Mirko Feuerhahn als Cheftrainer zurück getreten

Sehndes Erfolgstrainer zog seine Konsequenzen

SEHNDE (kd). Als am 14. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga SuS Sehnde mit einem 2:2-Unentschieden gegen den Tabellendritten TSV Godshorn aufhorchen ließ, glaubten Außenstehende, dass beim Aufsteiger die leichte Krise eine Ende hätte.
Doch weit gefehlt. Obwohl SuS Sehnde trotz der Minikrise mit 19 Punkten noch immer einen ausgezeichneten 6. Tabellenplatz belegt, war bei Trainer Mirko Feuerhahn der Entschluss gereift, den er dann am Mittwoch vergangener Woche seinem Vorstand mitteilte. „Ich habe unserem Vorsitzenden Knut Stegmann und unserem sportlichen Leiter Andreas Janizki mitgeteilt, dass ich mit sofortiger Wirkung mein Amt als Trainer der 1. Mannschaft niederlegen werde." Obwohl beide Herren alles daran setzten, den 44-jährigen Erfolgscoach zum Umdenken zu bewegen, blieb Mirko Feuerhahn bei seinem Entschluss und unterrichtete tags darauf beim Training seine Mannschaft von seinem Rücktritt.
Dem Entschluss vorausgegangen waren Differenzen zwischen der Mannschaft und ihrem Trainer, der seit zweieinhalb Jahren die Sehnder Mannschaft erfolgreich trainiert hatte. „In den letzten Spielen hat die Mannschaft nicht mehr so mitgezogen, wie ich mir das gewünscht hätte. Es war nicht nur die Trainingsbeteiligung, die zu wünschen übrig ließ“, verriet Mirko Feuerhahn, der dann nach reiflicher Überlegung einen Entschluss fasste. „Ich wollte ein Zeichen setzen, nachdem die Mannschaft in den letzten Wochen nicht so mitgezogen hat, wie zu Beginn der Saison, als wir trotz nur zwei Punkten aus den ersten drei Spielen danach aus den folgenden sechs Spielen 16 Punkte geholt und dabei nicht weniger als 24 Tore erzielt haben“, ließ der C-Lizenzinhaber die bisherigen Spiele noch einmal Revue passieren, ohne allerdings seine getroffene Entscheidung zurückzunehmen.
„Ich möchte mit meinem Schritt zum Wohle des Vereins möglichen Schaden abwenden und alles daran setzen, dass die Mannschaft den Klassenerhalt schafft", betonte noch einmal der ehemalige Sehnder Trainer, der nicht nur seine Mannschaft, sondern auch seinen Vorstand mit seinem Schritt überraschte. „Ich muss zugeben, dass der Schritt von Mirko Feuerhahn mich total überrascht hat. Ich hätte alles dafür getan, wenn er weiter gemacht hätte, da er mit großem Erfolg bei uns tätig war", sagte der sportliche Leiter Andreas Janizki, der zuvor die Sehnder Mannschaft gecoacht hatte. „Ich persönlich werde auch weiterhin freundschaftlich mit Mirko Feuerhahn verbunden bleiben“, sagte sein Vorgänger, der sich nun auf die Suche nach einem Nachfolger machen muss. „In diesem Jahr wird sich aber nichts mehr tun. In den noch ausstehenden Spielen wird unser Kotrainer Michael Spiegel die Mannschaft coachen. Ich schließe dabei ausdrücklich nicht aus, dass Michael Spiegel zu einer Dauerlösung als Cheftrainer werden könnte. Doch wollen wir jetzt nichts über das Knie brechen. Der Schock über den plötzlichen Abschied von Mirko Feuerhahn sitzt noch zu tief", gab Sehndes sportlicher Leiter zu.
Die Premiere als neuer Trainer des SuS Sehnde mit dem Gastspiel seiner Mannschaft am Sonntag bei Germania Grasdorf fiel für Michael Spiegel allerdings buchstäblich ins Wasser, da die Begegnung abgesagt wurde. Daher muss Michael Spiegel noch eine Woche warten, ehe am Sonntag um 14 Uhr zum Rückrundenauftakt die Premiere als verantwortlicher Cheftrainer beim Gastspiel auf der Anlage der TSG 93 in Herrenhausen erfolgt, wo die Sehnder beim Tabellenvorletzten FC Can Mozaik antreten müssen, vom dem sich die Sehnder im Hinspiel noch 2:2-Unentschieden trennten.