Michael Roth beim TSV Engensen nicht wegzudenken

Michael Roth (Foto) kümmert sich beim TSV Engensen um alles. (Foto: kd)

Familie Roth hat sich mit Haut und Haaren dem TSV Engensen verschrieben

ENGENSEN (kd). Spartenleiter Holger Laue vom TSV Engensen brauchte nicht lange zu überlegen, als ihm die Frage gestellt wurde, ob es trotz des Abstiegs der 1. Mannschaft auch Anlässe gab, die dem Engenser Fußballchef Freude in der abgelaufenen Saison bereitet hätten. „So traurig der Abstieg für uns auch war. Wenn ich dann wieder auf Spieler wie Michael Roth treffe, dann weiß ich, dass wir doch nicht alles falsch gemacht haben und es sich lohnt weiter zu machen. Daher denke ich spontan daran, dass es ein Spieler verdient hätte, trotz der für uns alles andere als erfolgreich verlaufenen Saison hervorgehoben zu werden. Michael Roth ist bei uns so ein Spieler, der sich von allen anderen abhebt, ohne jemand in Misskredit zu bringen. Was Michael Roth für den TSV Engensen leistet, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Ich glaube sagen zu können, jeder Verein wäre froh, wenn er so einen Spieler in seinen Reihen hätte.“
Dabei dachte Engensens Fußballchef noch nicht einmal so an die sportlichen Leistungen seines Spielers, sondern an die Aktivitäten, die Michael Roth abseits der Spielfeldes für den TSV Engensen leistet. „Er kümmert sich um alles, was rund um und innerhalb der Mannschaft passiert.“ Kein Wunder, dass ihm seitens seiner Mitspieler schon längst die Kapitänsbinde angetragen wurde. Dabei ist Michael Roth nicht einmal ein Engenser, sondern wechselte erst vor drei Jahren vom FC Neuwarmbüchen zum TSV Engensen.
„Für mich bereits eine gefühlte Ewigkeit“, fand Holger Laue. Zumal Engensens Kapitän im Schlepptau auch seine Eltern als Helfer und Unterstützer mitbrachte. „Die sind genau so engagiert wie Michael“, findet Holger Laue. So kümmert sich Vater Oskar Roth um alle Belange, die rund um die Sportanlage des TSV Engensen anfallen. „Das fängt bei der Rasenpflege an und hört bei Reparaturarbeiten auf“, sagte der Engenser Spartenleiter, ohne dabei zu vergessen, dass alle Tätigkeiten, die die Roths leisten, selbstverständlich ehrenamtlich geleistet werden. Genau so wie Arbeiten von Mutter Ursula Roth, die sich als „Mädchen für alles“ bis hin zur Trikotwäsche kümmert.
Bei so viel Lob von Holger Laue ist es dem 28-jährigen Studenten der Betriebswirtschaft eher peinlich, wenn er von den Lobeshymnen hört, die über seine Familie verbreitet werden. „Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit, den Verein zu unterstützen. Meine Eltern haben mich auf meinem sportlichen Weg schon immer begleitet. Da war es für sie eine Selbstverständlichkeit, dass sie dem Verein auch helfen, wenn Not am Mann ist. Und das ist bei Amateurvereinen leider bekanntlich Gang und Gebe, dass ehrenamtliche Helfer fehlen." Den Abstieg seiner Mannschaft sieht der kurz vor dem Examen stehende Student, den der heutige Otzer Trainer „Mucki“ Hoffmeister einst nach Engensen lotste, durchaus kritisch. „Wir hatten leider nicht das Niveau, um die Klasse zu halten. Dazu haben wir in der Hinserie einfach zu wenige Punkte geholt.“ Doch hat Engenses Kapitän in der Kreisliga für sich und seine Mannschaft bereits neue Ziele entdeckt entdeckt. „Wir müssen uns jetzt beweisen und alles daran setzen, um in der Kreisliga vielleicht die Rückkehr in die Bezirksliga zu schaffen. Dass dies nicht einfach wird, ist uns allen klar. Doch bin ich mir sicher, dass uns nicht noch einmal solche Fehler wie in der abgelaufenen Saison passieren werden. Wir kommen wieder", versprach Michael Roth.