Lehrter SV mit Wellen zum Mittelfeldplatz

Der zum TuS Vinnhorst wechselnde Phil Hornke vom Lehrter SV konnte mit seinem Team in der Oberligasaison 2015/2016 nur einen Mittelfeldplatz belegen. (Foto: st)

Oberligist konnte die Saison im Mittelfeld der Tabelle beenden

LEHRTE (st). Nach 32 Spieltagen konnte der Lehrter SV als letztes Team aus dem Altkreis Burgdorf erst Anfang Juni in die ersehnte Handballpause gehen. Die Oberliga Niedersachsen hat in diesem Jahr gegenüber anderen Ligen eine etwas längere Zeit für den Saisonabschluss benötigt. Für den Lehrter SV hatte das keine negativen Folgen, denn mit dem Mittelfeldplatz war nach einer Spielzeit mit vielen Wellenbewegungen im Leistungsniveau, zu rechnen. Letztlich konnte Trainer Lutz Ewert zufrieden sein und der Blick geht schon wieder in Richtung Saison 2016/2017, denn da wollen die LSVer wieder im oberen Drittel der Tabelle mitmischen.
Die Voraussetzungen für eine starke Spielzeit waren für den Lehrter SV alles andere als optimal. Am Anfang der Serie bemühte sich das Team um Trainer Lutz Ewert um sich erst einmal zu finden, denn sechs Neuzugänge mussten in den Kader integriert werden. Aber das ist in anderen Vereine auch so und deshalb konnte ein einstelliger Tabellenplatz vom langjährigen Lehrter Coach nach dem enttäuschenden 10.Platz in der Saison 2014/2015 auch eingeplant werden.
Da einige Akteure sich aber studienbedingt im Ausland aufhielten und Verletzungen für geänderte Trainingsbedingungen sorgten, musste innerhalb der Spielzeit oft improvisiert werden. Zudem stand Michael Thiede nicht immer im Kader, kam erst spät ins Team und so war zeitweise der Rückraum geschwächt. Durch die Ausgeglichenheit der Oberliga war dennoch alles, außer wohl die Meisterschaftsfrage, die eindeutig von MTV Braunschweig dominiert und beantwortet wurde, realisierbar.
Leider startete der LSV schlecht und rutschte nach vier Spielen und 2:6-Punkten auf den 14. Platz ab. Bis zum 7. Spieltag konnte sich das Ewert-Team aus dieser Region nicht befreien. Zwei Siege gegen MTV Vorsfelde (32:29) und MTV Großenheidorn (28:22) verschafften dann aber Luft und bis zum Ende der Hinrunde arbeiteten sich Thomas Bergmann und seine Mitspieler mit Erfolgen, leider aber auch Niederlagen bis auf den 9. Platz vor. Mit 15:17-Punkten konnte die Ausbeute besser sein und die Rückrunde sollte dann besser laufen.
In eigener Halle wurden gegen VfL Wittingen (35:25) und Eintracht Hildesheim II (31:21) wichtige Punkte gesammelt. Leider klappte es auswärts selten, die Punkte nach Lehrte zu entführen. Auch in Lehrte waren einige Begegnungen, wie das 24:30 gegen HSG Schaumburg nicht erfolgreich. Die Mannschaft blieb ihrer Linie mit schwankenden Leistungen treu. Dem starken 25:25-Remis beim Vizemeister Northeimer HC folgte eine Niederlage beim MTV Vorsfelde (25:30), dann aber ein Auswärtssieg beim MTV Großenheidorn (31:30).
Letztlich sagten die Ergebnisse während der Serie alles über den LSV aus und am Ende reichte es dann für den 7.Platz mit 32:32-Punkten und 938:912-Toren. Das Saisonziel einstelliger Tabellenplatz war erreicht und somit eine ordentliche Serie gespielt. Mit etwas mehr Schwung und konstanteren Leistungen wäre aber sicherlich etwas mehr drin gewesen.
Für die neue Spielzeit 2016/2017 wird es aber wieder einen Anlauf geben und auf ihre Anhängerschaft kann der LSV zählen. Mit Phil Hornke und Philipp Obrock werden zwei Spieler den Verein verlassen und sich dem Verbandsliga-Aufsteiger TuS Vinnhorst anschließen.
Die Lehrter wollen auf Kontinuität und eine Verjüngung des Teams setzen. Lutz Ewert wird Cheftrainer bleiben und will mit Lars Eichelmann und CO wieder im oberen Tabellendrittel mitmischen. Von der A-Jugend der TSV Burgdorf wird Trainersohn Louis Ewert dem LSV anschließen, wo der 17-Jährige von den Minis bis zur C-Jugend Handball erlernte. Zweiter Neuzugang ist Gian-Luca Kleinertz, der zuletzt im Handball-Internat in Hildesheim zu Hause war und in der Bundesliga spielte. Junge neue Akteure, die für frischen Wind im Kader der Lehrter sorgen können. Daneben ist das Team eingespielt und sollte durchaus für gute Leistungen in der neuen Saison gut sein.