MARKTSPIEGEL Cup-Finale zwischen TSV Burgdorf und Heesseler SV war ein Duell auf Augenhöhe

Burgdorfs Torhüter Alexander Homann hält den entscheidenden Elfmeter von Arne Kübek. (Foto: Kamm)
 
Burgdorfs Tobias Redemann (r.) kann sich in höchster Bedrängnis durchsetzen. (Foto: Kamm)

TSV Burgdorf setzte sich im Elfmeterschießen knapp mit 7:5 durch

BURGDORF (de). Zu einer Neuauflage des Vorrundenspiels beim PORTA-Pokalturnier zwischen der TSV Burgdorf und dem Heesseler SV kam es am Sonnabend vor 500 Zuschauern im Endspiel um den MARKTSPIEGEL-Cup, bei dem es immerhin für die Finalisten um 1.600 Euro ging, wobei der Sieger des Endspiels mit 1.000 Euro belohnt wurde.
Für die Heeßeler stand in diesem Endspiel besonders viel auf dem Spiel, wie bereits ihr Trainer Niklas Mohs vor dem Spiel verriet. „Mit 0:8, wie in Ramlingen, dürfen wir uns kein zweites Mal blamieren“, forderte der HSV-Coach und fand mit seiner Aussage bei seinen Spielern prompt Gehör. So endete das bis zum Schlusspfiff hoch dramatische Endspiel dann auch leistungsgerecht 2:2-Unentschieden, ehe ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Hier erwies sich die TSV Burgdorf als das treffsichere Team und konnte mit einem 7:5-Sieg ihren letztjährigen Pokalsieg verteidigen konnte.
TSV Burgdorf -
Heesseler SV 7:5 (2:2) n.E.
Das diesjährige Endspiel um den MARKTSPIEGEL-Cup ließ an Spannung und Dramatik nichts zu wünschen übrig. Davon konnten sich die vielen Zuschauer schon bald überzeugen, da beide Mannschaften vom Anpfiff an den offenen Schlagabtausch suchten. So boten sich beiden Teams dann auch recht bald Torchancen. So den Burgdorfern in der 18. Minute, als Christopher Reinecke die 1:0- Führung für seine Mannschaft erzielte, dem ein gelungenes Zusammenspiel zwischen Patrick Hiber und Marc Omelan vorausgegangen war.
Doch ließ die Antwort der Heeßeler nicht lange auf sich warten. Mark Wielitzka war es, der in der 22. Minute eine Eingabe von Yannik Bahls über die Linie zum 1:1- Ausgleich bugsierte. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Pausenpfiff, obwohl sich beiden Mannschaften noch Torchancen boten. Die 2. Halbzeit war kaum angepfiffen, als Hüseyin Yüksel einen Blackout hatte, als er im Strafraum Kesip Caran von den Beinen holte, so dass dem Unparteiischen gar nichts anderes übrig blieb, als auf Strafstoß zu entscheiden. Den verwandelte Arne Kübek zur viel umjubelten 2:1-Führung für die Gäste aus Heeßel, die auf die Unterstützung ihres stimmgewaltigen Anhanges zählen konnten. In der 65. Minute des Finales, das über eine Spielzeit von zweimal 45 Minuten ausgetragen wurde, verschlug es nicht nur dem Heeßeler Anhang die Sprache, als ihrem Abwehrspieler Fabian Hellberg ein gravierender Fehler unterlief, indem er über den Ball schlug. Sein Gegenspieler Ertan Ametovski, der erst in der Halbzeit für Marc Omelan eingewechselt wurde, ließ sich das Geschenk nicht entgehen und erzielte nach diesem Lapsus prompt den 2:2- Ausgleich. Zwar versuchte Fabian Hellberg danach seinen Fehler wieder wettzumachen, doch traf sein Schuss in der 81. Minute nur die Latte, so dass es beim 2:2 blieb und ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste.
Hier erwiesen sich Burgdorfs Spieler Patrick Hiber, Nico Eccarius, Hüseyin Yüksel und Ertan Amatovski als treffsichere Schützen, denen die Heeßeler Spieler Jan Henrik Matthes, Fabian Hellberg und Ole Gerhardi in nichts nachstanden, ehe bei einem Spielstand von 6:5 für die TSV Burgdorf mit Arne Kübek Heeßels etatmäßiger Strafstoßschütze an der Reihe war und zur Ausführung schritt. Doch ausgerechnet Heeßels treffsicherstem Schützen versagten die Nerven, so dass Matheusz Wagner nur noch seinen Strafstoß zum 7:5-Endstand für die TSV Burgdorf zu verwandeln brauchte, was bereits die Entscheidung war.
TSV Burgdorf: Homann - Yüksel, Mateusz Duraj, Hoheisel, Redemann (46. Eccarius) - Mau (45. Ametovski), Majstorovic - Hiber, Marvin Omelan (61. Jaber)- Marc Omelan (46. Wagner).

Heesseler SV: Brosche - Rackl (33. Gerhardi), Kübek, Fabian Hellberg, Derben (57. Philip Hellberg) - Matthes, Meck (69. Mc Auley), Bahls, Wielitzka - Moritz Peithmann, Caran (75. Brodtmann).