Lehrter SV setzte ein Ausrufezeichen

Überragender Sieg gegen Spitzenmannschaft aus Hameln

LEHRTE (r/jk). Mit einem starken 37:31-Sieg gegen Hameln setzt der Lehrter SV ein Ausrufungszeichen zum Rückrundenstart in der Handball-Oberliga. Die Teams tasteten sich nicht lange ab und so entwickelte sich schnell ein hochklassiges Oberligaspiel.
Obwohl sich die Hamelner für dieses Spiel viel vorgenommen hatten, waren die Hausherren von Beginn an präsenter. Die Angriffe wurden konzentriert abgeschlossen, sodass sich das gefürchtete Tempospiel der Hamelner nicht entfalten konnte. Folgerichtig setzte sich die Mannschaft um Spielmacher Marcel Wendt bis zur 20. Minute auf 14:9 ab. Eine Auszeit der Gäste unterbrach den Lauf der Lehrter, man verzettelte sich in Einzelaktionen und Dean Wood glich durch einen „Sonntagswurf“ mit dem Halbzeitpfiff auf 17:17 aus. „In dieser Phase verloren wir ein wenig unseren Faden und die nötige Disziplin“, konstatierte Lutz Ewert.
In der zweiten Halbzeit war das Spiel durch Spannung geprägt. Lehrte lag zwar stetig mit ein oder zwei Toren in Führung, konnte sich jedoch nicht vorentscheidend absetzen. Erst in den letzten acht Minuten, als Hameln die Deckung öffnete um die Angreifer zusätzlich unter Druck zu setzen, wurde das Ergebnis eindeutig. Neben der Abgeklärtheit sorgte am Ende auch die direkte rote Karte für Heiko Heemann nach einem Foul gegen Marcel Wendt für den entscheidenden Vorteil. Die dadurch entstandenen Räume wurden eiskalt genutzt, um das Ergebnis nach oben zu korrigieren.
Ewert zeigte sich nach dem Spiel sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Unsere Unberechenbarkeit im Angriff hat dafür gesorgt, dass sich Hameln nicht auf unser variables Spiel einstellen konnte. Jeder einzelne Spieler strahlte Gefahr aus.“
Die Lehrter Torschützen: Dreißigacker (9), Wendt (8/4), Baris (5), Hornke (5/2), Schmidt, Edeler (je 3), Obrock, Schwesinger (je 2).