Mit voller Kraft in der Rückrunde durchstarten

Kreisläufer Lennart Carstens will mit seinen Mitspielern ab Januar in der 3.Liga für bessere Zeiten bei der TSG sorgen. (Foto: st)

Turnerschaft Großburgwedel muss sich von schlechter Hinrunde freimachen

BURGWEDEL (st). Die 23:29-Niederlage der Turnerschaft Großburgwedel zum Ende des Jahres gegen den Primus und potenziellen Aufsteiger in die 2.Liga, den Wilhelmshavener HV, schmälert den zuletzt positiven Eindruck der Mannschaft nicht. Das Drittligateam der TSG wird sich in der Rückrunde von einer ganz anderen Seite präsentieren und den Klassenerhalt schaffen. Davon sind nicht nur Trainer Jürgen Bätjer und die Mannschaft, sondern auch viele Handballexperten überzeugt. Die einst als Geheimfavorit gehandelte Mannschaft hat einfach die individuelle Klasse und zudem noch 15 Begegnungen vor der Brust, in denen Andrius Stelmokas und seine Mitspieler mit Erfolgen zumindest ins Mittelfeld vorstoßen wollen.
Ein frühzeitiger Klassenerhalt ist sicher der Wunsch der Verantwortlichen der TSG für das Jahr 2015, denn die lange Erfolglosigkeit in der Hinrunde zehrte doch an den Nerven. Den ersten Punktgewinn sicherten sich Torwart Markus Hammerschmidt und Co erst am dritten Spieltag beim 24:24-Remis auswärts beim TSV Altenholz. Der erste Erfolg gelang in eigener Halle gegen den Stralsunder HV (32:30). Das Team war zwar auch durch einige Verletzungen gehandikapt, aber das sollte ein Drittligist wegstecken können, denn Verletzungen sind leider eine immer präsente Begleiterscheinung im Handballsport.
Nach dem 9. Tabellenplatz in der Spielzeit 2013/2014 mit 33:27-Punkte war der TSG aber die Leichtigkeit abhanden gekommen und es wurden im Angriff zu viele Fehler produziert. Daraus folgten entscheidende Treffer der jeweiligen Gegner und trotz guter Ansätze hagelte es Niederlagen. Auch die Defensive war nicht so wirkungsvoll, wie sich das Trainer Bätjer gewünscht hatte. Die Folge waren vier Pleiten in Serie, 3:15-Punkte und am 9. Spieltag der Absturz auf den letzten Tabellenplatz in der 3.Liga Nord.
Erst nach einer weiteren 26:32-Offenbarung beim 1.VfL Potsdam konnte am 11. Spieltag gegen den Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, VfL Fredenbeck, beim 29:27-Sieg wieder ein Erfolgserlebnis verbucht werden. Aber erst durch die beiden Siege gegen die SG Achim/Baden (33:23) und beim THW Kiel II (27:26) konnte die Turnerschaft den letzten Platz an Achim/Baden abgeben und den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld herstellen.
Zuletzt traten Lennart Carstens und seine Mitspieler wieder wie ein Team auf, die Kampfkraft und der Wille zum Sieg waren vorhanden und auch gegen den bisher souveränen Spitzenreiter Wilhelmshavener HV hatten die Bätjer-Schützlinge durchaus Chancen auf einen überraschenden Punktgewinn.
„Uns war klar, dass wir gegen den WHV nur dann eine Siegchance haben, wenn wir einen Sahnetag erwischen und bei denen nichts zusammenläuft“, meinte der TSG-Coach nach dem letzten Spiel des Jahres. „Wir konnten die Gäste lange ärgern und haben unserem Publikum zum Ende des Jahres ein tolles Spiel präsentiert“, resümierte Bätjer weiter, „zehn unterschiedliche Torschützen sprechen bei uns heute für die mannschaftliche Geschlossenheit. Darauf lässt sich aufbauen, wir sind auf einem guten Weg. Nach der Weihnachtspause wollen wir ab Mitte Januar dann durchstarten und das Feld von hinten aufrollen. Wenn es uns gelingt, die guten Leistungen der letzten Wochen abzurufen, bin ich mir sicher, dass sich die TSG bald in anderen Tabellenregionen wiederfinden wird. Ich freu mich drauf.“
Die TSG will bei jetzt 9:21-Punkten und dem vorletzten Tabellenplatz, für den Klassenerhalt einige noch vorhandene Defizite aufholen und hat deshalb bis kurz vor Weihnachten noch trainiert. Auch nach dem Jahreswechsel wird sich die Mannschaft, entgegen ersten Planungen, gleich wieder ins Training begeben. Der Abstieg soll in einigen Wochen kein Thema mehr sein und dafür wollen der seit Dezember wieder besser in Schwung gekommene Kay Behnke und seine Kameraden einige Schweißtropfen vergießen.
Die erste schwere Aufgabe erwartet die TSG am 10. Januar 2015, ab 19 Uhr mit dem Auftaktheimspiel gegen den WHV-Verfolger HF Springe. In diesem Derby wird ein Punktgewinn nicht unbedingt erwartet, aber die Großburgwedeler sind für eine Überraschung gut und wollen ihren Fans eine Topleistung bieten, die für die nächsten Spiele einige wertvolle Erkenntnisse geben wird.