Lehrter Wasserballer mit Doppelschlag

Jens Behrens hielt beim 5:4-Heimsieg gegen den TSV Anderten die LSV-Abwehr zusammen. (Foto: Alexander Placzek/LSV)

Zwei 5:4-Siege/Torhüter Specht in starker Form

LEHRTE (r/jk). Im Sport gilt der Sommer traditionell auch als Wasserballzeit. Und hier hat jetzt direkt vor den Ferien der Lehrter SV mit einem Doppelschlag gegen die beiden direkten Tabellennachbarn die Weichen für einen Klassenverbleib in der immerhin viertklassigen Bezirksoberliga gestellt.
Der im Winter in Sachen Personalien sehr glücklose Altkreisvertreter siegte zunächst bei schwierigen äußeren Bedingungen nach Toren von Vladislav Stengel (2), Ole Roth, Sören Gieren und Reiner Bendrien vor heimischer Kulisse mit 5:4 (1:0, 0:0, 3:2, 1:2) gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten TSV Anderten. Tags darauf folgte in dem möglicherweise über den Klassenverbleib entscheidenden Regionsderby gegen den SV Langenhagen ebenfalls ein 5:4 (1:0, 3:1, 1:2, 0:1)-Heimerfolg, diesmal immerhin bei strahlendem Sonnenschein. In dem sehr taktisch geprägten Duell waren diesmal Sören Giere, der von einem Auslandsaufenthalt zurückgekehrte Juan Carlos Bafile (je 2) und Stephen Seus erfolgreich. In überragender Form zeigte sich in beiden Partien LSV-Schlussmann Andreas Specht.
„Wir haben beide Male eine 4:1-Führung beinahe noch vergeben“, war Trainer Joachim Haake nicht ganz zufrieden, doch die taktische Marschrichtung ging jeweils auf. Für die in beiden Partien äußerst kampfstarken Lehrter war es gegen Langenhagen zugleich der erste Sieg in einem Vergleich der beiden Regionsvertreter seit 1997, wobei sich die Teams damals noch in einem Mittelfeldduell der Oberliga Niedersachsen gegenübergestanden hatten.
Für die verbleibenden Begegnungen der Liga, die zum Teil erst im August stattfinden werden, hat der Lehrter SV nunmehr in der Tabelle die besten Karten: Dieser liegt in dem Siebenerfeld als neuer Fünfter mit nunmehr 6:12 Punkten jetzt knapp vor Anderten (5:17) und dem nunmehrigen Schlusslicht Langenhagen (4:12). Um in Sachen Klassenverbleib auf Nummer sicher zu gehen, braucht der Altkreisvertreter in den verbleibenden drei Partien allerdings zumindest noch einen Punkt.