MARKTSPIEGEL Cup erst im Elfmeterschießen entschieden

In einem umkämpften Finale um den MARKTSPIEGEL Cup schenkten sich der SV Ramlingen/Ehlershausen I und der SuS Sehnde nichts. Sehndes Jan Berkefeld (rechts) kann den Ramlinger Sufjan Ankour nur mit einem Schubser vom Ball trennen. (Foto: Kamm)
 
RSE-Torhüter Andrè Wessoleck kann den entscheidenden Elfmeter von Sehndes Steven Foss parieren. (Foto: Kamm)

RSE konnte gegen SuS Sehnde seinen Vorjahrestitel verteidigen

BURGDORF (kd). Zu einer Neuauflage des Vorrundenspiels beim MARKTSPIEGEL-Cup zwischen dem SV Ramlingen/Ehlershausen I und dem SuS Sehnde kam es am Sonnabend vor 550 Zuchauern in der Burgdorfer MARKTSPIEGEL-Arena im Endspiel des MARKTSPIEGEL-Cup, bei dem es für die Finalisten immerhin um 1.600 Euro ging.
Für die Ramlinger stand in diesem Endspiel besonders viel auf dem Spiel, wie ihr Trainer Kurt Becker bereits vor dem Spiel erkannt hatte. „In der Vorrunde haben wir bereits gegen eine sehr starke Sehnder Mannschaft mit Ach und Krach mit 1:0 gewonnen. Wer glaubt, dass wir als höhere Mannschaft aus der Landesliga die klassentiefere Bezirksligamannschaft vom SuS Sehnde im Vorbeigehen besiegen könnten, irrt gewaltig. Das wird ein hartes Stück Arbeit für uns werden, um den Aufsteiger aus Sehnde zu besiegen“, sagte Ramlingens Coach und lag mit seiner Aussage richtig, wie der knappe 6:4 (1:1/0:1)-Sieg des SV Ramlingen/Ehlershausen I nach Elfmeterschießen über den SuS Sehnde zeigt. Für den Pokalsieg wurde Ramlingens Kapitän Bülent Durduran von MARKTSPIEGEL-Geschäftsführer Klaus Hoffmann neben dem Siegerpokal noch mit einer Siegprämie von 1.000 Euro belohnt, während Sehndes Dennis Tessmann die Sehnder Mannschaftskasse noch mit 600 Euro aufbessern konnte.

SV Ramlingen/E. I -
SuS Sehnde 6:4 n.E.

Das diesjährige Endspiel um den MARKTSPIEGEL-Cup ließ an Spannung und Dramatik nichts zu wünschen übrig. Doch das es so eng werden würde, hatte wohl auch Ramlingens Trainer nicht erwartet, der nach dem Abpfiff die Feststellung traf: „Wir hätten alleine in der ersten Hälfte fünf Tore machen können. Doch fehlte uns im Abschluss etwas das Glück“, fand Kurt Becker, der in der ein oder anderen Situation allerdings bei einigen seiner Spieler auch ein wenig Unvermögen ausmachte. „Respekt und Anerkennung aber auch an die Sehnder Mannschaft, die alles gegeben hat. Da zeigte sich, wenn man als Mannschaft funktioniert und alles gibt.“
Dabei standen Kurt Becker das ein ums andere mal die Schweißperlen auf der Stirn. Lag seine Mannschaft doch bis sieben Minuten vor dem Abpfiff durch ein frühes Tor des Sehnders Steven Foss, der in der 15. Minute einen Pfostenabpraller von Vincent Janizki zur 1:0-Führung ins Tor schob, mit 0:1 zurück. Fortan beschränkte sich der Außenseiter aus Sehnde darauf, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Außerdem erwies sich Torhüter Bruce Pitschmann als Meister seines Faches, der mehrere gute Gelegenheiten der Ramlinger zunichte machte. „Das dann auch noch der Pfosten zweimal im Wege stand, passte zum Spiel“, fand Kurt Becker, dem ein Foulspiel von Ron Pitschmann an Dustin Reinhold zu Hilfe kam, das vom Unparteiischen mit einem Foulelfmeter geahndet wurde. Der nach einer Stunde für Aron Gebreselassie eingewechselte Torben Tepper ließ sich diese Gelelegenheit nicht entgehen und glich in der 83. Minute zum 1:1 aus.
Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Abpfiff, so dass ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste, ob der SV Ramlingen/Ehlershausen seinen im Vorjahr errungenen Titel verteidigen konnte, oder ob sich SuS Sehnde als diesjähriger Cupsieger feiern lassen durfte. Beim Elfmeterschießen erwiesen sich alle fünf angetretenen Spieler des SV Ramlingen/Ehlershausen als treffsichere Schützen. Den Anfang machte Torben Tepper, dem danach Johannes Lübow, Sufjan Ankour, Dustin Reinhold und zum Schluss Bülent Durduran folgten. Für den SuS Sehnde trafen Timo Janizki, Dennis Tessmann und Thorsten Kerber. Da Steven Foss beim Stande von 4:3 für den RSE mit seinem Strafstoß an Torhüter Andrè Wessoleck scheiterte, brauchte der fünfte vorgesehene Sehnder Schütze gar nicht mehr anzutreten, da die Entscheidung bereits mit 6:4 zu Gunsten es SV Ramlingen/Ehlershausen I gefallen war, der damit seinen im Vorjahr errungenen Titel als Sieger des MARKTSPIEGEL-Cups erfolgreich verteidigen konnte.
SV Ramlingen/Ehlershausen: Andrè Wessoleck - Christopher Weindl, Dennis Yeboah (46. Johannes Lübow), Benjamin Holze, Bülent Durduran - Sufjan Ankour, Emilio Ortega (46. Marlon Pickert), Patrick Richter (46. Gerhard Kwarteng), Aron Gebreselassie (60. Torben Tepper) - Marvin Omelan, Dustin Reinhold.
SuS Sehnde: Bruce Pitschmann - Dennis Tessmann, Steven Foss, Jan Berkefeld (40. Ron Pitschmann), Thorsten Kerber - Philip Redmann, Dominik Engel (82. Timo Janizki), Vincent Janizki (78. Marius Steinke), Ruslan Mechonzew - Ugur Tomen (46. Marius Steinke), Lorenzo Pombo- Abondano.