, zehn Pluspunkte gesammelt und steht auf dem 15. Tabellenplatz. Der BHC will den Klassenerhalt unbedingt schaffen und damit den Erstligahandball in Solingen und Umgebung etablieren.
Die Stärken der Bergischen bekamen im Hinspiel auch die TSVer zu spüren und kassierten im zweiten Spiel der Saison gleich eine unglückliche und knappe 28:29-Auswärtsniederlage. Das war keine gute Leistung und so müssen die Spieler um Jan-Fiete Buschmann sich am Sonnabend doppelt anstrengen, um hinterher feiern zu können.
Vielleicht ist die Niederlage aber auch ein Motivationsschub für die TSV, denn in der AWD-Hall möchte sich das Team nicht wieder überraschen lassen. Nenad Puljezevic und seine Vorderleute wollen Revanche und mit den Fans im Rücken die Heimstärke unter Beweis stellen.
Der BHC lebt von seiner geschlossenen Mannschaftsleistung und dem Willen, den Klassenerhalt zu schaffen. Auch in fremden Hallen schaffte die Mannschaft um Trainer Hans-Dieter Schmitz, nur HaDe genannt, bereits drei Erfolg und dürfte so auch in Hannover nicht chancenlos sein.
Schmitz sagte vor der EM-Pause zum Abschneiden seines Teams in der Hinrunde: „Wir haben Vieles gut gemacht, aber auch Einiges wiederum schlecht. An den schlechten Sachen werden wir jetzt in der Pause intensiv arbeiten.“ Ob das gelungen ist, wird sich bereits am Sonnabend zeigen. Den Aufschwung verhindern möchte die TSV.
Dazu müssen die Schlüsselpositionen im BHC-Spiel gestört werden. Mit Runar Karason und Kristian Nippes stehen Coach Schmitz zwei leistungsstarke Linkshänder im Rückraum zur Verfügung. Auch Kreisläufer Hendrik Pekeler darf von der TSV-Defensive nicht unbewacht bleiben. Im linken Rückraum sind Kenneth Klev und Fabian Böhm die wichtigsten Torschützen. Spielmacher Alexander Oelze sorgt nicht nur für den Spielaufbau sondern ist auch sicherer Siebenmeterschütze. Er erzielte in der laufenden Saison bisher 77 Treffer, davon 56 per Siebenmeterwurf. Die Quote von 90 Prozent ist dabei schon beeindruckend.
Und dann stehen im Tor mit dem Tschechen Jan Stochl, der den deutschen Angriff im EM-Spiel zur Verzweifelung brachte und Mario Huhnstock zwei Klassetorhüter. Die starke Deckung und die Keeper müssen also von der TSV erst überwunden werden.
Das wird nicht einfach, aber TSV-Coach Nordmeyer ist zuversichtlich, will in eigener Halle keine Entschuldigungen gelten lassen und den Start ins Jahr mit einem Erfolg abschließen. Dazu müssen die neu einstudierten Spielkonzeptionen klappen, die Veränderungen greifen und das Team um Torge Johannsen mit Volldampf und dem unbedingten Willen zum Sieg in die Partie gehen.
Mit Mario Clößner und Torwart Adam Weiner wird Nordmeyer allerdings ohne zwei Knieverletzte an den Start gehen müssen. Dennoch konnte die TSV die Generalprobe im Testspiel gegen den SC Magdeburg mit 29:24-Toren gewinnen. Ein gutes Omen für die Partie am Sonnabend.
Die TSV hat das Zeug zu einem gesicherten Mittelfeldplatz, das konnte sie vor Jahresfrist beim Erfolg in Lübbecke beweisen, jetzt gilt es diesen Sieg zu vergolden und mit engagiertem Spiel und den eigenen Zuschauern den Weg ins Mittelfeld zu finden.
Ein Sieg wäre ein weiterer Schritt, dass sich Hannover-Burgdorf in der Liga etablieren kann und könnte die Tür in Richtung gesichertem Mittelfeld weit aufstoßen. Karten für die Partie gibt es noch in der Geschäftsstelle des MARKTSPIEGELS in Burgdorf und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Bisher wurden gut 2.300 Tickets abgesetzt.