Nach dem Trainerwechsel nahm die TSV Burgdorf Fahrt auf

Hüseyin Yüksel (links) und Dennis Yeboah (2.v.r.) haben mit der TSV Burgdorf nach einem enttäuschenden Auftakt in der Landesliga noch einmal die Kurve bekommen. (Foto: Kamm)

Der Tabellendritte ist seit 13 Spielen ohne Niederlage geblieben

BURGDORF (de). Als Tabellendritter der Fußball-Landesliga konnte die TSV Burgdorf in die Winterpause gehen. „Wir können mit dem Abschneiden sehr zufrieden sein“, sagte dann auch Burgdorfs 1. Vorsitzender Hans-Jürgen Engelbrecht. Zumal sich Burgdorfs Fußballchef noch berechtigte Chancen ausrechnen darf, mit seiner Mannschaft bei der Titelvergabe ein entscheidendes Wort mitreden zu können. So liegen die TSVer nach 17 Spielen als Tabellendritter mit 37 Punkten noch in Sichtweite der vor ihnen liegenden Mannschaften 1. FC Egestorf/Langreder (43 Punkte) und SV Bavenstedt (42 Zähler), die jedoch gegenüber den TSVern jeweils mit einem Spiel im Rückstand sind. Somit besitzen die Burgdorfer durchaus realistische Chancen, um sich in der kommenden Saison Oberligist nennen zu dürfen.
Dabei verlief der Saisonstart alles andere als nach Wunsch der TSV Burgdorf. So endete das Saisoneröffnungsspiel der TSVer zu Hause mit einer 0:1-Pleite gegen die SG Diepholz. Im zweiten Spiel wurden die TSV-Anhänger für den Fehlstart allerdings mehr als versöhnt, als es ihrer Mannschaft gelang, mit einem denkwürdigen 7:6- Auswärtssieg bei Arminia Hannover für reichlich Gesprächsstoff zu sorgen. Danach verpasste die TSV Burgdorf beim 1:1 gegen den 1. FC Wunstorf die Gelegenheit, für den ersten Heimsieg zu sorgen. Mit einer Riesenenttäuschung endete das vierte Spiel, als die TSVer beim SV Bavenstedt mit 1:5 unter die Räder gerieten.
Für einen mehr als enttäuschten TSV-Coach Ulrich Pigulla war diese Schlappe Grund genug, sein Traineramt mit sofortiger Wirkung zur Verfügung zu stellen und sich nach einer selbst auferlegten Pause von einem Monat auf seine künftigen Aufgaben als TSV-Manager zu konzentrieren. Mit Volker Herfort rückte der bisherige Kotrainer auf den Thron als Chefcoach. Mit einem 4:0-Heimsieg über Blau-Weiß Tündern gelang dem 43-jährigen neuen TSV-Trainer dann auch gleich ein Einstand nach Maß, der aber bereits eine Woche später erste Kratzer erhielt, als seine Mannschaft nicht über ein 1:1-Unentschieden beim bis dato punktlosen OSV hinauskam.
Dass es sich bei dem Remis beim einstigen Zweitligisten um einen Ausrutscher handelte, belegten die folgenden Spiele. So eilten die TSVer von Sieg zu Sieg und erlaubten sich unter der Regie von Volker Herfort nur noch zwei Unentschieden beim 3:3 gegen die SSG Halvestorf und beim 1:1 im Derby gegen den Heesseler SV. Alle anderen Spiele wurden gewonnen. So brachten die Burgdorfer dem bis dahin noch verlustpunktfreien Tabellenführer 1. FC Egestorf/Langreder beim 2:0- Sieg die erste Niederlage bei. Zuvor gelang den TSVern beim 12:1- Sieg in Uchte sogar ein Sieg in zweistelliger Höhe, nachdem es zuvor bei den Siegen über den SV Ramlingen/Ehlershausen (5:1), TSV Mühlenfeld (4:2) und Fortuna/Sachsenroß Hannover (6:1) schon reichlich Tore zu bejubeln gab.
Da auch das erste Spiel der Rückrunde gegen den punktgleichen Tabellenvierten Arminia Hannover mit einem deutlichen 4:1- Sieg endete, besteht begründete Hoffnung, dass die Mannschaft von Trainer Volker Herfort bis zum Saisonende um die Meisterschaft mitspielen kann. Immer vorausgesetzt, dass die TSV-Mannschaft nach der Winterpause, die voraussichtlich bereits eine Woche früher am 5. Februar mit dem Nachholspiel bei der SG Diepholz endet, an die gute Form anknüpfen kann, die sie unter ihrem neuem Trainer ab dem fünften Spieltag gezeigt hat.