Nach der 0:2-Niederlage in Nürnberg steht 96-Coach Stendel schon gewaltig unter Druck

Herbert Behnke aus Sievershausen gewinnt die beiden Sitzplatz-Tickets gegen die Würzburger Kickers

HANNOVER (kd). Auf Hannovers Klubchef Martin Kind scheint nicht eingeplante Arbeit hinzu zu kommen. Zumindest dann, wenn seine Forderung auf die sofortige Rückkehr in die 1. Bundesliga mit weiteren Stolpersteinen, wie bei der 0:2 (0:2)- Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg, versehen sein sollte. Wie schon eine Woche zuvor in Berlin hat die Mannschaft von Trainer Daniel Stendel die Leidensfähigkeit ihres Präsidenten einmal mehr durch eine nicht bundesligareife Leistung über Gebühr beanspruchte.
Sofern die „Roten“ am heutigen Mittwoch um 18.30 Uhr in der HDI-Arena auch in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen Fortuna Düsseldorf das Nachsehen hätten und am Sonntag das Heimspiel um 13.30 Uhr gegen die Überraschungsmannschaft Würzburger Kickers nicht gewinnen sollten, wird unweigerlich wieder eine Trainerdiskussion aufkommen. Zumal auch Daniel Stendel durch nicht nachvollziehbare Personalentscheidungen für Kopfschütteln bei den Fans sorgt.
So rückte der 96-Trainer auch in Nürnberg ins Fadenkreuz der Kritik, als er Salif Sanè wieder nicht für die Anfangsformation berief. Der 96-Coach verbannte seinen Top-Spieler erneut auf die Bank, ehe er durch die Verletzung seines Kapitäns Manuel Schmiedebach beim Aufwärmen zum Umdenken gezwungen wurde, so dass der 96-Coach den Senegalesen doch noch in die Startformation berief, wo er allerdings ebenso enttäuschte wie seine Mitspieler.
Völlig unverständlich war auch die Maßnahme des 96-Trainers, den völlig überforderten Oliver Sorg auf der rechten Abwehrseite mit der Bewachung von Guido Burgstaller zu betrauen, der von dem Zweitligatorjäger schwindelig gespielt wurde, so dass er in in der Halbzeit gegen Felipe ausgetauscht werden musste. Die rechte Abwehrseite fiel dann überraschend nicht in das Ressort von Felipe, sondern an den jungen Waldemar Anton, der mit der Aufgabe ebenso überfordert war – wie zuvor Oliver Sorg.
Die Chancen der 96er, bei denen der eingewechselte Martin Harnik in der 48. Minute die größte Chance vergab, als er freistehend an FCN-Torhüter Thorsten Kirschbaum scheiterte, waren an einer Hand abzuzählen. Die Unzulänglichkeiten der 96er gipfelten in der 73. Minute in einem verschossenen Foulelfmeter von Miiko Albornoz, den Nürnbergs Keeper zur Ecke parieren konnte. Somit wurde auch die letzte klare Gelegenheit vergeben, um doch noch für eine Wende zu sorgen.
Die ist am heutigen Mittwoch zu Hause in der HDI-Arena um 18.30 Uhr im Pokalspiel gegen den nur einen Punkt schlechter platzierten Tabellensiebten Fortuna Düsseldorf zwingend erforderlich, um im finanziell lukrativen Pokalgeschäft weiterhin mit dabei zu sein. Da Fortunen-Trainer Friedhelm Funkel, dessen Mannschaft durch einen 3:0-Sieg beim FC Hansa Rostock die 2. Pokalrunde erreichte, bereits angekündigt hat, in Hannover heute einigen Stammkräften eine Pause zu gönnen, sollte ein Pokalsieg der Roten, die durch einen 3:2 (2:2)-Sieg nach Verlängerung bei Kickers Offenbach weiter kamen, möglich sein. Nicht mit von der Partie werden aber die im Pokal rotgesperrten Waldemar Anton und Florian Hübner sein. Auch der Einsatz von Manuel Schmiedebach ist ausgeschlossen. Zumal der Kapitän am Sonntag um 13.30 Uhr im Heimspiel gegen den starken Aufsteiger Würzburger Kickers dringend benötigt wird.
Stellt sich doch mit der Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach die mit 10 Punkten aus fünf Partien stärkste Auswärtsmannschaft der 2. Liga vor. Nicht auszudenken, wenn die 96er auch ihr drittes Punktspiel in Folge gegen den punktgleichen Tabellensechsten aus Würzburg verlieren sollten. Zumal die Aufgabe danach am 6. November beim Tabellenführer Eintracht Braunschweig, der zu Hause noch keinen Punkt abgegeben hat, alles andere als ein Spaziergang wird. Man braucht daher kein Prophet zu sein, um Hannover 96 und seinem Trainer unruhige Zeiten vorauszusagen. Es sei denn, Daniel Stendel gelingt es, den „Bock umzustoßen“, wobei jedoch die bedingungslose Gefolgschaft aller 96- Spieler Voraussetzung wäre.
Mit dabei gegen die Würzburger Kickers ist Herbert Behnke aus Sievershausen. Er hat, wie sieben andere Teilnehmer/innen auch, bei unserem Ergebnis-Tipp-Gewinnspiel die 0:2-Niederlage der 96er in Nürnberg richtig vorausgesagt und per Zufallsgenerator die beiden Sitzplatz-Tickets gewonnen.