Lehrter SV schafft ausgeglichenes Punktekonto

Till Dreißigacker vom Lehrter SV marschiert durch die Abwehr des Gegners. (Foto: st)

Nach schlechtem Start kann der LSV optimistisch auf die Rückrunde schauen

LEHRTE (st). Nach der durchaus ansprechenden Saison 2013/2014 wollte Oberligist Lehrter SV auch in der laufenden Serie 2014/2015 wieder auf sich aufmerksam machen und im vorderen Tabellendrittel landen. Dieses Ziel gab auch der Trainer Martin Kahle vor der Spielzeit aus und da die Mannschaft bis auf Stefan Schlesinger keinen Akteur abgeben musste und mit Florian Kahl einen neuen Spieler verpflichtete schien diese Vorgabe realistisch. Zum Saisonstart kam dann aber alles anders.
Nach Platz 4 in der Saison 2011/2012, Platz 8 in der Serie 2012/2013 und zuletzt dem 5. Platz konnten Till Dreißigacker und seine Mitspieler optimistisch in die Saison starten. Trainer Kahle, der seit Februar 2013 beim LSV auf der Bank saß, stellte sein Team in der Vorbereitung gut ein und nannte den MTV Vorsfelde, den Absteiger aus der 3.Liga Ost, als Favoriten für Meisterschaft und Aufstieg. Der MTV ist als Spitzenreiter mit 20:4-Punkten zusammen mit der HSG Nienburg, HG Rosdorf und VfL Hameln immer noch einer der Favoriten in der höchsten Spielklasse in Niedersachsen. Der Lehrter SV muss aber kleine Brötchen backen.
Drei Niederlagen zum Start schleuderten die Lehrter auf den letzten Platz der Tabelle. Erst am vierten Spieltag gelang gegen den MTV Soltau mit 29:22-Toren der erste Sieg. Wer gedacht hatte, dass dies eine Initialzündung sei, der sah sich leider getäuscht. Misserfolge und Erfolge wechselten sich in den nächsten Begegnungen ab. Beim 27:25-Auswärtssieg beim TV Eiche Dingelbe und dem anschließenden 31:26 gegen HSG Schaumburg-Nord zeigte die Mannschaft, was in ihr steckt. Aber noch konnte keine Entwarnung folgen.
In dieser Zeit mussten Thomas Bergmann und Co noch eine weitere Umstellung verkraften. Trainer Martin Kahle bat den Vorstand des LSV um Auflösung des Vertrages und schloss sich dem Frauenbundesligateam des SV Garßen/Celle an, wo er vor dem LSV bereits als Trainer das Sagen hatte. Mit Lutz Ewert konnte Manager Stephan Machate zum Glück schnell einen altbekannten Coach präsentieren. Der 45-jährige Ewert hatte den LSV bereits sechs Jahre lang trainiert und ist als A-Lizenz-Inhaber zudem als Stützpunktleiter für den DHB-Nachwuchskader zuständig.
Zwar musste der LSV unter dem neuen Übungsleiter auch gegen die Topteams VfL Hameln (22:28) und HSG Nienburg (30:31) Niederlagen hinnehmen, warf sich aber gegen Eintracht Hildesheim (47:17) so richtig den Frust von der Seele. Mit zwei überzeugenden Erfolgen zum Ende des Jahres beim TuS GW Himelsthür (34:26) und gegen MTV Großenheidorn (33:28) erreichten Torwart Mario Appel und seine Vorderleute dann aber ein ausgeglichenes Punktekonto von 12:12-Punkten. Der 9. Platz und damit ein gesicherter Mittelfeldrang ist erreicht und ab Januar will das Team auch noch mehr.
Bis zum Ende der Hinrunde folgen in der Oberliga ab dem 10. Januar noch drei Spiele und da wollen die Lehrter ein positives Punktekonto erreichen. Der Start in das Jahr 2015 wird mit zwei Auswärtsspielen bei der TG Münden (10.Januar 2015) und beim SV Alfeld (18.Januar) nicht einfach. Das erste Heimspiel im neuen Jahr wird am 24. Januar um 18.30 Uhr in der Halle an der Schlesischen Straße angepfiffen. Bis dahin will Trainer Ewert seine Mannschaft so weit gefestigt haben, dass der LSV vielleicht sogar noch um den 5. Platz mitspielen kann. Das Potenzial und die individuelle Stärke hat die Mannschaft in jedem Fall.