LSV-Wasserballerinnen überraschen auf Pokalendrunde

Das Wasser kochte bei der Pokalendrunde im Lehrter Freibad: LSV-Angreferin Stefanie Lange treibt ihr Team gegen den TK Jahn Sarstedt nach vorne. (Foto: Mario Adam)

Rekordsieger stolpert in Lehrte / Pfeifer wirft Siegtreffer

LEHRTE (r/jk). Als Werbung für die Sportart entpuppte sich die diesjährige Endrunde im Wasserball-Bezirkspokal der Frauen: Diese fand bei besten äußeren Bedingungen und vor guter Kulisse im Lehrter Freibad statt, und brachte zugleich ein sportliches Ausrufezeichen durch den gastgebenden Lehrter SV, der völlig überraschend als Zweiter ins Ziel kam.
Der 11:4-Auftaktsieg von Titelverteidiger TK Jahn Sarstedt gegen den Dauerrivalen RSV Hannover war in der Dreierrunde am Hohnhorstweg bereits als „Endspiel" ausgemacht worden, doch auch die Lehrter Nixen zeigten sich kampfstark: Der Gastgeber lag im dritten Abschnitt gegen den Rekordgewinner nach einem verkorksten zweiten Viertel (0:3) bereits mit 2:5 (18.) zurück, doch die Lehrterinnen kämpften sich mit fünf Treffer in Folge ins Spiel zurück, wobei Defensivstrategin Maren Pfeifer die LSV-Sieben mit ihrem ersten Treffer überhaupt zu Beginn der 25. Minute mit 7:5 in Führung warf.
Nach den „längsten vier Minuten meines Lebens" (Trainer Wolfgang Philipps) und dem 6:7-Anschlusstreffer der Gäste stand der „historische" 7:6-Erfolg der Lehrter Sieben gegen den Traditionsverein aus der Landeshaupstadt fest, so dass es sogar noch zu einem echten „Endspiel" zwischen den beiden Siegern kam. Es war der zugleich erste LSV-Sieg gegen den niedersächsischen Rekordmeister, wobei die Lehrterinnen das erste Duell beider Vereine im Jahre 1984 sogar mit 0:30 verloren hatten.
Beim Kampf um den Titel gingen beide Teams bis an die Grenze der körperlichen Belastbarkeit, wobei die Lehrterinnen nach nur kurzer Pause auch ihre zweite Partie des Tages mit einem knappen 3:4-Rückstand kurz vor Ende des dritten Abschnitts langezeit offen hielten. Dann mussten die LSV-Nixen allerdings kurz vor und nach der letzten Viertelpause die beiden entscheidenden Treffer zur 6:3-Führung der Gäste hinnehmen. hinnehmen, die am Ende als 9:4-Sieger aus dem Wasser stiegen. „Die Sarstedterinnnen hatten auch Krämpfe", verdeutlichte Lehrtes Co-Trainer Joachim Haaken den harten Kampf beider Teams.
Nach der gelungenen Veranstaltung am heimischen Hohnhorstweg hoffen die Lehrter Wasserballer jetzt noch auf auf ein paar sonnige Tage und werden am 7./8. September als Saisonabeschluss mit der Männer- und Frauenmannschaft wieder zum großen internationalen Turnier des Buxtehuder SC fahren.