LSV hofft gegen HSG Nienburg auf Heimvorteil

Für den LSV, wie hier für Fabian Kieslich, wird es schwer in der Abwehr der HSG Neinburg eine Lücke zu finden. (Foto: st)

TSV Burgdorf II muss eine lange Reise nach Dresden machen

ALTKREIS (st). Mit dem Fortschreiten der Saison 2016/2017 in den einzelnen Handballligen kristallisieren sich immer mehr die Favoriten auf den Auf- oder Abstieg heraus und es bildet sich ein Mittelfeld. Die Mannschaften dort wollen vermeiden, in die Gefahrenzone zu rutschen und versuchen, vielleicht noch in die Spitzengruppe vorzustoßen. Für die Teams aus dem Altkreis Burgdorf sieht es nicht so aus, als wenn die Abstiegszone droht, eher der Kampf, noch ein wenig oben mitmischen zu können.
Die Ausbildungsmannschaft der TSV Burgdorf ist am kommenden Wochenende bei einem ganz besonderen Gegner gefordert. Aber nicht nur auf dem Spielfeld, sondern zudem bei der Anreise, denn es geht nach Dresden und die Fahrt dorthin werden Johannes Marx und seine Mitspieler nicht so einfach aus den Gliedern schütteln können. Das Spiel am Sonnabend, 26. November, ab 17.30 Uhr beim HC Elbflorenz wird deshalb in zweierlei Sicht interessant.
Kann die TSV nach der langen Fahrt den Favoriten bezwingen, würde der jetzige Mittelfeldplatz zunächst gesichert sein. Eine Niederlage ist gleichbedeutend mit dem Abrutschen ins bedeutungslose Mittelfeld. Sonnabend wird sich wieder zeigen, ob die jungen Talente der TSV II schon so weit sind, dass sie eine erfahrene Mannschaft wie den HC besiegen kann. Der Gastgeber hat wohl die teuerste Mannschaft der 3.Liga am Start, kam aber erst nach drei Niederlagen zu Saisonbeginn so richtig in Schwung und steht jetzt auf Augenhöhe mit den anderen Spitzenmannschaften. Es könnte also einen echten Kampf geben, denn im Spiel Jugend gegen Erfahrung wird wohl die Tagesform über Sieg und Niederlage entscheiden.
Für den Lehrter SV ist das Heimspiel am Sonnabend ab 17 Uhr gegen HSG Nienburg ebenfalls eine richtungsweisende Partie. Trainer Lutz Ewert erwartet von seiner Mannschaft von Beginn an eine engagierte Vorstellung. Nur so kann der leichte Favorit Nienburg mit einer Niederlage nach Hause geschickt werden. Immerhin gehört die HSG zu den Spitzenteams, die die Niedersachsenmeisterschaft und damit den Aufstieg in die 3.Liga schaffen können. In der vergangenen Spielzeit musste sich der LSV daheim mit 23:30-Toren geschlagen geben, auswärts verloren die Spieler um Fabian Kieslich mit 29:32-Toren. Mit Mut zum Risiko, einer guten Taktik und besonders viel Ehrgeiz, lassen sich diese Pleiten aber wegstecken und ein Erfolg könnte gelingen.
Aufsteiger TSV Burgdorf III schlägt sich in der Oberliga achtbar, darf aber nicht nachlassen und sich auf den bisher erreichten Punktgewinnen ausruhen. Die Liga ist dicht zusammen und auch die Abstiegskandidaten aufgrund von erzielten Punkten noch nicht abgeschlagen. Am Sonnabend reist die dritte Burgdorfer Vertretung zur SG Börde Handball und genau so eine Begegnung müssen die TSVer für sich entscheiden, wenn sie weiter im Mittelfeld der Tabelle verbleiben wollen. Die abstiegsbedrohte SG wird in eigener Halle alles versuchen, um einen für sie wichtigen Sieg sicherzustellen. Mit einem Angriffswirbel will die TSV aber dagegenhalten und ihrerseits einen doppelten Punkgewinn schaffen.
Die A-Jugend der TSV Burgdorf könnte sich mit einem Sieg am Sonntag, 27.November, ab 13 Uhr weiter im Spitzentrio der Jugendbundesliga halten. Mit den Füchsen Berlin, dem HSV Hamburg und der TSV haben sich in der Spitze der Liga drei Teams festgesetzt, die um die Meisterschaft und die Plätze für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft kämpfen werden. Da will Trainer Roi Sanchez mit seinem Team bleiben und besonders in der Burgdorfer Halle gegen vermeintlich schwächere Teams, wie den HC Empor Rostock keine Schwächen zeigen. Alles andere als ein deutlicher Erfolg wäre für Niklas Diebel und seine Mitspieler eine Enttäuschung.